Dienstag, 31. März 2009

A.G. und P.G.


Zum vorherigen Blogeintrag möchte ich gern noch etwas "nachschieben"

Wir müssen uns vor Augen halten, dass die gesamte Untersuchung in Portugal in zwei Teile zu teilen ist. Man könnte es mit A.G. (ante Gonzalo) und P.G. (post Gonzalo) beschreiben.
Die Aufnahme von ersten Zeugenaussagen, die Ortsbegehungen, die unendlich vielen falschen "Erscheinungen" von Madeleine in aller Welt denen nachgegangen werden musste, das Beschlagnahmen von Dokumenten wie die Unterlagen von MarkWarner gehören alle zum Zeitraum A.G.

Die Befragungen in England auf Basis des Rechtshilfeersuchs, und vor allem die Interpretationen der vorliegenden Tausenden von Daten mit Hilfe spezieller Auswertungssoftware, die vor allem die Beziehungen, Bewegungen und Telefongespräche der 9 Tapas und der Gruppe um Murat behandeln, gehören zum Zeitraum P.G. Zu dieser Zeit war Paulo Rebelo Leiter der Untersuchungen, ein Mann der in vielen schwierigen Fällen, bei denen meist Regierungsmitglieder betroffen waren, hinzugezogen wurde. So auch im Fall Casa Pia.

Bezüglich des Themas 3. May ist herauszustellen, dass es A.G. auf den ersten Blick keine definitive Aussage von Catriona Baker gab. Der Bootsausflug wurde nur von der Leiterin der Kinderclubs erwähnt, aber sie konnte sich nicht auf einen Tag festlegen. Das sichergestellte Dokument, der Stundenplan des Lobster Kinderclubs, legt das "Mini sail" auf den Mittwochmorgen fest. In der Periode A.G. wurde der 3. Mai am Anfang nicht in Frage gestellt. Dann wurde versucht das Tennisphoto als letztes Bild von Maddie zu "verkaufen" bis die Tennislehrerin deutlich machte, dass das Kindertennis am Dienstag stattfand. Selbst Rachael Oldfield hat noch bis zuletzt behauptet, der Tennisunterricht für die Kinder hätte am Donnerstag stattgefunden.

In der Periode P.G. wurde dann ein entscheidendes Puzzleteil hinzugefügt und andere scheinbar entfernt um den 3. May in Stein zu meißeln. Hinzu kam die Aussage von Catriona Baker, die nun plötzlich sehr detailreich den Segelausflug am Donnerstag schilderte. Entfernt wurde ein Dokument aus den Akten. Nämlich die grafische Darstellung der Ereignisse des 3. Mai - die diagrama de factos. Übersehen wurde scheinbar aber die diagrama de factos vom 2. und 1. Mai, in der explizit beschrieben ist, und scheinbar von Catriona Baker, dass es nur ZWEI Ausflüge der Kinder zum Strand gab, nämlich Dienstag und Mittwoch Nachmittags.
Wer hat die Nanny so unter Druck gesetzt, dass sie ihre Aussage so grundlegend veränderte???

Montag, 30. März 2009

Der 3. Mai


Vieles war anders am 3. Mai gegenüber den anderen Urlaubstagen:
Die McCanns nahmen ihr Frühstück nicht im Millenium Restaurant ein, sondern in Ihrem Apartment.
Entgegen allen anderen Tagen, versammelte man sich nicht im Apartment der Paynes zum Lunch, sondern nur die Oldfields und Tanner/O`Brians trafen sich zum Lunch.
Anders als sonst versammelte sich die komplette Truppe ausser den McCanns zwischen 17:00 Uhr und 18:30 in der Strandbar Paraiso. Während sonst alle Kinder im Tapas Restaurant ihr Abendessen einnahmen, wurde am Donnerstag in der Strandbar gegessen. Nur Madeleine und die Zwillinge nicht.
Lt. Aussage von Fiona Payne war das Überprüfen der Kinder in den Apartments "anders" als an den anderen Abenden. Sie beschreibt es mit asyncron...
Der Donnerstag war der einzige Tag an dem Kate und die Kinder nicht in der Spielecke am Tennisplatz waren vor dem Zubettbringen der Kinder.

