Sonntag, 10. April 2011

Noch mehr Logik?


Deutsch/English

Ich vermute, dass dieser Blogeintrag meiner Theorie gewidmet ist:

http://www.slippingthroughmyfingers.com/2011/04/05/logic/


Im Wesentlichen besagt er, dass wenn man nicht an den Tod am 3. Mai glaubt, dann diskreditiere man gleichzeitig "logischerweise" Amaral und die gesamte polizeiliche Untersuchung. Bis jetzt die einzige - schlecht konstruierte - Antwort auf meine Theorie von aussen.


Natürlich wird trotz des anspruchsvollen Titels nicht auf all die logischen Schritte eingegangen, die mich zu meiner Theorie führten, sondern es wird nur eine "logische" Konsequenz gezogen, die oben erwähnte. Die natürlich nicht logisch ist.


Die PJ hatten in den Anfängen der Untersuchung keinen Grund an den Präsenzlisten und an Catrionas Aussage zu zweifeln. Die Listen waren genau untersucht und alle Nannys befragt worden. Es gab zu diesem Zeitpunkt keinerlei Beweise, dass eine Gruppe von acht Personen an einer Vertuschung beteiligt waren und niemand konnte die Gedanken einer unsicheren Nanny lesen, der von Mark Warner gesagt wurde, was sie zu Protokoll geben sollte und die von der Verzweiflung der Eltern überwältigt war, die ihre Tochter verloren hatten und deren Unterschriften sich in den Listen befanden.


Dann wurden die Nannys dem direkten Zugriff durch die PJ entzogen und ein Status Quo wurde geschaffen, der den grundlegenden Fakten eine lange Zeit entsprach. Hier trifft die PJ keinerlei Schuld. Warum sollten sie alle Eltern der anderen Kinder befragen, wenn die Nanny und die Gruppe der acht Freunde die Zeitschiene am Donnerstag bestätigten und die Präsenzlisten sich ebenfalls so lasen? Dennoch ließ diese Untersuchung merkwürdigerweise die letzte überzeugende Theorie vermissen, die das Wie und Wann erklärten und führte zu endlosen Spekulationen auf den verschiedenen Foren.


Die Veröffentlichung der Rogatory Interviews bescherte uns dann - lange nachdem Amaral den Dienst quittiert hatte - fehlende Teile des Puzzles. Einer Lüge Detail hinzuzufügen macht sie offensichtlicher, zu viel Detail kann der Ruin eines Lügners sein. Das Gedächtnis einer Nanny, die sich zuvor nicht daran erinnern konnte mit vielen Kindern sie am Tag von Madeleine's Verschwinden zum Strand ging, hatte sich wunderbarerweise so weit verbessert, dass sie sich nun - nach drei früheren Befragungen durch die PJ - daran erinnerte, dass Madeleine ängstlich gewesen sei und auf ihrem Schoß geweint habe, während einer Bootsfahrt, die so wie sie sie beschrieben hatte, nie stattgefunden haben kann.


Erst als wir, ein Jahr später, zusätzlich Information in den Rogatories über ein Kind fanden, dass einen Wutanfall am Mittwoch Abend hatte, als wir über die beharrlich beibehaltene Behauptung lasen, dass das Kindertennis am Donnerstag Morgen stattgefunden habe, als wir die 34 Änderungen an Russel O'Briens erster Aussage entzifferten, als wir die geänderte Aussage eines Kellners in der Tapas Bar analysierten, erst dann wurde es offensichtlich, dass ein Tod vor dem 3. Mai ein Szenario sein konnte, dass allen Merkwürdigkeiten Rechnung trug, die vorher unerklärt geblieben waren: dem alten Foto, den Änderungen in der Routine, dem Besuch des Paraiso, dem ungemachten und dem unberührten Bett, dem umgestellten Reisebett und vielem mehr, dass mit einem Tod am 3. Mai nur unzureichend erklärt werden konnte.


Die ursprüngliche Polizeiuntersuchung mit Goncalo Amaral hatte nie die Chance bekommen, die diese Rogatories beinhalteten. Zu Paulo Rebelo... es scheint logisch, dass ich ihn nicht unterstütze.

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I guess this piece of blogging is dedicated to my theory:


http://www.slippingthroughmyfingers.com/2011/04/05/logic/


Its essence is that if you don't believe in a death on the 3rd May then you are "logically" discrediting Amaral and the whole investigation. So far the only - badly constructed - response I had from outside.


Of course it does not reference all the logical steps that led me to arrive at this theory despite the blogentry's presumptuous title, but only draws the one "logical" consequence mentioned above. Which is of course not logical.


The PJ had no reason to disbelieve the creche records and Catriona's statement in the early stages of the investigation. The records were diligently examined and all nannies were interviewed. There was no evidence that a group of 8 people were involved in a cover-up at that time and nobody could look into the mind of an insecure nanny who got told what to say by Mark-Warner and was appalled by the anguish of parents who had lost their daughter and whose signatures were on the sheets.


Then the nannies got withdrawn from the immediate access of the PJ and a Status Quo was established that did fit the basic facts for a long time. The PJ could not be blamed. Why should they interrogate all parents of those children that went to the creche when the nanny and the Tapas 8 confirmed the Thursday timeline and the records read accordingly. But the investigation strangely lacked the final convincing theory of how and when and led to endless speculations on the various boards.


The release of the rogatory interviews then - a long time after Amaral had quit the Service - supplied us with the missing pieces of the puzzle. Adding detail to an inconstistency makes them more obvious, too much detail can be the downfall of a fantasist. The memory of a nanny who could not remember with how many children she went to the beach on the day Madeleine disappeared had miraculously enhanced to recall now - after having been interviewed by the PJ three times before - that Madeleine had been scared and cried on her lap during a boat trip that could not have happened in the way she had described it.


Only when, one year later, we found additional information in the rogatories about a child throwing a tantrum on Wednesday evening, when we read about the insistence on the children's tennis on Thursday morning, when we deciphered Russell O'Brien's 34 amendments to his first interview, when we analysed the changed statement of the waiter at the Tapas bar, it became obvious that death prior to May 3rd could be a scenario that would incorporate all the oddities that were still unexplained before: the old photo, the change of routine, the Paraiso visit, the unmade and the untouched bed, the moved cot and much more that could not be sufficiently explained with a death on May 3rd.


The original investigation with Goncalo Amaral never became the chance that these rogatories provided. As to Paulo Rebelo... it seems logical that I don't support him.

Kommentare:

  1. Hast Du wieder Klasse gemacht liebe Johanna :-)
    Ich bin jetzt mal Deinem eingestellten Link gefolgt.
    Da hat sich aber ein Schreibfehler eingeschlichen...

    "But the thing that amazes me is this simple fact; If by chance Madeleine McCann did die before 5.30pm on Thursday 5th May 2007 then it brings into question the entire investigation into her disappearance and credibility of the Co-ordinator in the case Goncalo Amaral."

    Das geht mal mal gar nicht.

    LG
    Caro

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  2. ja Caro, du hast recht, aber wer wird denn so kleinlich sein wenn es gilt den 2. Mai zu diskreditieren...

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