Freitag, 20. März 2009

Massenmord auf Jersey?


Senator Stuart Syvret (Bild vor dem ehemaligen Kinderheim Haute de la Garenne) hat heute eine Bombe explodieren lassen.

In seinem Blog veröffentlicht er einen geheimen Polizeibericht von 1999. Darin geht es um die Untersuchung von Anschuldigungen seitens des Personals gegen einen Pfleger des General Hospitals auf Jersey. Unter anderem stand er unter dem Verdacht in der Zeit von Februar bis März 1998 13 Patienten ermordet zu haben.

Lt. Syvret hat der zuständige Generalstaatsanwalt diese Untersuchungen fallen gelassen, wohl aus Angst um das Image der Insel.

Hier einige übersetzte Auszüge aus dem Bericht:

Krankenhaustode

Die Krankenhausbehörden, mit der Unterstützung der Oberschwester xxxx haben eine Untersuchung der Todesfälle auf Corbiere Ward in Verbindung mit den Pflichten von Axxx Mxxx, zwischen dem 1. März 1998 und dem 31. März 1999 durchgeführt. Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate beträgt 4,5 Todesfälle pro Monat, gleichmäßig verteilt zwischen Ms Arbeitszeit, Ruhetagen und Jahresurlaub.

Im Februar 1999 zeigen die Aufzeichnungen aber eine erhebliche Abweichung von diesem Trend, und wir sehen 8 Todesfälle in vier Nächten, als M. Nachtdienst hatte. Im März 1999 sind fünf Todesfälle aufgetreten, während der Dienstzeiten oder am nächsten Morgen, als M. Nachtschicht hatte. Solche Schwankungen könnten sowohl auf einen schweren Grippeausbruch, der gebrechliche oder bereits kritisch kranke Patienten betrifft, aber auch auf Foulspiel zurückzuführen sein.

Eine Einschätzung des Charakters des Verdächtigen

Herr Richard W ALTER ist ein US-amerikanischer forensischer Psychologe am Michigan State Prison. Er hat umfangreiche Erfahrungen im Bereich des Täter-Profiling und besuchte Jersey zur Teilnahme an der Internationalen Konferenz der Polizei Chirurgen. Während er in Jersey war, hatte ich die Möglichkeit, ihm die Fakten in diesem Fall zu zeigen. Er bestätigte meinen Verdacht, dass M. die Merkmale eines Serienkillers besitzt und er ein sehr gefährlicher Mensch sei. Er fand die sexuellen Aktivitäten des M. seien von besonderer Bedeutung und die Drohung Schwester B zu töten, als er angeblich ihr Brustbein gebrochen hatte, sei ein Hinweis auf sein ungesundes Interesse am Tod.
Folgende Maßnahmen wurden dem Generalstaatsanwalt empfohlen:

1) Fordern Sie alle Unterlagen und Gutachten aus dem Krankenhaus in Bezug auf Axxx Cxxx Mxxx und Paten an, die in der Erklärung der beretis vernommenen Krankenschwester erwähnt werden.

2) Identifizieren Sie die Patienten die in der Aussage der Krankenschwester A erwähnt werden, und befragen sie die Verwandten.

3) Identifikation und Auffindung von Aufzeichnungen über Patienten, die im Februar 1999 verstarben, und Befragung aller Angehörigen der Patienten.

4) Befragung von allen ehemaligen und gegenwärtigen Mitarbeitern (46) im Jahr 1998.

5) Verfolgen Sie mögliche Hinweise auf sexuelle Avancen zu [Name zurückgehalten] in Jersey von M..

6) Nochmalige Befragung von L. Hxxx in Bezug auf die Angaben der Krankenschwester A.

7) Identifizieren Sie alle Patienten, die Bewohner von Corbiere Ward im Februar 1999 waren und während der Ereignisse die Krankenschwester A erwähnt hat.

8) Ermittlung und Befragung der Frau und die Mitarbeiter bzgl. des Suizidversuchs, einschließlich des Krankenhauspersonal dem sie sich anvertraute. (Angeblich hat der Verdächtige einer jungen Frau Tipps zum besseren Selbstmord gegeben)

9) Beauftragung eines britischen Experten, mit ähnlichen Untersuchungen vertraut, zur Beratung.

10) Entwicklung einer Presse Strategie

11) Durchführung einer Notfallkonferenz mit den Krankenhausbehörden und Stellen einer Anfrage dass Krankenpflegerin J.G. dabei behilflich ist.

12) Einrichtung eines HOLMES Krisenraumes.

13) Fordern Sie die Aufzeichnungen über Medikamentenvergabe im Corbiere Ward an.

14) Bitten Sie Basingstoke CID Untersuchungen zu M's Aktivitäten durchzuführen zu der Zeit während er dort tätig war.

15) Identifizieren Sie alle Freunde in Jersey der Krankenschwester A und befragen Sie sie.

16) Zeichnen Sie eine mögliche "Sterbe Erklärung" von Schwester A auf.

In wieweit diese Empfehlunge in die Tat umgesetzt wurden, ist unklar. Klar ist jedenfalls, dass der Beschuldigte weiterhin auf Jersey lebt und wohl noch immer im Pflegebereich tätig ist.

http://stuartsyvret.blogspot.com/

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen