Sonntag, 1. August 2010

Wikileaks

Aus aktuellem Anlass und um meine volle Unterstützung der Plattform Wikileaks, seiner Prinzipien und seiner Mitarbeiter, stellvertretend dafür Gründer Julian Assange, zu zeigen, hier ein Dokument zum Fall Madeleine McCann, das ausser auf o.g. Plattform, nicht im Web zu finden ist:

Legal threat to gerrymccannsblogs.co.uk and portuguese injunction in Madeleine McCann case






Interessant hierbei ist, dass eine hochkarätige Anwaltskanzlei einem Serviceprovider mit Verleumdungsklage bzgl. des Hostings von Pamalams Seite droht, obwohl das beigefügte Urteil des portugiesischen Gerichts ausdrücklich die Verbreitung von Teilen des Buches und des Videos von Goncalo Amaral den BEKLAGTEN verbietet, und keinem anderen Menschen auf dieser weiten Welt. Das könnte es auch garnicht, denn noch gilt nationales Recht nur für das jeweilige Land. Carter-Ruck müsste im Land des Hosters (und in jedem weiteren Land in dem jemand Teile des Buches und des Videos veröffentlicht) einen Prozess anstrengen um das Material evtl. sperren zu lassen.

In der beigefügten Zusammenfassung des portugiesischen Gerichts zum Urteil der einstweiligen Verfügung steht ganz klar, dass die McCanns das Verbot über den Fall zu sprechen und die Entführung anzuzweifeln ursprünglich für JEDEN geltend machen wollten.

An Hand dieses Beispiels zeigt sich, dass vereinzelte Einschüchterungsversuche zwar vielleicht bei Amazon Erfolg haben, aber sicher nicht bei amerikanischen Providern oder couragierten Einzelpersonen. Mehr als für einen Drohbrief ohne Rechtsgrundlage hat der "Fund" wohl auch kein Geld, denn Pamalam wurde nach der Absage des Providers an Carter-Ruck scheinbar nicht mehr belästigt.

Übrigens: Wer mit seinem persönlichen Blog versucht die öffentliche Meinung zu steuern, darf sich nicht wundern, wenn dieses auch gegen ihn verwendet wird, selbst wenn man versucht alle Beweise zu vernichten. Das Internet vergisst nicht.

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