Wann Madeleine das letzte Mal von den Tapas 7 gesehen wurde ist auch sehr dubios:
Russel: Wir haben sie wahrscheinlich beim Mittagessen gesehen (es gab kein gemeinsames Mittagessen)
Jane: Sah Madeleine zuletzt am Strand als sie mit anderen Kindern einen Bootsausflug machte (lt. Zeitplan des Kinderclubs war dieser Ausflug allerdings für Mittwoch eingetragen)
Rachael: Ich glaube ich habe sie zum letzten mal beim Kindertennis am Morgen gesehen, als sie ihren Unterricht hatten (Tennis für Madeleine fand allerdings am Dienstag zwischen 10:00 und 11:00 Uhr statt)
Matthew: verheddert sich so bei der Frage, dass nichts zusammenhängendes erkennbar ist
Fiona: hat angeblich Madeleine zusammen mit Kate um 12:30 aus dem Kinderclub abgeholt. (Die Nanny kann sich nicht daran erinnern wer Madeleine abholte)
Dianne: hat Madeleine Mittwochs abends gegen 17:00 Uhr zuletzt gesehen.
Ausser den Paynes hat also nur Jane Madeleine überhaupt gesehen am Donnerstag.

Da wir aufgrund der vielen Ungereimtheiten, Abänderungen und Widersprüchen in den Aussagen, den Tapas nicht allzuviel Glauben schenken können, werfen wir einen Blick auf unabhängige Zeugen, die Madeleine am 3. gesehen haben.

Da ist die Köchin Maria Manuela A.J., die aussagt, Madeleine sei unter den Kindern gewesen, die am Donnerstag gegen 16:45 ihr Abendessen im Tapas-Bereich eingenommen haben. Allerdings war die Köchin bei der ersten Vernehmung nicht anwesend und hatte natürlich bei der späteren Vernehmung Maddies Bild und Namen hundertfach bereits im Fernsehen verfolgt. Angesichts des veralteten Photos mit dem die Suche am Anfang gestartet wurde, nimmt es Wunder, dass überhaupt jemand das Kind anhand dieses Photos erkennen konnte...

Als letzte und entscheidende Zeugin bleibt eine der Nannies, die für Madeleine verantwortlich waren, Catriona Baker. Von den britischen Zeitungen als Hauptentlastungszeugin genannt, stellt sich die Frage wobei sie die McCanns entlasten kann. Entscheidender Punkt ihrer Aussage scheint die Bestätigung zu sein, dass Madeleine am 3. Mai in ihrer Obhut war.

In ihrer ersten Aussage am 6. Mai gibt sie keinerlei Details über den 3. Mai bekannt und sagt nur dass Madeleine vom Tag nach ihrer Ankunft bis zum Donnerstag in ihrer Gruppe war. Ob dies den Donnerstag einschliesst bleibt offen.

Im August 2007 wird die Hauptentlastungszeugin von den verdächtigten McCanns nach Hause eingeladen. Warum und wieso bleibt offen. In der anschliessenden Vernehmung durch die englische Polizei am 14. April 2008 wird der Vormittag des 3. Mai dann in aller Ausführlichkeit von Catriona Baker geschildert.

Was zwei Tage nach dem Verschwinden noch keiner Erwähnung wert war, wird nun bis in kleine Details erzählt. Dass die Gruppe einen Bootsausflug machte, mit der Hilfe von zwei Surf/Segellehrern, die leider nicht befragt wurden, dass Maddie erst Angst hatte, dann aber eine zweite Tour mitmachen wollte und sogar die Farbe der Boote wird beschrieben.

Leider kann der Tag an dem dieser Bootstrip stattfand von keinem einzigen Zeugen bestätigt werden, selbt die Vorgesetzte von Cat Baker kann sich nicht erinnern. Lt. Zeitplan war er jedenfalls für Mittwoch geplant. Die Nanny wurde übrigens zusammen mit einigen Kollegen von Mark Warner nach ca. 10 Tagen zwangsversetzt nach Griechenland. So konnte eine weitere Befragung durch die PJ nicht mehr erfolgen.

