Freitag, 13. Mai 2011

Kehrtwende

Deutsch/English

Die Druckerschwärze war noch nicht getrocknet, als bereits am gleichen Tag der Veröffentlichung des 384-Seiten starken Schuldabwälzers Scotland Yard den Fall "übernommen" hatte. Kein Wunder, dass man sich fragt was dieses blitzschnelle Einknicken des Premierministers verursacht hat. CEOP hatte schliesslich schon vor Monaten eine Überprüfung gefordert.

Neben allen möglichen anderen Erklärungen für das Wunder der Kehrtwende, kam mir der Gedanke, dass womöglich Details des Buches dies hätten bewirken können. Wer monatelang Gerry McCann's Blog gelesen hat, der kann nicht umhin sich zu fragen ob nicht auch das Buch ein Werk mit doppeltem Boden ist.

Bezüge zur Pädophilie gipfeln in einem Satz auf Seite 119, der sogar der SUN zu krass schien und umformuliert wurde.

Dahinter versteckt wird zum ersten Mal erwähnt, dass es in Praia da Luz eine Villa gibt, deren (Mit)Besitzer Clement Freud ist, der kürzlich verstorbene Vater des mächtigsten PR Gurus der Insel, der wiederum der Arbeitgeber unseres geschätzten Clarence ist. Dieser PR Guru ist zu allem Überfluss auch noch der Schwiegersohn von Rupert Murdoch. Zufälle gibts....

Katie schreibt lt. Daily Mail, dass der alte Herr sie im Juli zum Mittagessen eingeladen hatte und das "Eis brach" mit einem Strawberry Wodka. Nette Geste, zumindest hatte er einen Kühlschrank.

Hauptbesitzer der Hütte ist ein Philip Wright, der ein Bau- und Installationsgeschäft für Doppelglasfenster besitzt und regional und politisch mit Clement Freud bekannt war. Er kommt ursprünglich aus Ely, etwa 8 Kilometer von Soham entfernt. Sein Bruder Andrew ist dort im Stadtrat und kannte Clement Freud noch aus dessen Zeit als MP in diesem Wahlkreis.

Diese Nummer wurde von Gerry's Handy 4mal angerufen, 2mal im Juli und 2mal im September. Das erste Mal am 3. Juli um 21:19. Man weiss ja, dass das Mittagessen im Süden immer viel später erfolgt.


Eigentlich sollten uns die gesellschaftlichen Verpflichtungen von Eltern die auf der Suche nach ihrer Tochter sind, nicht weiter kümmern, wäre es nicht wichtig zu wissen, seit wann diese Bekanntschaft bestand, denn die Lage dieses Anwesens auf dem Hügel oberhalb von Praia da Luz - direkt an der Joggingstrecke der McCanns - ist unweit der Stelle, die George Brooks am frühen Morgen des 4. Mai mit seinem Auto passiert um zur Pizzeria Real zu kommen. Auf seinem Weg sah er ein Ehepaar, das ein Kind auf dem Arm trug und im Scheinwerferlicht in eine Seitenstrasse bog. Dumm nur, dass ausgerechnet seine erste Aussage nicht in den Akten ist. Sie würde helfen, die genaue Lokation bestätigen zu können.


Wahrscheinlich alles völlig harmlos aber die Zufälle dieses Falles scheinen unendlich...

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The printer's ink had hardly dried when Scotland Yard had "taken over" the case on the same day of the release of the 384 page strong blamefeast. So it is not surprising that one questions the reason for this U-Turn with lightning speed by the Primeminister. After all CEOP had already asked for a "review" months ago.

Among the various explanations by the media I started to ask myself if possibly details of the book were responsible for this miracle of a turnaround. After having read Gerry McCann's blog month after month, one is prone to speculating if the book as well could be a work of double entendre.

References to paedophilia peak in a sentence on page 119, too crass even for the SUN - they rephrased it.

Hidden behind this we have for the first time the mention of a villa in Praia da Luz whose (Co)owner is Clement Freud, the recently deceased father of the most powerful PR guru in the UK, who himself is the employer of our cherished Clarence. To make matters worse this PR guru is also the son-in-law of Rupert Murdoch. What a coincidence...

According to the Daily Mail Kate writes, that the old man invited them for lunch in July and he "broke the ice" with a strawberry vodka. Nice gesture, at least he had a fridge.

The main owner of the hut is a Philip Wright who owns a doubleglazing installation business and who was friends with Clement Freud through regional and political connections. He orginiates from Ely, roughly 5 miles from Soham. His brother Andrew is a councillor there and knew Clement Freud from his time as an MP in this constituency.

His number was called by Gerry McCann's mobile 4 times, twice in Juli and twice in September. The first time on July 3rd at 21:19. We all know that lunch is taken very late in the South.

Now normally the social gatherings of the parents of a missing child should be of no concern to us but it seems important to know since when this acquaintance existed because the position of this property on the hill above Praia da Luz - right at the joggingroute of the McCanns - is not far from the point where George Brooks passed by in his car early in the morning of May 4th while on his way to Pizzeria Real. On his route he encountered a couple carrying a child that scuppered into the next sideroad when caught in his headlights. Annoyingly his first statement is missing from the files. It would help to confirm the exact location.

Most probably totally innocent but the coincidences in this case seem to be infinite.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Rosa Alarm (translated)

Deutsch/English

Immer wenn Nachrichten von oder über Clarence Mitchell die Medien erreichen, läuten bei mir die Alarmglocken. Nichts ist wie es scheint bei ihm und die Kunst liegt im Dechiffrieren der Botschaft, die hinter mehreren Lagen mehr oder wenig kunstvoller Verwirrungen liegt.

Als daher die Nachricht über die BBC gestreut wurde, er wäre möglicherweise ein Opfer böswilliger Reporter, die sein Handy und seine Voicemail versucht hätten zu hacken, war mir eigentlich klar, dass es hier um etwas ganz anderes ging und der momentane Medienhype um den Abhörskandal der News of the World genutzt wurde, um etwas ganz anderes zu verpacken.

Angeblich kam die Initiative vom gelegentlich für die BBC arbeitenden Jon Manel, der, nachdem er im September letzten Jahres "Gerüchte" über einen möglichen Telefonhack bei Mitchell aus ungenannter Quelle erfahren haben will, denselben sofort angerufen hat. Mitchell recherchierte bei seinem Telefonprovider Vodafone, der ihm einen 36-seitigen Bericht seines Servicecenters vorlegte. Darin entdeckte Mitchell u.a. folgenden Vorfall:
The first ones were on the 29th of February, 2008. The operator lists it saying a gentleman had called wishing to check the phone as he gets calls each night from the number and wanting information and is, quotes, “a witness on the CID trial for McCanns”. Well that doesn’t make sense. It certainly wasn’t me that made that call. I would never use that phraseology and there is, there was no such thing as a CID trial for the McCanns. Its ridiculous. That appears to me to be a blatant attempt to get information about whose number it was and what was happening. Thankfully the operator didn’t give him any.
Ich schließe daraus: Ein Mann rief am 29.2.08 beim Vodafone Service an und beschwerte sich darüber, dass ihn jede Nacht Mitchell's Handy anruft und von ihm Informationen verlangt. Ob sich jetzt der Beschwerdeführer als Zeuge im Kriminalfall McCann ausgab oder der störende Anrufer ist hier nicht ganz klar, macht aber im ersteren Fall eindeutig mehr Sinn.

Was bitteschön sollte ein Reporter damit erreichen sich über Mitchell's Telefonnummer zu beschweren ausser an den Namen des Besitzers zu kommen? Dafür würde es aber ausreichen die Nummer einfach zu wählen oder? Von einem Hackerattempt kann hier sicher nicht gesprochen werden.

Wenn es aber kein Reporter und kein Hack war, was war es dann? Vielleicht einfach mal zur Abwechslung die Wahrheit? Nämlich jemand, der sich beschwerte weil er Nachts immer von dieser Nummer belästigt wurde? Und der vielleicht sogar ein Zeuge im Fall McCann war? Welch Frevel! Um möglichen Vermutungen in dieser Richtung gleich den Riegel vorzuschieben und die bösen Reporter zu beschuldigen, könnte Herr Mitchell vielleicht seine Haus und Hof Station, den BBC bemüht haben? Wenn man schon solch tolle Beziehungen hat...

