Dienstag, 24. März 2009

Hilf mir!


Das zweijährige "Jubiläum" rückt näher, der Spendentopf ist angeblich fast leer, was liegt näher, als sich mal wieder bemerkbar zu machen. So konnte ich heute einen neuen Aufruf auf der offiziellen Seite entdecken, der sich doch sehr merkwürdig liest.

Es wird dort nach zwei Jahren eingeräumt, dass man sich am Anfang wohl hauptsächlich um internationale Kampagnen, gerichtet an aller Herren Länder, gekümmert hätte und die portugiesische Bevölkerung rund um den Urlaubsort wohl eher "vernachlässigt" hat. Ist damit wohl die "McCann World-Tour" im Privatjet nach Rom, New York und Berlin gemeint? Oder eher die gezielte Ablenkungskampagne, die die Privatdetektei Metodo 3 scheinbar durchführte, um die Untersuchungen Richtung Marokko zu lenken? Antonio Jimenez, ein ehemaliger Mitarbeiter der Detektei hat dies jedenfalls einem Reporter gegenüber erwähnt.

Nun soll also eine neue Kampagne mit der Verteilung von 10.000 Flyern an die Haushalte in der Umgebung von Praia da Luz und mit einigen neuen Postern der Erinnerung der lokalen Bevölkerung auf die Sprünge helfen. Natascha Kampusch muss als Beispiel eines "glücklichen" Ausgangs mancher "Entführungsfälle" mal wieder herhalten, ich bin sicher, sie wird davon nicht begeistert sein.

Nachdem die Eltern und ihre Freunde sich weigerten an einer Rekonstruktion der Ereignisse in Portugal teilzunehmen, wird hier dem Leser vermittelt, dass ER nicht aufgeben darf, denn die Eltern würden es nie tun. Der Bevölkerung der Algarve, die Stunden und Tage mit der Suche verbrachten, während die Eltern das Apartment "bewachten", wird suggeriert sie hätten nicht genug getan, wenn nach zwei Jahren die Botschaft "Hilf Mir!" herausgegeben wird.

Eventuelle Informationen der Bevölkerung sollen nur an das "private investigative Team" der McCanns per Telefon, Mail oder schriftlich, auf Wunsch anonym weitergegeben werden. Mit keinem Wort wird die Polizei erwähnt. Ob die genarrten Bewohner der Algarve Region diese Aktion wirklich positiv aufnehmen werden, bleibt abzuwarten.

Kommentare:

  1. Ich kann mir gut vorstellen, dass man den Mccanns in PDL die Plakate hinterherwirft und ich kann es ihnen nicht verübeln.

    Jedesmal wenn es eng wurde, Mccanns irgendwie in Bedrängnis kamen, gab es Aktion ihrerseits, ablenken?

    Wo sind eigentlich die immer so versprochenen Erklärungen zur Unschuld? Nix da, wurde warm ans Herz gelegt, und sind im Sande verlaufen.

    Wer nimmt diese Eltern überhaupt noch Ernst?

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  2. Endlich- es traut sich jemand, unverhohlen auszusprechen, was sich der "normale" Leser schon lange denkt.Jeder, der die wohl sehr einseitige Berichterstattung in den Medien-weltweit- verfolgt hat,ist mehr oder minder zu dem Schluß gekommen, das dieses Kind vermutlich tot ist und beide Eltern wahrscheinlich darin verwickelt sind.
    Den Journalisten- so ich sie überhaupt noch so nennen mag- wünsche ich, sie hätten mal etwas mehr in den Vorlesungen aufgepaßt. Wo ist der Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen- oftmals abgeschrieben und teilweise falsch übersetzt aus der englischen Boulevard Presse- wo ist der Journalismus, der nur die richtigen Fragen stellen muß ?
    Aber nein, so was gab es hier nicht.Uns wurde das heilige Pärchen presentiert, ohne Vergangenheit, mit einem Beruf, der uns denken lassen sollte, bei denen gibt es so etwas nicht- falsch gedacht...
    Als in der Anfangszeit etwaige Negativartikel verschwanden über eine leicht ausschweifende Lebensführung "Hot Lips Healy" der nun ach so gebeutelten Mutter von drei Kindern, die mit fast 40 Jahren natürlich nicht überfordert ist neben ihrem Teilzeitjob als Allgemeinmedizinerin, die sich nur ihrer Familie widmet, streng katholisch ist (IVF ?)und ansonsten ein mustergültiges Leben führt, trotz der Trauer um ihre verlorene Tochter- nicht, das es hätte nicht passieren können, wenn sie die Kinder mit im Restaurant gehabt hätten, oder eben zu Hause geblieben wären- aber nein, posiert für Fotos und Events..
    Lächelnd, so als wäre nix gewesen..
    Wo sind sie, die Fragen nach dem Fond ? Nach dem Verbleib der Spendengelder ? Wo sind Fragen wie, sie waren die letzten, die das Kind lebend gesehen haben ? Oder warum nehmen sie an keiner Rekonstruktion des Falles teil ??
    Ich empfehle für alle geneigten Leser mal die Seite von Tony Bennet in deutsch, spätestends dann wird klar, das es eine lebende Madleine nicht mehr gibt..

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