Uns so haben wir im Prinzip nur eine einzige glaubhafte Zeugin, die Madeleine lebend am 3. Mai gesehen hat, deren Glaubwürdigkeit allerdings leider durch ihren privaten Besuch bei den McCanns sehr gelitten hat. Lt. Zeitungsberichten soll sie mitlerweile in einem Privathaushalt tätig sein, ihren Aufenthaltsort wollen die McCanns geheim halten...

Würde der 3. Mai tatsächlich in Frage gestellt werden können, wäre es sicher möglich, den Fall noch einmal aufzurollen.

Donnerstag, 26. März 2009

Plakate wurden zerrissen


Fall Madeleine: Neue Kampagne zur Sensibilisierung von den McCanns gestartet

Zerrissenen Plakate von Maddie

Die große Kampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung für das Verschwinden von Maddie McCann in Luz, Lagos hatte gerade gestern Nachmittag mehr als ein halbes Dutzend Plakate in Bussen und an Werbetafeln angebracht. Die Menschen vor Ort haben sie heruntergerissen, zerfetzt und in den Papierkorb geworfen.


Quelle: Correio da Manha

Dienstag, 24. März 2009

Hilf mir!


Das zweijährige "Jubiläum" rückt näher, der Spendentopf ist angeblich fast leer, was liegt näher, als sich mal wieder bemerkbar zu machen. So konnte ich heute einen neuen Aufruf auf der offiziellen Seite entdecken, der sich doch sehr merkwürdig liest.

Es wird dort nach zwei Jahren eingeräumt, dass man sich am Anfang wohl hauptsächlich um internationale Kampagnen, gerichtet an aller Herren Länder, gekümmert hätte und die portugiesische Bevölkerung rund um den Urlaubsort wohl eher "vernachlässigt" hat. Ist damit wohl die "McCann World-Tour" im Privatjet nach Rom, New York und Berlin gemeint? Oder eher die gezielte Ablenkungskampagne, die die Privatdetektei Metodo 3 scheinbar durchführte, um die Untersuchungen Richtung Marokko zu lenken? Antonio Jimenez, ein ehemaliger Mitarbeiter der Detektei hat dies jedenfalls einem Reporter gegenüber erwähnt.

Nun soll also eine neue Kampagne mit der Verteilung von 10.000 Flyern an die Haushalte in der Umgebung von Praia da Luz und mit einigen neuen Postern der Erinnerung der lokalen Bevölkerung auf die Sprünge helfen. Natascha Kampusch muss als Beispiel eines "glücklichen" Ausgangs mancher "Entführungsfälle" mal wieder herhalten, ich bin sicher, sie wird davon nicht begeistert sein.

Nachdem die Eltern und ihre Freunde sich weigerten an einer Rekonstruktion der Ereignisse in Portugal teilzunehmen, wird hier dem Leser vermittelt, dass ER nicht aufgeben darf, denn die Eltern würden es nie tun. Der Bevölkerung der Algarve, die Stunden und Tage mit der Suche verbrachten, während die Eltern das Apartment "bewachten", wird suggeriert sie hätten nicht genug getan, wenn nach zwei Jahren die Botschaft "Hilf Mir!" herausgegeben wird.

Eventuelle Informationen der Bevölkerung sollen nur an das "private investigative Team" der McCanns per Telefon, Mail oder schriftlich, auf Wunsch anonym weitergegeben werden. Mit keinem Wort wird die Polizei erwähnt. Ob die genarrten Bewohner der Algarve Region diese Aktion wirklich positiv aufnehmen werden, bleibt abzuwarten.

Sonntag, 22. März 2009

Schwere Anschuldigungen



Fast zwei Wochen nach Madeleine's Verschwinden überwindet sich eine gute Freundin von Kate McCann mit der folgenden Aussage über einen Gruppenurlaub auf Mallorca zur Polizei zu gehen. Diese Aussage wird von der Leicestershire Polizei monatelang der Policia Judiciara in Portugal vorenthalten.

Datum der Zeugenaussage: 16/05/2007
Anzahl der Seiten: 8

Ich gebe diese Erklärung in Bezug auf die Familie MCCANN ab, die sich derzeit in Portugal befindet. Die Familie besteht aus Gerry McCann, seiner Frau Kate McCann und ihren drei Kindern, Madeleine, Alter 4, und Sean und Amelie, die Zwillinge 3 Jahre alt.

Wie in allen Zeitungen berichtet, ist Madeleine zur Zeit nicht bei ihrer Familie und wird seit fast 2 Wochen vermisst.

Ich werde zunächst erklären, dass ich verheiratet bin mit ****** und wir haben zwei Töchter. ***** ist fast 3 und ***** ist jetzt ein Jahr alt. Ich bin seit 11 Jahren mit **** verheiratet. Ich bin Ärztin für Allgemeinmedizin, wie auch mein Mann. Ich lernte meinen Mann vor etwa 14 Jahren kennen, während wir zusammen in Exeter arbeiteten.

Um zu erklären, woher wir die Familie MCCANN kennen, möchte ich feststellen, dass mein Mann Kate aus der Zeit kennt, als sie beide die Universität Dundee zwischen 1987 und 1992 besuchten. Zu dieser Zeit war sie Kate HEALY. Ich habe Kate und Gerry auf ihrer Hochzeit 1998 in Liverpool kennengelert. Sowohl **** als auch ich gingen zur Hochzeit. Da **** Kates Freund war, waren wir zu dem Ereignis eingeladen.

Soviel ich weiss, kannte **** Gerry nicht vor der Hochzeit. Nach dieser Zeit wurden wir Freunde und verbrachten etwa drei Ferienwochenenden zusammen. Ich würde sagen, wir sind intime Freunde von Gerry und Kate.

Ich erinnere mich, dass im Jahr 2002 oder 2003, **** und ich das Wochenende mit Gerry und Kate in Devon verbrachten. Wir hielten Kontakt miteinander per Telefon.

In 2002/2003 lebten **** und ich in Birmingham, die MCCANNs in Leicester.

Im September 2005 verbrachten ****, ich und ****, der damals 1 und ein halbes Jahre alt war, unsere Ferien im Ausland, in Mallorca. Wir fuhren zusammen in Urlaub mit Kate, Gerry, und Madeleine, die ungefähr 2 1/2 Jahre alt war, und den Zwillingen, die nur wenige Monate alt waren. Ich erinnere mich, dass ich schwanger war mit ****.

In diesen Ferien lernten wir auch Gerry und Kate's Freunde kennen.

Es gab ein Ehepaar, dessen Namen waren Dave und Fiona, und dessen Name war PAYNE, denke ich. Ich glaube, dass sie verheiratet waren und eine Tochter hatten, die 1 Jahr alt war, genannt ****. Ich erinnere mich, dass in diesem Urlaub Fiona schwanger war.

Es gab ein weiteres Paar, deren Namen waren *** und ***, und an deren Nachnamen ich mich nicht erinnern kann, die auch im Urlaub mit uns waren. Sie hatten zwei Jungen, 1 und 3 Jahre alt, deren Namen ich nicht mehr kenne. Ich kannte diese zwei Familien nicht vor den gemeinsamen Ferien. Wenn ich mich recht erinnere, hatte David die Ferien organisiert und wir wohnten alle zusammen in einem großen Haus auf Mallorca.

Wir verbrachten eine Woche Urlaub, aber die MCCANN Familie, und die Familie PAYNE blieben für zwei Wochen. Ich glaube, dass **** und **** und ihre zwei Kinder auch nur für eine Woche blieben.

Zwei oder drei Tage entspannten wir uns mit unseren Kindern in Mallorca. Ungefähr um den vierten oder fünften Tag im Ausland erinnere ich mich an einen Vorfall der sich mir einprägte. Ich erzähle ihn in dieser Art und Weise, und später habe ich viele Male über den Vorfall nachgedacht, den ich hier beschreibe.

Eines Abends während der Ferien sassen die eben genannten Erwachsenen auf einer Terrasse an der Seite des Hauses wo wir wohnten. Wir hatten gerade gegessen und getrunken.

Ich saß zwischen David und Gerry, die beide über Madeleine sprachen. Ich kann mich nicht an das Gespräch in seiner Gesamtheit erinnern, aber ich glaube sie diskutierten ein mögliches Szenario. Ich erinnere mich dass David Gerry fragte ob "sie" (in Bezug auf Madeleine) "das tun würde".