Was uns zur nächsten rein hypothethischen Frage bringt, wer war der Zeuge, der dort nächtens aus dem Schlaf gerissen wurde, von jemand der Clarence Mitchell's Handy entführt hatte? Vielleicht einer der Zeugen, die nach dem o.a. Datum von der britischen Polizei im Auftrag der PJ noch einmal ausführlich befragt werden sollten? Die Fragen und Personen waren ja definiert worden im Rogatory Request der zu dem genannten Zeitpunkt mitlerweile in England angekommen war. Sollte es da ein Leck gegeben haben? Dass, Gott behüte, die Arguidos etwa den Inhalt auf verschlungenen Wegen mitgeteilt bekamen? Nein das kann ich nicht glauben.

Interessant und völlig nicht im Zusammenhang mit dem o.g. ist, dass der einzige Zeuge, der in diesen Dokumenten mit einer Telefonnummer versehen ist, der Kellner ist, der vom Daily Express als "auf der Flucht" bezeichnet wurde. Der Zeuge, der ursprünglich Gerry's Alibi für den Zeitpunkt der Smith Sichtung nicht bestätigte und einen viel späteren Zeitpunkt für den Aufbruch der Gruppe vom Tisch angab und den um mehr als eine Stunde nach vorne schob bei seiner Vernehmung durch die Engländer. Damit hatte Gerry sein Alibi zumal ihn der Kellner nun plötzlich in Persona den Pool absuchend gesehen hatte. Der Oberstaatsanwalt konnte daraufhin den Fall zu den Akten legen...

Ich bemühe nun Jenifer Murat, die Mutter von Robert Murat, die lt. dem Express folgendes behauptete:

The mother of expat British estate agent Robert Murat 'the only other suspect in the case' has accused investigators of bribing witnesses into changing their stories.

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Pink Alarm


As soon as I see that the media are reporting about Clarence Mitchell alarmbells start ringing. With him nothing is what it seems and you have to be conversant in the art to decode the message that hides behind the various layers of more or less well elaborated confusions.

When therefore the News was spread via the BBC that he might have possibly been a victim of nasty reporters having tried to hack his mobile and voicemail it was in fact obvious that this was about something completely different and the current media hype around the NOTW hacking scandal was used to wrap up a different story.

Jon Manel, a part time reporter for the BBC informed Clarence Mitchell immediately when he heard about "rumours" about about a possible phone hack from an unnamed source.. Mitchell then researched this rumour with his provider Vodafone who gave him a 36 paged report of its service center. Inside Mitchell found the following incident:

The first ones were on the 29th of February, 2008. The operator lists it saying a gentleman had called wishing to check the phone as he gets calls each night from the number and wanting information and is, quotes, “a witness on the CID trial for McCanns”. Well that doesn’t make sense. It certainly wasn’t me that made that call. I would never use that phraseology and there is, there was no such thing as a CID trial for the McCanns. Its ridiculous. That appears to me to be a blatant attempt to get information about whose number it was and what was happening. Thankfully the operator didn’t give him any.
I conclude: A man called Vodafone Service on 29th Feb 2008 and complained that Mitchell's mobile called him every night and asked for information. Whether the complaintant or the alleged caller claimed to be a witness in the criminal case against the McCanns is not clear but makes much more sense in the former case.

What on earth would a reporter hope to achieve if he complained about Mitchell's phone except to gain the name of the caller? But that he would know in the first place anyway or could be achieved by just dialling that number. This definately is no hacking attempt.

But if it was no reporter and no hack, what was it? Possibly simply the truth for a change? Somebody who complained to Vodafone because he was harrassed by this number? And who was possibly a witness in the case? Blasphemy! To preempt possible speculation when talking to Scotland Yard this story might have been launched with Mitchell's good friends from the BBC. Why not use your connections for yourself once in a while?

Which leads us to the next purely hypothetical question of who was the witness who was deprived of his night's sleep by somebody who had boldly abducted Mitchell's mobile? Possibly one of the witnesses that were supposed to be questioned after above mentioned date by the Leicestershire Police on behalf of the portuguese PJ?

Montag, 9. Mai 2011

If you are in a hole, stop digging...


Das Buch ist noch nicht draußen, aber man weiß bereits mehr als man jemals hören wollte. Biologische Prozesse der Fortpflanzung, Rundumschläge gegen jeden, der jemals Kritik an ihnen übte, jede Menge Zerstörungswut durch die ach so reizende Mutter und natürlich das, was wir erwartet hatten, die Wahrheit. Nicht die erste Version, oder die zweite Version. Nein auch nicht die dritte Version. Die befinden sich in den Akten und den Medien. Nein nun haben wir die ultimative Wahrheit. Schwarz auf Weiß, unveränderbar. OK man könnte noch zur Not den Lektor verklagen wenns hart auf hart kommt, ansonsten hilft jetzt nur noch auf geistige Umnachtung plädieren wenn mal wieder jemand unumstößlich auch diese Wahrheit in Stücke reißt.

Ein paar der ultimativen Wahrheiten (nur die allerwichtigsten, sonst gehts mir noch wie den Betreibern des Guttiplags) hier zum Erfreuen:

  • Kate erwähnt explizit 22:10 Uhr als die Zeit zu der Gerry nach dem Alarm zurück ins Apartment gekommen sei. Vorher soll er, und das ist neu, sich mit den anderen 3 Männern in zwei Gruppen aufgeteilt und nach dem Kind gesucht haben. Dies dient natürlich dazu, die Begegnung mit der Familie Smith unmöglich zu machen, da ja David als sein Suchpartner immer bei ihm war. Dummerweise wird das nicht von den Akten bestätigt. Russell sagt, er hätte zusammen mit David und Matt gesucht und "möglicherweise" Gerry. Matt spricht nicht von zwei Gruppen und David sagte aus er hätte erst alleine gesucht und dann Matt und Russell getroffen. ups...

  • Kate rächt sich posthum an der kürzlich verstorbenen Mrs. Fenn, die der Polizei erzählte, sie hätte Madeleine am Dienstag 75 Minuten lang schreien hören. Kate ehrt ihr Andenken damit, dass sie erzählt Mrs. Fenn hätte mit affektierter Stimme gefragt was denn der ganze Lärm solle und hätte, nachdem ihr die Situation geschildert nur gesagt: "Ah so" als hätte man ihr gerade erzählt, dass eine Dose Bohnen vom Küchenregal gefallen sei. In den Akten erzählt Mrs. Fenn jedoch dass sie mit Gerry gesprochen habe und ihr Telefon angeboten habe.

  • Kate übt sich in wissenschaftlichen Erklärungen für das niedere Volk und erklärt bestimmt, dass Leichengeruch sich maximal 30 Tage halten kann wenn die Quelle des Geruchs nicht mehr vorhanden ist. Es ist allerdings eindeutig erwiesen, dass sich dieser Geruch in geschlossenen Räumen mindestens ein Jahr halten kann. Ausserdem hätte Eddie ja dann gar nicht anschlagen dürfen. Logik, Kate, Logik...

  • Kate macht eine weitere Person verantwortlich für die Entführung, die Rezeptionistin, die ihre Buchung fürs Abendessen entgegennahm. Sie behauptet, die Frau, die sich über das Alleinlassen der Kinder wunderte, hätte eine Notiz in das Buchungsregister geschrieben, dass die Kinder alleine wären und es dann offen herumliegen lassen, so dass der Entführer es möglicherweise hätte lesen können. Dies ist eindeutig eine Lüge, es existiert keine Notiz im Buch. Die leicht reizbare Mutter ärgerte sich wohl über die Aussage der Frau und vor allem darüber, dass diese steif und fest behauptete, Russell mit Madeleine zusammen die Buchung vornehmen gesehen. Da hätte man ja schnell auf die Idee kommen können, dass Ella, die Tochter Russell's Madeleine zum Verwechseln ähnlich sah und evtl. am Donnerstag am Abendessen der Kinder teilnahm...
Am Donnerstag werde ich zum Wohle meiner Leserschaft meine Abscheu überwinden und das selbstzerstörerische Machwerk noch genauer unter die Lupe nehmen. Selbstverständlich ohne einen Pfennig in den Topf zur Bezahlung der Privatcontektive zu zahlen. Versprochen.

Sonntag, 8. Mai 2011

Kindermörder zum Selberbasteln

Deutsch/English

Heute brachte der Express eine neue Verzweiflungstat in der Suche nach einem geeigneten Sündenbock im Fall Madeleine. Martin N., der geständige Mörder von drei kleinen JUNGEN muss nun als PR Gag dem Absatz des Buches von Kate McCann dienen. Dumm nur, dass er selbst mit Hilfe eines manipulierten Phantombildes im Focus steht, auch wenn er wohl im Dunkel des Apartments den kleinen Bruder von Madeleine übersehen und sich statt dessen versehentlich ein kleines Mädchen gegriffen hat...

Sicher wird sich niemand groß für einen Kindermörder einsetzen, aber ist das ein Grund der Vertuschungstaktik der McCanns nicht entschieden entgegen zu treten?

Der Versuch, das Original Phantombild der Portugiesischen Polizei, das einen Mann zeigt, der eine Woche bevor Madeleine überhaupt in Portugal war, für irgendeine Charity versuchte Geld zu sammeln, durch Photoshop Manipulationen der Kopfbreite, der Haare und Nase, dem Kindermörder Martin N. anzunähern ist meiner Meinung nach kriminell und sollte als solches auch angeprangert werden.

Man nehme eins der polizeilichen Fahndungsphotos



Ändere es mit Photoshop



Et voilá hat man wieder einen möglichen Täter, der von den eigentlichen ablenkt




Gar nicht schwer

In irgendeinem Gesetzbuch muss es doch einen Paragraphen geben, der es unter Strafe stellt, ein offizielles Phantombild zu verändern damit es auf jemand anderen passt um sich selbst zu entlasten.

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Today the Express published a new act of desperation in the search for a scapegoat in the case of Madeleine. Martin N., the killer who confessed the murder of three BOYS, now has to serve as a PR gimmick to further the sales of the book by Kate McCann. Too bad that he himself is now in the focus with the help of a manipulated photofit, even though he probably overlooked in the darkness of the apartment the little brother of Madeleine and instead resorted to accidentally abducticating a little girl ...

Certainly no one will campaign on the behalf of a child killer, but this does not mean one should not stand firmly against the cover-up tactics of the McCanns and their associates.

The attempt to change an original photofit by the Portuguese police, which shows a man who tried to raise money for a charity a week before Madeleine was holidaying in Portugal, through Photoshop manipulations of the head width, hair and nose, to resemble the child murderer Martin N. in my opinion is criminal and as such should also be denounced.

There must certainly be some Law that prohibits under punishment the alteration of an official photofit to fit somebody else in order to exonerate oneself.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Timeline

Deutsch/English

Während ich meine Theorie zum Tod der Madeleine McCann bereits erläutert habe, fehlt noch eine genauere Auseinandersetzung mit den Abläufen des Abends an dem sie angeblich verschwunden ist. Nach 4 Jahren ist hier meine Version der Ereignisse während des Abendessens am 3. Mai - eine rein hypothetische Theorie basierend auf den Aussagen aus den Akten:

Während des Tages war ein Plan erarbeitet worden. Die Entführung sollte zu einem Zeitpunkt stattfinden, an dem alle Freunde zum einzigen Zeitpunkt des Tages beisammen waren. Dem Abendessen. Dianne Webster, als die einzige Uneingeweihte, sollte dies der Polizei gegenüber bestätigen können.

Geplant war die Verbringung der Leiche aus dem Apartment für 21:00 Uhr, ein Zeitpunkt, an dem Eltern, die im Tapas Restaurant speisten für gewöhnlich ihre Kinder aus dem Kinderclub wieder abholten, oft schlafend auf dem Arm getragen. Gerry hatte dies am Abend vorher live bei den Eltern vom Nachbartisch erlebt und es erschien ihm eine gute Tarnung zu sein wenn er Madeleine auf dem Arm forttrug. Die Entführung war für den Zeitraum zwischen 21:30 und 22:00 Uhr geplant,während alle zusammen am Tisch saßen; Matthew Oldfield's angeblicher Check um 21:30 sollte bestätigen, dass zu diesem Zeitpunkt noch alles in Ordnung war.

Um 21:00 Uhr waren fast alle Freunde im Restaurant versammelt. Matthew, den Dianne Webster nicht mit Sicherheit am Tisch gesehen hatte, überprüfte zu dieser Zeit die normalerweise menschenleeren Straßen und Wege um den Apartmentblock herum und kam um kurz nach 21:00 Uhr mit der Nachricht wieder zum Tisch, dass die Luft rein sei. Aus diesem Grund stand Gerry sofort auf um angeblich erneut eine Überprüfung der Kinder durchzuführen. Ein unsinniges Unterfangen würde es der Wahrheit entsprechen. In Wirklichkeit wollte er jetzt den Leichnam zu einem vorher definierten Ort bringen, der in max. 30 Minuten zu erreichen war inklusive Rückweg. Als er sich im Gärtchen hinter dem Haus befand, bemerkte er Jeremy Wilkins die Straße hinaufkommen mit seinem Sohn im Buggy. Matt hatte ihn vorher übersehen, da Jeremy die Blocks umrundete beim Versuch seinen Sohn zum Einschlafen zu bewegen.

Gerry musste seine Exkursion abbrechen, legte Maddie kurzfristig im Blumenbeet, in dem später Leichengeruch gefunden wurde, unter der Veranda ab und trat vor das Gartentürchen um mit Jeremy unverfänglich zu plaudern und ihn abzulenken. Als Jeremy weiterzog ging Gerry erst einmal zurück zum Tisch im Restaurant.

Nun musste Russell O'Brien Schmiere stehen und die Straßen nach Passanten absuchen, dabei wurde langsam die Zeit knapp. Nach Beendigung des Essens würde Dianne Webster wie an den Abenden vorher als Erste ins Apartment gehen und stünde nicht mehr als Zeugin zur Verfügung. Daher blieb nichts anderes übrig als den Zeitplan für eine Entführung zwischen 21:30 und 22:00 Uhr einzuhalten und die Leiche NACH Kate's gespielter Entdeckung wegzubringen, deren Auslöser Russells Rückkehr war. Am Zeitplan würde sich nichts ändern, die "Entführung" wäre nach wie vor offiziell zwischen 21:30 und 22:00 Uhr erfolgt und Gerry hätte bis zur Entdeckung durch Kate brav am Tisch gesessen. Einzig Dianne musste daran gehindert werden, mit den anderen zum Apartment zu stürmen und Gerry dabei zu sehen wie er mit Maddie Richtung Meer verschwand. Daher gab Diannes Tochter ihr den Auftrag am Tisch zu bleiben falls Maddie dort auftauchen sollte. Das Ganze spielte sich kurz vor 22:00 Uhr ab und Gerry lief mit Maddie auf dem Arm direkt in die Gruppe der Familie Smith.

Nun änderte sich die Situation radikal. Gerry hatte kein Alibi mehr für die Zeit der Begegnung mit der Familie. Jane Tanner, panisch vor Angst wegen Verletzung der Aufsichtspflicht in Portugal belangt zu werden, willigte ein, die Geschichte vom Entführer zu erzählen, der exakt zum Zeitpunkt die Straße überquerte, als sich der einzige unabhängige Zeuge mit Gerry im Gespräch befand. Der Mensch, der den Plan zum ersten Mal durchkreuzte, musste nun einem Alibi als Zeuge dienen.

Die Anspannung, die sich durch die Änderung des Plans ergab, zeigt sich deutlich in der ersten Befragung Gerry's, als er noch den ursprünglich geplanten Ablauf erzählte, nämlich dass Matthew angeblich geschlossene Jalousien bei seinem Check um 21:30 bemerkt hatte, obwohl nach neuem Plan die Entführung da schon passiert sein musste. Eine Änderung der Aussage erfolgte am 10. Mai....

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While my theory on the death of Madeleine McCann has already been explained, a more detailed discussion about the processes of the evening on which she supposedly disappeared is still missing. After 4 years here is my version of the events during the dinner on 3 May - a purely hypothetical theory based on the statements contained in the files:

During the day, a plan had been hatched. The kidnapping was to take place at the only time during the day when all friends would be together. At the dinner. Dianne Webster, as the only uninitiated witness, was supposed to confirm this to the police.

The plan was to remove the body from the apartment at 21:00, a time when parents, who dined at the tapas restaurant usually picked up their children from the children's club, often carrying them sleeping in their arms. Gerry had witnessed it live the night before with the parents at the next table and it would be a good disguise for him carrying Madeleine in the open. The kidnapping was planned for the period between 21:30 and 22:00, Matthew Oldfield's alleged check at 21:30 should confirm that at that time everything was still fine.

At 21:00 almost all the friends were gathered in the restaurant. Matthew, of whom Dianne Webster was not sure to have seen him there, was in the process of checking the usually deserted streets and roads around the apartment block and returned shortly after 21:00 back to the table with the message that all was clear. Therefore Gerry immediately stood up to allegedly perform another check on the children. A meaningless endeavor, if it had been true. In fact, he was now going to bring the body to a pre-defined location, reachable within 30 minutes maximum including the return trip. When he was in the garden behind the house, he noticed Jeremy Wilkins coming up the street with his son in a buggy. Matt had not seen him before as Jeremy had been circling the block while trying to persuade his son to sleep.

Gerry had to cancel his trip and layed Maddie quickly down in a flower bed under the porch where later on cadaver odour was found. Gerry stepped out of the garden gate to chat with Jeremy and to distract him. When Jeremy moved on Gerry went back to the table in the restaurant.

Now, it was Russell O'Brien's turn to search the streets for pedestrians but it was getting late. After the end of the meal Dianne Webster would be the first to go into her apartment like the evenings before and would not be available as a witness any longer. Therefore they decided to keep to the schedule of an abduction between 21:30 and 22:00 but to dispose of the body AFTER Kate's enacted discovery that was triggered by Russell's return. The schedule would not change, the "kidnapping" would still have happened between 21:30 and 22:00 with Gerry at the table during that time. Only Dianne had to be prevented from storming with the others to the apartment and seeing Gerry as he disappeared with Maddie towards the sea. Therefore, Dianne's daughter gave her the order to stay at the table in case Maddie should appear there. The whole thing went ahead shortly before 22:00 and Gerry hurried with Maddie in his arms straight into the group of the Smith family.

Now the situation changed radically. Gerry had no alibi anymore for the time of the encounter with the family. Jane Tanner, in panic of being sued for neglect in Portugal agreed to tell the story of the hijacker who was crossing the street at exactly the time when the only independent witness was talking with Gerry. The man who thwarted the plan the first time, had now to serve as an alibi witness.

The tension that resulted from the change in plans shows clearly in the first police interview of Gerry when he erroneously told them details of the original plan, namely, that Matthew had noticed the blinds closed during his alleged check at 21:30, although under the new plan the abduction should already have happened at that time. A change in the statement was later made on 10 May
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Montag, 2. Mai 2011

Appell

Deutsch/English

Zum 4. Jahrestag des Todes von Madeleine McCann möchte ich an verschiedene Personen und Institutionen appellieren, nicht weitere vier Jahre verstreichen zu lassen, bevor es Gerechtigkeit für ein kleines Mädchen geben und die Wahrheit nicht länger mit Füßen getreten wird. Amerika zeigt uns im Fall des in Kürze startenden Prozesses um die getötete Caylee Anthony, dass es auch im Angesicht schwerer PR Geschütze und teurer Anwälte möglich ist, Gerechtigkeit für Kinder anzustreben, die oft genug ihren Eltern zum Selbstzweck dienen. Nicht umsonst haben auch in diesem Fall die unvergleichlichen Spezialisten mit der feuchten Schnauze den Durchbruch gebracht.

@ ein Kellner
Das Ändern einer Aussage zugunsten eines der Hauptverdächtigen, sei es unter Zwang oder gutem Zureden ist strafbar. Auch wenn es allen Beteiligten endlich die Möglichkeit gab die Akte zu schliessen, nach peinlich kurzer Zeit. Ein Caveat das besagt, man wäre sich nicht ganz sicher, ist kein Freispruch vom Vorwurf.

@ eine Nanny
Das Hinzufügen von erfundenen Begebenheiten zu einer ursprünglichen Aussage, um dieser mehr Überzeugungskraft zu verleihen ist strafbar. Unsicherheit ist es nicht, sollte aber deutlich gemacht werden und nicht unter Druck von mehreren Seiten verschwiegen werden.

@ LP
Nachfragen bei offensichtlichen Widersprüchen ist nicht nur erwünscht und erlaubt sondern zwingend. Technisches Gerät sollte überprüft werden. Änderungen kompletter Sachverhalte in entscheidenden Aussagen sollten zum Nachdenken anregen und nicht stumpf hingenommen werden. Kosenamenaustausch mit Verdächtigen ist zu unterlassen.

@ PR
Wer Dokumente vor ihrer Veröffentlichung aus den Akten entfernt, sollte es nicht so offensichtlich tun und nur den spannenden Teil weglassen mitten im Satz. Wer so tut als führe er eine Untersuchung weiter, sollte auch Spuren in den Akten hinterlassen. Ein einmaliges Fensterln für die Presse reicht meiner bescheidenen Meinung nach nicht aus.

@ Medien
Wer seiner Pflicht zu investigativem und neutralem Journalismus nicht nachkommt, obwohl mehr als 10.000 Aktenseiten zur Verfügung stehen und sich statt dessen von den Hauptverdächtigen Beweismanipulationen diktieren lässt (ja... David James...), macht sich nicht nur zu Komplizen eines Verbrechens sondern hat damit auch das eigene berufliche Todesurteil zementiert.

@ DW
Es ist nicht zu spät

@ T8
Es ist zu spät

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On the 4th anniversary of the death of Madeleine McCann I would like to issue an appeal at various persons and institutions to not let a further 4 years go by before justice for a little girl will happen and the truth no longer be abused. America shows us with the soon starting trial of the case of murdered Caylee Anthony that it is possible even in the face of heavy PR artillery and expensive lawyers to aim for justice for children that often only serve their parents' own sake. Not without a reason did the incomparable specialists with the wet nose bring the break-through in this case as well.

@ a Waiter
Changing a statement in favour of the main suspect be it under force or persuasion is punishable.
Even if it helped all parties concerned to finally close the files after an embarrassingly short time. A Caveat that one is not completely sure is no acquittal from the claim.

@ a Nanny
The adding of contrived happenings to a former statement in order to give it more persuasive power is punishable. Not so insecurity, but it would be made known and not covered-up under pressure of various sides.

@ LP
When facing obvious discrepancies further inquiries are not only desirable and legit but compulsive. Technical equipment should be checked. Changes of complex facts in crucial statements should be subject of contemplation noch lethargic acceptance. The exchange of pet names with suspects should be forborn.

@ PR
When removing documents prior to the publishing of the files, one should be less obvious omitting only the interesting part, leaving an unfinished sentence. Faking the continuantion of an investigation should result at least in some evidence in the files. A single PR act while climbing a window is in my humble opinion not sufficient.

@ Media
Those who don't fulfil their duty of investigative and neutral journalism although more than 10.000 file pages are available, but instead allow the main suspects to dictate them their manipulations of evidence (yes...David James..) are not only making themselves accomplices of a crime but also sign their own professional death warrant.

@ DW
It is not too late

@ T8
It is too late

Samstag, 30. April 2011

Theorie (Deutsch)

Der Versuch der Rekonstruktion eines möglichen Ablaufs, basierend auf den Fakten der Akten und Rogatory Interviews in einer Zusammenfassung der wichtigsten Blogeinträge:

Ein Urlaub im Frühjahr nach einem trostlosen Winter wird sicher mit den schönsten Vorstellungen befrachtet. Sonnenbaden, Strandgeschichten, laue Nächte mit Freunden und endlich Zeit für den Partner.

