Donnerstag, 12. November 2009

Projekt Gerechtigkeit - Goncalo Amaral


Dieses Projekt hat zwar seinen Ursprung in Portugal, ist aber allgemeingültig für ganz Europa und vor allem für den uns interessierenden Fall zu sehen. Daher habe ich die Petition und das Manifest übersetzt und bitte jeden Besucher diese Petition über den nebenstehenden Link zu unterzeichnen. DANKE

Petition

"Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten." Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 19

"Jede Person hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Meinungsfreiheit und die Freiheit ein, Informationen und Ideen ohne behördliche Eingriffe und ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen zu empfangen und weiterzugeben.
Artikel 11 der Grundrechtscharta der Europäischen Union

Wir, die Bürger in Verteidigung der Rechte und Freiheiten - Projekt Gerechtigkeit Goncalo Amaral, erklären gemäß Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und gemäß Artikel 11 der Grundrechtscharta unsere Empörung bezüglich des Angriffs auf das Recht zur freien Meinungsäußerung von Bürger Goncalo de Sousa Amaral, der sich der Zensur nicht nur eines Buches gegenübersieht, sondern auch jeder Äußerung, mündlich oder schriftlich, bzgl. seiner These, die er vertritt.

Tatsächlich stellt die kürzliche Entscheidung, nicht nur den Verkauf eines Buches zu verbieten, sondern eine Ganze, das Buch unterstützende Beweisführung, die den Kern einer kriminalistischen Untersuchung repräsentiert und trägt, unserer Meinung nach einen ernsten und besorgniserregenden Präzedenzfall dar.

Dieser Angriff wird erschwert durch die Tatsache, dass die These, die durch Goncalo Amaral vertreten wird, die Tatsachen einer Untersuchung entscheidend widerspiegelt, die nicht länger dem portugiesischen Gesetz der justiziellen Geheimhaltung unterliegt und der breiten Öffentlichkeit verfügbar gemacht wurde. Ob man nun den Schlussfolgerungen zustimmt oder nicht, es ist unhaltbar deren Widergabe und Diskussion zu verbieten.

Freie Meinungsäußerung, verantwortlich gehandhabt, ist ein unverbrüchliches Recht jedes europäischen Staatsbürgers und wir können nicht ohne Protest akzeptieren, dass dieser Wert angegriffen wird.

Daher beantragen wir beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte unter Artikel 44 der Grundrechtscharta der Europäischen Union, die konstitutionellen Rechte des Bürgers Goncalo Amaral zu schützen, in einem Fall von offenkundiger Missachtung des allgemeinen und unverbrüchlichen Rechts auf freie Meinungsäußerung.

Ich stimme zu und unterzeichne,


- Die Unterschrift erfolgt auf epetitions.net, in der rechten Leiste zu erreichen -




Manifest

Am 9. September 2009 erfuhr Portugal und die Welt durch die Medien von einem sehr ernsten Vorfall in diesem Land, das so hart für Demokratie gekämpft hat: Die Zensur eines Buches.

Das Buch “Maddie: A Verdade da Mentira” war Gegenstand einer einstweiligen Verfügung, die nicht nur die Verkäufe des Buches und der darauf basierenden DVD einstellen sollte, sondern auch jedwede Verbreitung der These, die durch Dr. Goncalo Amaral vertreten wird, dem Autor des Buches und der frühere Koordinator der Policia Judiciaria, den Fall 'Madeleine McCann' betreffend.

Durch diese Handlung wurde nicht nur ein Verbot der schriftlichen Arbeit ausgesprochen, sondern eines gesamten Gedankenganges: die Äußerung einer Meinung, basierend auf den Tatsachen einer Polizeiuntersuchung; eine rationale, verantwortliche, reife Entscheidung.

Gleichwohl war die erwähnte einstweilige Verfügung nur die Spitze des Eisbergs. In der Hauptklage auf die sie sich bezieht, versuchen Madeleine's Eltern die Summe von 1,2 Millionen Euro von Dr. Goncalo Amaral zu erklagen - ein astronomischer Betrag jenseits jeder Verhältnismäßigkeit, sowohl legal als auch ethisch.

Eine zweite einstweilige Verfügung gipfelte in der erfolgreichen Beschlagnahmung von Eigentum und beruflichen Einkünften des Beklagten und nahmen ihm damit die finanzielle Möglichkeit entsprechend zu reagieren, da die Gerichts- und Prozesskosten am Prozesswert der Hauptklage bemessen werden. Dadurch der freien Meinungsäußerung benommen und wirtschaftlich erstickt, sieht sich der Mann völlig eingekesselt, der unter riesigen persönlichen und familiären Belastungen nichts mehr als die Wiederaufnahme eines Justizprozesses erreichen möchte, um eine Untersuchung abzuschließen, die so viele als nur halb beendet sehen.