Während David "das" erwähnte, saugte er an einem seiner Finger und bewegte ihn in seinen Mund rein und raus, und mit der anderen Hand umkreiste er seine Brust(warze) kreisförmig über sein Hemd. Dies geschah in einer provokativen Art und Weise und schien eine ausdrückliche Anspielung zu sein auf das, was er tat.

Ich erinnere mich, dass ich schockiert darüber war, und Gerry und auch Dave anschaute um ihre Reaktionen zu beobachten. Ich schaute mich fragend um (Seite 4) wie um zu sagen "hat jemand anderes das auch gehört, oder nur ich?". Stille trat in alle Gespräche und anschliessend begannen alle wieder ein Gespräch.

Ich sprach nie zu Dritten davon, aber hatte immer das Gefühl, dass es sehr merkwürdig war und nicht etwas, das diskutiert werden sollte oder so.

Ansonsten erinnere ich mich, dass David das Gleiche noch einmal machte. Wenn ich dies berichte, möchte ich klarstellen, dass es während eines Gesprächs war, in dem er über eine imaginäre Situation sprach. Ich weiß nicht worüber. Ich glaube, dass er über seine eigene Tochter, L *** sprach, aber ich kann nicht sicher sein. Er nahm einen seiner Finger in den Mund und schob ihn ein und aus, und mit der anderen Hand zog er einen Kreis um seine Brust in einer sexuell provozierenden Art und Weise. Ich glaube, dass er sich auf etwas bezog, was L*** tun würde.

Ich glaube das war später in den Ferien, aber ich bin mir nicht sicher. Das letzte Mal, ausser den Ferien, das ich mit David und Fiona zusammen war, war einige Wochen nach den Ferien, als **** und ich in einem Restaurant mit Gerry, Kate, Dave und Fiona waren.

Ich bin sicher, dass er das gleiche sagte, oder dass er die gleichen Gesten wiederholt hatte, aber es könnte sich in einem Restaurant in Leicester abgespielt haben, jedoch glaube ich, es war später auf Mallorca. Als ich Dave ein zweites Ma fragen hörte, ob "sie dies tat", nahm ich es noch ernster.

Ich erinnere mich dass ich mich gefragt habe, ob er meine Kinder oder die anderen in einer anderen Art und Weise betrachtete. Ich hatte mir vorgestellt, dass er vielleicht Internetseiten, die sich mit kleinen Kindern befassen, besuchen würde. Ich dachte, dass er vielleicht Interesse an Kinderpornographie im Internet hätte.

Während unserer Ferien war ich aufmerksamer während der Badezeit nachdem ich Davids Äusserungen gehört hatte.
Während unseres Urlaubs auf Mallorca, waren es die Eltern (Väter), die die Kinder gebadet haben. Ich hatte es mir angewöhnt, in der Nähe des Bades mich aufzuhalten, wenn David beim Baden seine Kinder war. Ich erinnere mich dass ich **** sagte er solle vorsichtig sein wenn er da war, für den Fall dass Dave beim Baden der Kinder helfen wollte, insbesondere bei meiner Tochter. Ich machte dies sehr deutlich, denn nachdem ich ihn gehört hatte war ich beunruhigt, und vertraute ihm nicht beim Baden von **** allein.

Als ich Dave dies ein zweites Mal sagen hörte, verstärkte sich bei mir, was ich bereits in Bezug auf seine Gedanken über kleinen Mädchen dachte. Während unseres Aufenthaltes in Mallorca, hatten Dave und seine Frau Fiona, begleitet von ihrer Tochter ****, Madeleine mitgenommen um einen Tag zusammen zu verbringen, und Kate und Gerry ein bisschen Ruhe mit den Zwillingen zu geben. Obwohl ich dies berichte, hatte ich keine Angst um Madleleine's Sicherheit, da sie ja auch mit Fiona und **** zusammen war.

Wie bereits erwähnt, kam ich nur einmal mit Dave und Fiona nach Mallorca zusammen. Und seitdem habe ich nicht mit ihnen gesprochen. In den letzten Jahren haben wir uns gelegentlich zusammen mit den MCCANNS gesehen. Diese Gelegenheiten waren Kinder-Geburtstage, eine Zeit zu der wir uns treffen.