Was passiert, wenn die Realität so garnicht der Vorstellung und den dringenden Bedürfnissen entspricht? Wenn das Wetter kalt und bedeckt ist und nicht besser, sondern schlechter wird, mit Regen am 5. Tag? Wenn die täglichen Verpflichtungen mit 3 Kindern unter 4 Jahren nicht geteilt, sondern wie immer auf einen Partner entfallen, vor allem das abendliche Baden und das schwierige Zubettbringen der Kinder während der Partner jeden Abend am Tennis teilnimmt? Wenn dann noch der Ehemann die gutaussehende und -ausgestattete junge Angestellte an den gemeinsamen Tisch bittet und die Ehefrau ignoriert und sie aus Verzweiflung einer Freundin per SMS ihre Wut in vielfachen Nachrichten berichtet? Wenn das Kind, das am schwierigsten ist und die Nachbarn mit nächtlichem Geschrei nach dem geliebten Vater alarmiert, am Mittwoch einen Wutanfall auf dem Spielplatz hat und die Mutter es mal wieder alleine nach Hause bringen muss? Wenn dieses Kind an diesem Abend einfach nicht ins Bett will und nach seinem Daddy verlangt, der nach einer schnellen Dusche schon mal mit seinem Freund voraus geht zum Restaurant und seine Frau in ihrem Stress alleine lässt? Das Kind auf die Couch springt um nach dem Mann zu rufen, der unten mit seinem Freund scherzend, vorbei geht und der verantwortlich für die Misere der Frau ist?



Ich glaube, dass Madeleine McCann am Abend des 2. Mai kurz nach 20:45 Uhr starb. Nach einer katastrophalen Woche eskalierte die Situation am Mittwoch. M.M.n. hatte Madeleine auf dem Spielplatz und weiter im Apartment einen heftigen Tobsuchtsanfall, ein Zwischenfall, den Jane Tanner ihrer Tochter zuschrieb und der das erste Mal in ihrem Rogatory Interview erwähnt wurde. Das Geschrei brach lt. ihrer Aussage abrupt ab. M.M.n. starb Madeleine zu diesem Zeitpunkt durch die Folgen eines Schlags während sie auf der Couch stand und versuchte ihren Vater durch das Fenster zu sehen, der dort unterhalb mit seinem Freund Russell vorbeiging. Vermutlich schlug sie sich den Kopf entweder an der Fensterbank oder beim Herunterfallen von der Couch auf dem Boden auf.


Noch in der Nacht des 2. Mai wurde entschieden, den Tod zu vertuschen. Die Kinder brauchten eine Mutter, die Karrieren wären ruiniert, die unzureichende Überwachung, das nächtliche Geschrei, alles würde ans Licht kommen. Die wirkliche Todesursache wurde den Freunden möglicherweise gar nicht mitgeteilt, man sprach sicher von einem Unfall in Abwesenheit. Das würde die ganze Gruppe zu Mittätern machen, da alle die gleichen unzureichenden Vorkehrungen getroffen hatten und alle dieser Art der Kinderbetreuung zugestimmt hatten. Auch ihre Zukunft wäre ruiniert. Mit dieser Argumentation würde man die anderen Eltern unter Druck setzen können, die Vertuschung passiv zu unterstützen. Dianne Webster wurde allerdings nicht vertraut, sie wollte man nicht einweihen.

Eine mögliche Variante des weiteren Verlaufs des Abends könnte sein, dass Kate an diesem Abend des 2. Mai gar nicht zum Abendessen erschien. Um deren Abwesenheit zu verschleiern sagte Rachael später aus, sie wäre an diesem Abend krank gewesen und im Apartment geblieben. Für den Fall, dass sich ein Kellner die Personenzahl merkte und die Anzahl der Männer und Frauen am Tisch. Dass Rachael nicht die fehlende Person am Tisch war, geht allerdings aus der Aussage von Jane hervor, die behauptet, am Mittwoch Abend auch am Fenster der Oldfields gelauscht zu haben, ob deren Tochter schlief. Wäre Rachael wirklich im Apartment gewesen, wäre dies eine unsinnige Aktion gewesen. Um zu vermeiden, dass vielleicht jemand Gerry alleine nach Hause kommen sah, sagte Kate aus, sie sei 5 Minuten später als er angekommen.

Eine andere, noch perfidere Version der Ereignisse wäre allerdings, wenn Kate doch am Abendessen teilgenommen hätte und es bewusst, durch ihr verspätetes Heimkommen, Gerry überlassen hätte Madeleine hinter der Couch zu finden. Diese Version würde die Entwicklung von Leichengeruch hinter der Couch besser erklären und auch den Versprecher von Gerry im Interview mit einem spanischen Fernsehsender: "...die Nacht in der wir sie fanden."

In jedem Fall entschied man sich, den Tod nicht zu melden sondern am nächsten Abend eine Entführung vorzutäuschen. Die Leiche wurde deshalb während der Nacht und dem folgenden Tag im Kleiderschrank der Eltern untergebracht. Das Reisebett, das lt. Aussage der Putzfrau die ganze Woche im Elternschlafzimmer gestanden hatte und vermutlich einen der beiden Zwillige beherbergt hatte, wurde deshalb ins Kinderzimmer gestellt und Kate konnte es auch nicht über sich bringen, die Nacht in ihrem Bett zu verbringen und wich daher in das Bett im Kinderzimmer unter dem Fenster aus, das am Mittwoch morgen noch unbenutzt, am Donnerstag aber benutzt war.

Am Morgen des 3. Mai waren die McCanns nicht in der Lage zum Frühstück zu gehen. Sechs Angestellte des Millenium Restaurants sagten aus, dass sie bis dahin regelmäßig erschienen waren. Auch Dianne Webster gab an, sie am Mittwoch, dem einzigen Tag, an dem sie zum Frühstück ging, weil der Regen das Tennisspiel ausfielen ließ, dort gesehen zu haben. Die McCanns behaupteten allerdings in ihren Verhören, dass sie nur am ersten Morgen, dem Sonntag dort gefrühstückt hätten und danach nie wieder. Das Märchen des fehlenden Buggys, wegen dem sie den weiten Weg zum Restaurant nicht auf sich nehmen wollten, wurde über die Medien verbreitet um dies zu unterstreichen. Kostenloses Frühstück für 5 Personen wurde nicht wahrgenommen? Wer Gerry kennt kann das unmöglich glauben. Und die Aussagen von 7 Leuten stehen dagegen. Wäre herausgekommen, dass sie an allen Tagen im Restaurant waren nur am Donnerstagmorgen nicht, wäre die Polizei sicher aufmerksam geworden. Buggys - in der Mehrzahl - hatten sie übrigens lt. eigener Aussage für einen Ausflug zum Strand am Montag oder Dienstag ausreichend besessen.

Einen Eintrag im Kinderclub Register zu tätigen, ohne tatsächlich ein Kind abzuliefern, stelle ich mir nicht allzu schwierig vor. Gerry betrat zusammen mit einem Miturlauber um 9.10 Uhr den Kinderclub, unterzeichnete als keiner hinsah und verwickelte evtl. eine der anwesenden Nannies in ein Gespräch. Vielleicht fragte er eine Nanny, die nicht für Madeleine zuständig war, ob sie statt am Segeln teilzunehmen, am Tennis teilnehmen könne, weil ihnen das Segeln zu gefährlich erschien. Damit war dann der Mythos geboren, dass Madeleine am Donnerstag Morgen am Tennis teilnahm, obwohl sie bereits am Dienstag sich dort versucht hatte. Dies wurde von einigen der Freunden anfangs auch immer behauptet, Rachael hat sogar noch im Rogatory Interview im April 2008 an dieser Version festgehalten. Das Photo vom Tennisplatz wurde daher als erste "letztes" Photo in der Presse lanciert, obwohl man Bedenken wegen der Prellung hatte, die dort auf Madeleines Unterarm zu sehen war. Diese wurde durch Kate später als Sonnenbrand ausgegeben.

Ob Kate an dem Morgen zum Tennis ging, ist mir nicht ganz klar, es war keine Einzelstunde sondern eine Gruppenstunde und ihr Fehlen könnte dort nicht aufgefallen sein. Jedenfalls ging sie begleitet von Fiona Payne, die ihre jüngste Tochter auch im Gebäude von Maddie's Kinderclub untergebracht hatte, um Madeleine wieder auszutragen. Evtl. holte Russell auch gerade seine Tochter dort ab und beide schufen genug Ablenkung dies unbemerkt zu ermöglichen.