Dr. Goncalo Amaral darf nicht sprechen. Aber wir, Weltbürger, können für ihn sprechen.

Wir können sprechen und wir können handeln.

Wir können zum Schutz der freien Meinungsäußerung handeln, einem verfassungsmäßigen Recht, das wir als unverbrüchlich ansehen, vor allem wenn es verantwortungsvoll und reif ausgeübt wird.

Wir können handeln, indem wir einen Mann unterstützen, der mit wohldurchdachten Manövern seitens derer, die seine persönliche und berufliche Vernichtung anstreben, der Mittel beraubt wurde, sich selbst juristisch zu verteidigen.

Wir können handeln, denn heute ist das Opfer der Zensur Dr. Goncalo Amaral - morgen könnte es jeder von uns sein.

Dieses Projekt basiert auf dem Handeln und der Unterstüzung für einen Mann, der Gerechtigkeit möchte. Die Bürger, die diese Bewegung initiieren, schließen sich in freier, unabhängiger und unpolitischer Form zusammen, geeint in der Verteidigung der freien Meinungsäußerung und in gegenseitigem Respekt.

Unsere erste Aktion ist der Start einer Petition; andere Initiativen werden folgen.

Für die Ausübung freier, unveränderlicher und verantungsvoller Bürgerrechte, wir werden nicht schweigen.

Schließe Dich an!

Kommentare:

  1. Liebe Johanna,
    Danke für die Mühe die Du Dir gemacht hast mit der Übersetzung.
    Wir von SAZ-Forum haben schon (fast) alle gleich zu Anfang unterzeichnet- Ehrensache für uns-
    Wir hoffen auch inständig das für Herrn Amaral etwas erreicht werden kann- im Namen der Gerechtigkeit.
    Lieben Gruß
    Caro

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  2. Tja- wir als Deutsche sollten dafür sensibel sein. Die Zeit der Bücherverbrennung ist doch wohl schon längst Geschichte. Die Zeit der Hexenverbrennung auch-in Verneigung vor Jeanne D'Arc-;)-aber was passiert vor unser aller Augen ? Da wird jemandem, der unbequem war, der Mund verboten- im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Aufschrei hätte durch's Land gehen müssen- getrieben von einer investigierenden Presse- doch statt dem erleben wir völlige Insuffiziens.Okay- die Tage heute sind für alle schwierig, um so wichtiger ist es aber, Informationen kritisch zu hinterfragen. Hier sind wir alle gefordert- die, die denken können und die, die sich nicht manipulieren lassen wollen.Es ist nicht mehr nur der Kampf um irgendeine Wahrheit, es ist der Kampf auf Meinungsfreiheit und das Recht dieses auch zu äußern.Das Recht auf Phantasie, Ideen und das Recht, gängige Meinungen in Frage zu stellen.
    Schlicht- unsere Zukunft.
    Amaral war ein Mann der alten Schule- so denke ich- es ist ihm fremd irgendwelche bequemen Kompromisse einzugehen, die sicher sein ruhiges Leben gewährleistet hätten, er wollte den Täter. Nicht mehr und nicht weniger. Das war sein Fehler.Er beugte sich nicht dem pol. Überlegungen und dem entsprechendem Druck- sondern er suchte die Wahrheit.Vielleicht hat er sie gefunden... Ein alter Freund sagte mir mal: "Man greift nur an, was man fürchtet"- für mein Leben, hatte er recht..

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  3. Hallo Indiansummer,

    da muß ich jedem Deiner Worte beipflichten.
    Amaral muss sehr nah an der Wahrheit gewesen sein und vielleicht weiß er sogar mehr als bisher bekannt wurde. Warum wohl haben die McCanns so ein Aufgebot an Rechtsanwälten-für alle Fälle?
    Warum gingen sie nicht auf eine Rekonstruktion ein?
    Warum stellen sie Privatdetektive ein die nur unnötig Geld kosten?
    Wenn man unschuldig ist wie sie uns Glauben machen wollen dann könnten sie doch alle ausstehenden Fragen beantworten und mit der Polizei zusammen arbeiten, könnten das Geld für Detektive und Berater sparen und tatkräftig selber helfen, Madeleine zu suchen.
    Liebe Grüsse an Euch
    Caro

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