Das erste Mal als ich die schrecklichen Nachrichten über das Verschwinden von Madeleine aus dem Radio hörte, gingen meine Gedanken sofort zu Dave. Ich fragte ****, ob Dave auch mit den MCCANNS in Portugal Urlaub machte, aber er wusste es nicht.

Ich schaute die Berichterstattung im Fernsehen an und stellte fest, dass Dave dort war. Ich sah ihn im Fernsehen in den ersten Tagen nach dem Verschwinden. Daher glaubte ich, dass er im Urlaub mit den MCCANNS in Portugal war. Heute, Donnerstag, den 16. Mai 2007, 15h40 habe ich DC Brewer 2 Fotos übergeben. Ich werde diese Bilder als Referenz (ref KZG / 1) angeben. Sie können verwandt werden mit meiner Zustimmung, wenn nötig. Diese Fotos wurden während der Ferien in Mallorca aufgenommen. In den Fotografien trägt Dave ein weißes T-Shirt und die Frau auf dem Foto ist seine Frau Fiona. Der Mann, der den Becher Wein in der Hand hält ist *****. Diese Fotos wurden aufgenommen während wir in Mallorca waren.

Unterschrift:


Eine einzige Zeitung hat diese doch recht wichtige Zeugenaussage überhaupt erwähnt:

Correio da Manha

Update vom 25.03.09
Interessanterweise ging einen Tag nach der Aussage über die möglichen pädophilen Neigungen von David Payne bei Gericht ein Antrag von Seiten der McCanns ein, das Sorgerecht für ihre Tochter dem Gericht zu überstellen. Dadurch konnten Informationen an die portugiesische Polizei teilweise verhindert (wie die Krankenakten) oder verzögert (wie die Aussagen über D.Payne) werden.

"On 17 May 2007 Madeleine’s parents invoked the jurisdiction of this Court under the Inherent Jurisdiction of the Court, and The Child Abduction and Custody Act, and the Hague Convention. They sought various orders and directions aimed at ascertaining the whereabouts and recovery of Madeleine.
I became involved with the proceedings shortly afterwards. On 2 April 2008 Madeleine became a Ward of this Court, and since that date has remained a Ward."
Quelle: gerrymccannblogs

Samstag, 21. März 2009

An die lethargische Presse

Geraume Zeit ist vergangen seit die Polizeiakten im Fall Madeleine McCann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden und ich bin sicher, dass alle Journalisten, die ihre Bezahlung wert sind, viele Stunden und schlaflose Nächte damit verbracht haben sich durch die Akten zu wühlen, um etwas Licht in eins der größten Mysterien der letzten Jahre zu bringen.

Für die wenigen, die gemäß Herrn Clarence Mitchell, ihr Mittagessen lieber in flüssiger Form zu sich nehmen, habe ich es auf mich genommen, einige der wichtigeren Teile zusammenzustellen. Nicht dass sie in der kritischen, ausführlichen und unvoreingenommenen Berichterstattung untergehen...

Mal sehen, was wir haben ...





Verletzung der Aufsichtspflicht

Der Tatbestand der Verletzung der Aufsichtspflicht, bei der 3 Kinder unter 4 Jahren allein in der Nacht in einem Hotelzimmer in einer nicht gesicherten Ferienanlage gelassen wurden, ist der Faktor auf den sich die Kritiker der McCanns konzentrieren können. Er ist das ständig wiederholte Mantra derer, denen die Eltern nicht nur leid tun, sondern die ihnen auch einen Teil der Schuld geben. Die Verletzung der Aufsichtspflicht vereint alle diejenigen unter einem Dach, die glauben, dass irgendetwas nicht so ganz stimmt, ohne genaue Fakten zu kennen. Sie kanalisiert die Empörungung gegenüber Eltern, die ihre drei Kinder mit in Urlaub nahmen und nur mit zweien wieder nach Hause fuhren.