Das Mittagessen wurde jedenfalls zur Ablaufplanung des Abends genutzt. Ich bin sicher, dass zumindest Gerry daran teilnahm. Um die einzig uneingeweihte Person - Dianne Webster - nicht dabei zu haben, wurde das übliche Mittagessen bei den Paynes abgesagt. Man traf sich ausnahmsweise bei Jane und Russell. Scheinbar die einzige Abweichung in der Mittagessenroutine der Woche.

Der Ablauf des Nachmittags ist besonders durch die Notwendigkeit geprägt, Dianne Webster vom Abendessen der Kinder fernzuhalten, damit sie das Fehlen von Madeleine nicht bemerkte. Ebenfalls musste das Fehlen von Madeleine beim Abendessen der Kinder vertuscht werden. Eine Änderung in der Aussage Russells verdient meiner Meinung nach besondere Aufmerksamkeit:

Original: The Nannies had brought the children up for readiness for tea, I can’t say if I saw Madeleine when E came back’
Geändert: I collected E*** from the Ocean Club before she went up to tea at the Tapas Bar, I cannot say whether Madeleine was there or not.

In seiner ersten Aussage beschreibt er wie die Nannies die Kinder, inklusive seiner Tochter Ella, am Nachmittag des 3. Mai vom Kinderclub hoch zum Tapas Restaurant brachten. Dies geschah normalerweise gegen 16:45 und anschliessend gab es zwischen 17:00 und 17:30 Abendessen dort für die Kinder. Sein Focus in der ersten Aussage liegt darauf, zu erklären, dass er Madeleine dabei nicht gesehen hat. Dabei "vergisst" er, dass er lt. Plan gar nicht dabei war. Der Plan besagte, dass er Exxx bereits bevor die Kinder den Kinderclub verlassen hatten, von dort abgeholt hatte, und dass sie daher NICHT am Abendessen teilnahm.

Dummerweise gibt er bei der Schilderung des Nachmittags aber an, dass er erst gegen 16:30 vom Segeln an den Strand kam und dann noch im Meer schwimmen ging. Er kann also kaum Exxx noch vor 16:45 im Kinderclub abgeholt haben.

Das Alibi der Freunde für den Nachmittag besteht zum Teil aus der Aufzeichnung der Überwachungskamera im Restaurant Paraiso am Strand, wo die ganze Gruppe ausser den McCanns für Drinks zusammenkam und um den Kindern etwas zum Abendessen zu servieren. Wie aus den Aufzeichnungen zu sehen ist, erscheint Russell aber erst um 17:52 das erste mal in diesem Restaurant.

Wie viel wahrscheinlicher ist daher die Annahme, dass er sehr wohl zum Abendessen der Kinder im Tapas Restaurant war, zusammen mit Kate, Gerry, den Zwillingen und Exxx? Beim Verlassen der Tapas Rezeption gegen 17:30 wurde 'Madeleine' aus der Anwesenheitsliste des Kinderclubs ausgetragen, während Exxxs Eintrag leer blieb und später von der Nanny nachträglich ausgefüllt wurde. Die Köchin erinnerte sich später an die nette Familie mit den Zwillingen und der älteren Tochter. Exxx sah Madeleine von allen Kindern am ähnlichsten, war gleich alt und gleich groß.

Jedenfalls hatte Russell dann genug Zeit um zwischen 17:30 und 17:52 im Paraiso zu erscheinen und sich der Kamera dort zu präsentieren. Und vielleicht noch mit seiner Tochter auf den Schultern ein Tänzchen zu wagen, was später vom Besitzer des Restaurants falsch an die Zeitungen verkauft wurde. Damit eine weitere Verwechslung der beiden Mädchen. 

Wo aber waren die Eltern an diesem Nachmittag? Lt. dem Tennislehrer Dan Stuk hatten die McCanns eine private Tennisstunde vorab bei ihm gebucht, an der sie zwischen 15:00 und 15:45 teilnahmen. Gerry wurde dann erst wieder zum Social Tennis zwischen 18:00 und 19:00 Uhr von ihm gesehen. 2 Stunden von denen wir von keiner unabhängigen Quelle wissen, wo sie waren. Kate wurde zwar von einigen der Freunde joggend am Strand gesichtet, dies kann aber von der unabhängigen Zeugin Dianne nicht bestätigt werden.

Nach dem Abendessen der Kinder entfiel der ansonsten routinemäßig übliche Treff der Eltern und Kinder an der Tapas Bar und dem angrenzenden Spielplatz. Zumindest für Kate und die Kinder. Ein weiteres Indiz dafür, dass Madeleine nicht mehr am Leben war und Dianne nicht darauf aufmerksam werden sollte. Trotzdem sollte es einen Zeugen geben der eine lebende Madeleine gegen 18:00 Uhr bestätigen konnte und so wurde David Payne mit der Aufgabe betraut zu bezeugen, alle 3 Kinder wie Engel aussehend im Apartment der McCanns bemerkt zu haben, als er angeblich Kate fragen ging, ob sie Hilfe brauche. Alle diese Unterstützungsaussagen für eine lebende Madeleine am 3. Mai sind vage und unterscheiden sich voneinander, einfach weil zu wenig Zeit zwischen dem 2. und 3. Mai gegeben war um haarklein alle möglichen späteren Fragen der Polizei zu besprechen. David z.B. wechselt in verschiedenen Aussagen die Zeit und die Dauer des Besuchs.


Was passierte nun während des Abendessen? Ein Zeitraum, der wegen seiner Ungereimtheiten in den Aussagen der Beteiligten von der PJ besonders kritisch untersucht wurde und dessen Rekonstruktion von allen Beteiligten abgelehnt wurde.

Während des Tages war ein Plan erarbeitet worden. Die Entführung sollte zum einzigen Zeitpunkt des Tages stattfinden, an dem gewöhnlich alle Freunde  beisammen waren. Dem Abendessen. Dianne Webster, als die einzige Uneingeweihte, sollte dies der Polizei gegenüber bestätigen können. Geplant war die Verbringung der Leiche aus dem Apartment für 21:00 Uhr, ein Zeitpunkt, an dem Eltern, die im Tapas Restaurant speisten für gewöhnlich ihre Kinder aus dem Kinderclub wieder abholten, oft schlafend auf dem Arm getragen. Gerry hatte dies am Abend vorher live bei den Eltern vom Nachbartisch erlebt und es erschien ihm eine gute Tarnung zu sein wenn er Madeleine auf dem Arm forttrug. Die Entführung war für den Zeitraum zwischen 21:30 und 22:00 Uhr geplant,während alle zusammen am Tisch saßen; Matthew Oldfield's ursprünglich geplanter Check an Madeleine's Fenster um 21:30 sollte bestätigen, dass zu diesem Zeitpunkt noch alles in Ordnung war, d.h. das Fenster geschossen war.

Um 21:00 Uhr waren fast alle Freunde im Restaurant versammelt. Matthew, den Dianne Webster nicht mit Sicherheit am Tisch gesehen hatte, überprüfte zu dieser Zeit evtl. die normalerweise menschenleeren Straßen und Wege um den Apartmentblock herum und kam um kurz nach 21:00 Uhr mit der Nachricht wieder zum Tisch, dass die Luft rein sei. Aus diesem Grund stand Gerry sofort auf um angeblich erneut eine Überprüfung der Kinder durchzuführen. Ein unsinniges Unterfangen würde es der Wahrheit entsprechen. In Wirklichkeit wollte er jetzt den Leichnam zu einem vorher definierten Ort bringen, der in max. 30 Minuten zu erreichen war inklusive Rückweg. Wahrscheinlich wollte er über die Abkürzung gegenüber der Tapasbar zum Kindergarten um dann einmal die Straße zu überqueren und über kleine Gässchen zum Strand gehen. Dummerweise speisten an diesem Abend 2 befreundete Ehepaare auf dem Balkon genau über dem kleinen Weg, der als Abkürzung zum Kindergarten führte. Neil Berry und Rajinder Balu verbrachten den Abend auf der Terrasse des Apartments G606 also im Block 6 direkt gegenüber des Tapas Ausgangs und nicht wie er angab in 4G. (Die Benennung der Blocks und Apartments führte immer wieder zu Verwirrung) Außerdem umkreiste Jeremy Wilkins die Blocks 4 und 5 mit seinem Sohn im Buggy und kam wohl gerade die Straße hinauf.