Weiterhin ist die Verletzung der Aufsichtspflicht die Basis für die Theorie einer Entführung. Ohne eine "wohldosierte" Verletzung der Aufsichtspflicht hätte es keine Gelegenheit für die "Entführer" gegeben, in die Wohnung einzudringen und Maddie aus ihrem Bett zu nehmen, ohne eine einzige forensische Spur zu hinterlassen. Wohldosiert musste sie deshalb sein, um nicht bei zu langer Verletzung der Aufsichtspflicht dafür angeklagt zu werden.

Aber gab es überhaupt eine Verletzung der Aufsichtspflicht? Wenn wir den 3. Mai ausser Acht lassen, verbleiben fünf vorhergehende Tage oder eher Nächte. Am ersten Abend, dem Samstag, haben sie ihr Abendessen im Restaurant "Millenium" zusammen mit den Kindern eingenommen und sich dann in die Apartments zurückgezogen. Es bestand keine Notwendigkeit die Kinder in Abständen zu überwachen. Bleiben vier Tage. Die Gruppe betont, dass sie jeden Abend die gleiche Routine verfolgten. Aber wenn wir die Akten befragen, stellen wir fest, dass jeweils eine Person fast jeden Abend fehlt beim Essen:

Sonntag: Matthew Oldfield klagte über Übelkeit durch eine verdorbene Mahlzeit im Flugzeug, und nahm nicht am Abendessen in der Tapas Bar teil.
Montag: nichts bekannt
Dienstag: Russel O'Brian nahm nicht am Abendessen teil, weil eine seiner Töchter krank war.
Mittwoch: Rachael Oldfield nimmt nicht am Abendessen teil. Sie war krank und blieb in ihrem Zimmer

Außerdem lesen wir in den Akten, dass zwei Paare Babyfone mitgebracht hatten, die Paynes hatten eins, das vom Apartment zur Tapas Bar reichte; die Familie Tanner/O'Brian hatte eins mit geringerer Reichweite, aber dass ausreichend gewesen wäre zur Überwachung der Kinder im Apartment-Komplex. Wenn Sie also zwei Babyfone haben, und jeweils eine Person pro Nacht in der Wohnung bleibt wäre es doch viel sinnvoller die Kinder vom Apartment aus zu überwachen.

Am Donnerstag, dem Tag als Madeleine verschwand, war jeder beim Abendessen, aber die physische Überwachung der Kinder war so häufig, dass sie einen inszenierten Eindruck macht. So war z.B. Matthew Oldfield gerade mit seiner Runde fertig, als Gerry McCann sofort wieder aufstand um die Kinder zu überprüfen. Dadurch ergab sich für einen potenziellen Entführer nur ein Zeitfenster von 21:05 als Gerry McCann die Kinder das letzte Mal kontrollierte bis 21:10 als Jane Tanner den angeblichen Entführer auf der Straße entdeckte.

Möglicherweise gab es also gar keine Verletzung der Aufsichtspflicht an den vorangegangenen Tagen, da sich immer jemand in den Apartments aufhielt und zwei Babyfone zur Verfügung standen. Die Mär der alleingelassenen Kinder könnte also nur als Grundlage für eine Entführung gedient haben.

Freitag, 20. März 2009

Massenmord auf Jersey?


Senator Stuart Syvret (Bild vor dem ehemaligen Kinderheim Haute de la Garenne) hat heute eine Bombe explodieren lassen.

In seinem Blog veröffentlicht er einen geheimen Polizeibericht von 1999. Darin geht es um die Untersuchung von Anschuldigungen seitens des Personals gegen einen Pfleger des General Hospitals auf Jersey. Unter anderem stand er unter dem Verdacht in der Zeit von Februar bis März 1998 13 Patienten ermordet zu haben.

Lt. Syvret hat der zuständige Generalstaatsanwalt diese Untersuchungen fallen gelassen, wohl aus Angst um das Image der Insel.

Hier einige übersetzte Auszüge aus dem Bericht:

Krankenhaustode

Die Krankenhausbehörden, mit der Unterstützung der Oberschwester xxxx haben eine Untersuchung der Todesfälle auf Corbiere Ward in Verbindung mit den Pflichten von Axxx Mxxx, zwischen dem 1. März 1998 und dem 31. März 1999 durchgeführt. Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate beträgt 4,5 Todesfälle pro Monat, gleichmäßig verteilt zwischen Ms Arbeitszeit, Ruhetagen und Jahresurlaub.