Gerry musste seine Exkursion abbrechen, ging zurück in das Gärtchen unter seinem Apartment und legte Maddie kurzfristig im Blumenbeet, in dem später Leichengeruch gefunden wurde, unter der Veranda ab, trat dann vor das Gartentürchen um mit Jeremy unverfänglich zu plaudern und ihn abzulenken. Als Jeremy weiterzog ging Gerry erst einmal zurück zum Tisch im Restaurant.

Nun musste Russell O'Brien losziehen und die Straßen nach Passanten absuchen und den Garten bewachen, dabei wurde langsam die Zeit knapp. Nach Beendigung des Essens würde Dianne Webster wie an den Abenden vorher als Erste ins Apartment gehen und stünde nicht mehr als Zeugin zur Verfügung. Daher blieb nichts anderes übrig als den Zeitplan für eine Entführung zwischen 21:30 und 22:00 Uhr einzuhalten und die Leiche NACH Kate's gespielter Entdeckung wegzubringen, deren Auslöser Russells Rückkehr war. Am vereinbarten Zeitplan würde sich ansonsten nichts ändern, die "Entführung" wäre nach wie vor offiziell zwischen 21:30 und 22:00 Uhr erfolgt und Gerry hätte bis zur Entdeckung durch Kate brav am Tisch gesessen. Einzig Dianne musste daran gehindert werden, mit den anderen zum Apartment zu stürmen und Gerry dabei zu sehen wie er mit Maddie Richtung Meer verschwand. Daher gab Diannes Tochter ihr den Auftrag am Tisch zu bleiben falls Maddie dort auftauchen sollte. Das Ganze spielte sich kurz vor 22:00 Uhr ab und Gerry lief mit Maddie auf dem Arm direkt in die Gruppe der Familie Smith.

Nun änderte sich die Situation radikal. Gerry hatte nun kein Alibi für die Zeit der Begegnung mit der Familie, von denen mind.einer ihn und Maddie möglicherweise gut beschreiben konnte. Jane Tanner, bis dahin nur als passive Zeugin einer Entführung eingeplant, nun aber bei Entdeckung auch in die Inszenierung dieser Entführung verwickelt, willigte ein, die Geschichte vom Entführer zu erzählen, der exakt zum Zeitpunkt die Straße überquerte, als sich der einzige unabhängige Zeuge mit Gerry im Gespräch befand. Der Mensch, der den Plan zum ersten Mal durchkreuzte, musste nun einem Alibi als Zeuge dienen. Da Gerry nun bei der Entführungsaktion als "unbeteiligter Dritter" sowohl von Jane als auch von Jeremy Wilkins gesehen wurde, konnte er ja nicht die Person gewesen sein, die die Smiths gesehen hatten. Der Zeitpunkt der Entführung lag nun aber nicht mehr zwischen 21:30 und 22:00 Uhr, sondern genau um 21:10 als Jane den Entführer sah.

Die Anspannung, die sich durch die Änderung des Plans ergab, zeigt sich deutlich in der ersten Befragung Gerry's, als er noch den ursprünglich geplanten Ablauf erzählte, nämlich dass Matthew angeblich geschlossene Jalousien bei seinem Check um 21:30 bemerkt hatte, obwohl nach neuem Plan die Entführung da schon passiert sein musste. Eine Änderung der Aussage erfolgte am 10. Mai. Nun hatte Matt bei seinem Check ein klein wenig mehr Licht im Zimmer gesehen als man bei heruntergelassenen Jalousien erwarten konnte. Ein kläglicher Versuch eine ursprünglich als positive Sichtung geplante Überprüfung von Maddie nun als Beweis umzustricken, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits entführt worden war. Auch mussten nun die Verandatüren geöffnet werden, da Matthew ja nicht mehr an dem Fenster lauschen durfte, das um 21:30 ja offen gewesen wäre, sondern die Kinder im Haus überprüfen musste...

Was passierte nun, nachdem Gerry in die Gruppe der Familie Smith lief? Er konnte sicher sein, dass sich einer von ihnen an die Begegnung erinnern würde, wenn am nächsten Tag die Medien berichten würden. Ausserdem hatte er kein Alibi für diesen Zeitpunkt, denn er war ja offiziell unterwegs auf der Suche nach dem verschwundenen Kind. Er musste also schnellstmöglich wieder zurück zum Apartment um sich vor allem Dianne und möglichst noch dritten Personen zu zeigen. Die eingeplanten 30 Minuten zur Verbringung der Leiche waren viel zu lange, also musste ein Übergangsort gefunden werden, der der ersten Suche standhalten musste und relativ nah am Treffpunkt mit den Smiths lag. Es gab dort direkt an der Kreuzung ein leerstehendes Haus, das auch von Chefinspektor Amaral in einem Zeitungsinterview erwähnt wurde.

Vielleicht wurde die Leiche dort oder in einem der anderen leerstehenden Häusern abgelegt, einer ausführlichen Suche würden diese Orte jedoch nicht standhalten. Gerry jedenfalls musste schnellstens wieder zurück zum Ocean's Club und wurde dann auch im Apartment von Dianne Webster bei ihrem zweiten Aufenthalt dort an dem Abend gesehen. Beim ersten Mal gibt sie an war Gerry nicht dort.

Jane Tanner musste nun informiert werden, dass sie Gerry ein Alibi für den Zeitpunkt der Entführung geben müsse. Der Mann den sie beschreiben sollte, musste soviel Gerry ähneln, dass man die beiden in Verbindung bringen, aber so wenig ähneln, als dass es Gerry sein könnte. Daher wurde speziell die Frisur geändert, Eggman bekam eine Vokuhila, die von den Smiths sicher nicht bemerkt worden wäre, da sie den Mann mit dem Kind ja nur von vorne sahen.

Die Eltern saßen sicher auf glühenden Kohlen während die Suche nach dem Kind bis 4 Uhr morgens von vielen Freiwilligen und der Polizei durchgeführt wurde. Jeden Moment konnte das Kind gefunden werden und alles auffliegen. Wie groß muss da die Erleichterung gewesen sein, als gegen 4 Uhr in der Früh, die Suchaktionen für ca. 2 Stunden eingestellt wurden und die Polizei den Ort verließ.

Gegen 5 Uhr, als alles schlief und der Ort menschenleer war, begaben sich Gerry und Kate zum ersten Mal nach dem Verschwinden auf eine angebliche Suche ihrer Tochter in Richtung Strand. Es ist nichts bekannt darüber wo sie waren und was sie dort machten. Es gibt aber eine Aussage von George Brooks, der zu der Zeit mit seinem Auto von Lagos nach Praia da Luz unterwegs war und ein Ehepaar mit einem Kind auf dem Arm in seinen Scheinwerfern sah, die dann in eine Seitenstraße abbogen. Hierzu passt die Aussage von Kate gegenüber Yvonne Martin am Morgen des 4. Mai, dass Madeleine von einem Ehepaar entführt worden wäre. Zu diesem Zeitpunkt konnte sie noch nichts von dieser Sichtung wissen und in der Nacht vorher hatte Gerry noch von einem Pädophilenring gesprochen.

Meiner Meinung nach war die Leiche nun an einem Ort, der für einen längeren Zeitraum sicher war.

Der Hund der nicht bellte...


Deutsch/English

Wir erinnern uns alle an das unvergessliche Bild aus dem Video der Polizeiuntersuchung, das die Suche von Eddie dem Springer Spaniel zeigt, wie er innerhalb des Kleiderschranks im ersten Apartment der McCanns, 5A, bellte und damit den Fund von Leichengeruch anzeigte.