Im Februar 1999 zeigen die Aufzeichnungen aber eine erhebliche Abweichung von diesem Trend, und wir sehen 8 Todesfälle in vier Nächten, als M. Nachtdienst hatte. Im März 1999 sind fünf Todesfälle aufgetreten, während der Dienstzeiten oder am nächsten Morgen, als M. Nachtschicht hatte. Solche Schwankungen könnten sowohl auf einen schweren Grippeausbruch, der gebrechliche oder bereits kritisch kranke Patienten betrifft, aber auch auf Foulspiel zurückzuführen sein.

Eine Einschätzung des Charakters des Verdächtigen

Herr Richard W ALTER ist ein US-amerikanischer forensischer Psychologe am Michigan State Prison. Er hat umfangreiche Erfahrungen im Bereich des Täter-Profiling und besuchte Jersey zur Teilnahme an der Internationalen Konferenz der Polizei Chirurgen. Während er in Jersey war, hatte ich die Möglichkeit, ihm die Fakten in diesem Fall zu zeigen. Er bestätigte meinen Verdacht, dass M. die Merkmale eines Serienkillers besitzt und er ein sehr gefährlicher Mensch sei. Er fand die sexuellen Aktivitäten des M. seien von besonderer Bedeutung und die Drohung Schwester B zu töten, als er angeblich ihr Brustbein gebrochen hatte, sei ein Hinweis auf sein ungesundes Interesse am Tod.
Folgende Maßnahmen wurden dem Generalstaatsanwalt empfohlen:

1) Fordern Sie alle Unterlagen und Gutachten aus dem Krankenhaus in Bezug auf Axxx Cxxx Mxxx und Paten an, die in der Erklärung der beretis vernommenen Krankenschwester erwähnt werden.

2) Identifizieren Sie die Patienten die in der Aussage der Krankenschwester A erwähnt werden, und befragen sie die Verwandten.

3) Identifikation und Auffindung von Aufzeichnungen über Patienten, die im Februar 1999 verstarben, und Befragung aller Angehörigen der Patienten.

4) Befragung von allen ehemaligen und gegenwärtigen Mitarbeitern (46) im Jahr 1998.

5) Verfolgen Sie mögliche Hinweise auf sexuelle Avancen zu [Name zurückgehalten] in Jersey von M..

6) Nochmalige Befragung von L. Hxxx in Bezug auf die Angaben der Krankenschwester A.

7) Identifizieren Sie alle Patienten, die Bewohner von Corbiere Ward im Februar 1999 waren und während der Ereignisse die Krankenschwester A erwähnt hat.

8) Ermittlung und Befragung der Frau und die Mitarbeiter bzgl. des Suizidversuchs, einschließlich des Krankenhauspersonal dem sie sich anvertraute. (Angeblich hat der Verdächtige einer jungen Frau Tipps zum besseren Selbstmord gegeben)

9) Beauftragung eines britischen Experten, mit ähnlichen Untersuchungen vertraut, zur Beratung.

10) Entwicklung einer Presse Strategie

11) Durchführung einer Notfallkonferenz mit den Krankenhausbehörden und Stellen einer Anfrage dass Krankenpflegerin J.G. dabei behilflich ist.

12) Einrichtung eines HOLMES Krisenraumes.

13) Fordern Sie die Aufzeichnungen über Medikamentenvergabe im Corbiere Ward an.

14) Bitten Sie Basingstoke CID Untersuchungen zu M's Aktivitäten durchzuführen zu der Zeit während er dort tätig war.

15) Identifizieren Sie alle Freunde in Jersey der Krankenschwester A und befragen Sie sie.

16) Zeichnen Sie eine mögliche "Sterbe Erklärung" von Schwester A auf.

In wieweit diese Empfehlunge in die Tat umgesetzt wurden, ist unklar. Klar ist jedenfalls, dass der Beschuldigte weiterhin auf Jersey lebt und wohl noch immer im Pflegebereich tätig ist.

http://stuartsyvret.blogspot.com/