Abgesehen davon, dass Eddie und sein Bellen vom Team, das die Familie umgibt, lächerlich gemacht wurde, gab es immer Stimmen die behaupteten, dass der Geruch, auf den Eddie durch sein Bellen reagierte, durch Übertragung von Kates karierten Hosen und dem weißen Top herrühren könne, auf die Eddie später reagierte, nachdem diese Kleidung aus der Villa entfernt wurden. Es wurde eine schlecht konstruierte Geschichte gesponnen, nach der Kate dieses Outfit getragen hatte, als sie sich um sechs tote Patienten gekümmert hätte vor ihrer Reise nach Portugal. Eine Hintertür um dem Verdacht zu entgehen, dass sich eine Leiche im Kleiderschrank befand vor ihrem offiziellen Verschwinden am Abend des 3. Mai.

Aber wenn wir uns die Orte in Erinnerung rufen, an denen Eddie Leichengeruch angezeigt hatte, sehen wir, dass er keinen Alarm im zweiten Apartment des Ocean's Club noch in der später angemieteten Villa gab. Die Kleidung wurde von ihm erst markiert, als er direkten Zugang zu ihnen in der großen Halle hatte, in der sie für ihn zur Untersuchung ausgelegt wurden.

Wäre die Kleidung die Ursache für den Geruch im Kleiderschrank von 5A gewesen, hätte er ebenso in den Kleiderschränken des zweiten Apartments und der Villa Laut gegeben. Aber er bellte nicht.

Was mich zurückführt zu meinem früheren Blogeintrag The skeleton in the Closet...


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The dog that didn't bark

We all have this haunting picture in our minds, the one from the investigation video of the search with Eddie the Springer Spaniel barking inside the wardrobe of the first apartment the McCanns stayed in, 5A indicating the presence of cadaver odour.

Apart from being rubbished and ridiculed by the Team surrounding the family, there have always been voices that claimed, that the smell Eddie was alerting to could have originated from transference of Kate's chequered trousers and white top which had later been marked by Eddie after these clothes had been taken from their villa. Knitting a badly constructed tale that Kate had worn the clothes while attending to six dead patients before their trip to Portugal. Leaving a tiny loophole to escape the suspicion that a body had been in that room and indeed that wardrobe shortly before the evening of May 3rd.

But if we reconsider the places Eddie had alerted to cadaver scent we find that he did not bark in their second apartment they occupied in the Ocean's Club nor in the Villa they rented later. The clothes were only pointed out by him when he had direct access to them in that large hall where all clothes had been laid out for him to inspect.

Had the clothes been the source for the smell in the wardrobe of 5A he would have alerted also to the wardrobe of the second apartment and the one in the villa. But he did not bark.

Which leads me back to my earlier post about the skeleton in the closet...

Sonntag, 10. April 2011

Noch mehr Logik?


Deutsch/English

Ich vermute, dass dieser Blogeintrag meiner Theorie gewidmet ist:

http://www.slippingthroughmyfingers.com/2011/04/05/logic/


Im Wesentlichen besagt er, dass wenn man nicht an den Tod am 3. Mai glaubt, dann diskreditiere man gleichzeitig "logischerweise" Amaral und die gesamte polizeiliche Untersuchung. Bis jetzt die einzige - schlecht konstruierte - Antwort auf meine Theorie von aussen.


Natürlich wird trotz des anspruchsvollen Titels nicht auf all die logischen Schritte eingegangen, die mich zu meiner Theorie führten, sondern es wird nur eine "logische" Konsequenz gezogen, die oben erwähnte. Die natürlich nicht logisch ist.


Die PJ hatten in den Anfängen der Untersuchung keinen Grund an den Präsenzlisten und an Catrionas Aussage zu zweifeln. Die Listen waren genau untersucht und alle Nannys befragt worden. Es gab zu diesem Zeitpunkt keinerlei Beweise, dass eine Gruppe von acht Personen an einer Vertuschung beteiligt waren und niemand konnte die Gedanken einer unsicheren Nanny lesen, der von Mark Warner gesagt wurde, was sie zu Protokoll geben sollte und die von der Verzweiflung der Eltern überwältigt war, die ihre Tochter verloren hatten und deren Unterschriften sich in den Listen befanden.


Dann wurden die Nannys dem direkten Zugriff durch die PJ entzogen und ein Status Quo wurde geschaffen, der den grundlegenden Fakten eine lange Zeit entsprach. Hier trifft die PJ keinerlei Schuld. Warum sollten sie alle Eltern der anderen Kinder befragen, wenn die Nanny und die Gruppe der acht Freunde die Zeitschiene am Donnerstag bestätigten und die Präsenzlisten sich ebenfalls so lasen? Dennoch ließ diese Untersuchung merkwürdigerweise die letzte überzeugende Theorie vermissen, die das Wie und Wann erklärten und führte zu endlosen Spekulationen auf den verschiedenen Foren.


Die Veröffentlichung der Rogatory Interviews bescherte uns dann - lange nachdem Amaral den Dienst quittiert hatte - fehlende Teile des Puzzles. Einer Lüge Detail hinzuzufügen macht sie offensichtlicher, zu viel Detail kann der Ruin eines Lügners sein. Das Gedächtnis einer Nanny, die sich zuvor nicht daran erinnern konnte mit vielen Kindern sie am Tag von Madeleine's Verschwinden zum Strand ging, hatte sich wunderbarerweise so weit verbessert, dass sie sich nun - nach drei früheren Befragungen durch die PJ - daran erinnerte, dass Madeleine ängstlich gewesen sei und auf ihrem Schoß geweint habe, während einer Bootsfahrt, die so wie sie sie beschrieben hatte, nie stattgefunden haben kann.


Erst als wir, ein Jahr später, zusätzlich Information in den Rogatories über ein Kind fanden, dass einen Wutanfall am Mittwoch Abend hatte, als wir über die beharrlich beibehaltene Behauptung lasen, dass das Kindertennis am Donnerstag Morgen stattgefunden habe, als wir die 34 Änderungen an Russel O'Briens erster Aussage entzifferten, als wir die geänderte Aussage eines Kellners in der Tapas Bar analysierten, erst dann wurde es offensichtlich, dass ein Tod vor dem 3. Mai ein Szenario sein konnte, dass allen Merkwürdigkeiten Rechnung trug, die vorher unerklärt geblieben waren: dem alten Foto, den Änderungen in der Routine, dem Besuch des Paraiso, dem ungemachten und dem unberührten Bett, dem umgestellten Reisebett und vielem mehr, dass mit einem Tod am 3. Mai nur unzureichend erklärt werden konnte.


Die ursprüngliche Polizeiuntersuchung mit Goncalo Amaral hatte nie die Chance bekommen, die diese Rogatories beinhalteten. Zu Paulo Rebelo... es scheint logisch, dass ich ihn nicht unterstütze.

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I guess this piece of blogging is dedicated to my theory:


http://www.slippingthroughmyfingers.com/2011/04/05/logic/


Its essence is that if you don't believe in a death on the 3rd May then you are "logically" discrediting Amaral and the whole investigation. So far the only - badly constructed - response I had from outside.


Of course it does not reference all the logical steps that led me to arrive at this theory despite the blogentry's presumptuous title, but only draws the one "logical" consequence mentioned above. Which is of course not logical.


The PJ had no reason to disbelieve the creche records and Catriona's statement in the early stages of the investigation. The records were diligently examined and all nannies were interviewed. There was no evidence that a group of 8 people were involved in a cover-up at that time and nobody could look into the mind of an insecure nanny who got told what to say by Mark-Warner and was appalled by the anguish of parents who had lost their daughter and whose signatures were on the sheets.


Then the nannies got withdrawn from the immediate access of the PJ and a Status Quo was established that did fit the basic facts for a long time. The PJ could not be blamed. Why should they interrogate all parents of those children that went to the creche when the nanny and the Tapas 8 confirmed the Thursday timeline and the records read accordingly. But the investigation strangely lacked the final convincing theory of how and when and led to endless speculations on the various boards.


The release of the rogatory interviews then - a long time after Amaral had quit the Service - supplied us with the missing pieces of the puzzle. Adding detail to an inconstistency makes them more obvious, too much detail can be the downfall of a fantasist. The memory of a nanny who could not remember with how many children she went to the beach on the day Madeleine disappeared had miraculously enhanced to recall now - after having been interviewed by the PJ three times before - that Madeleine had been scared and cried on her lap during a boat trip that could not have happened in the way she had described it.


Only when, one year later, we found additional information in the rogatories about a child throwing a tantrum on Wednesday evening, when we read about the insistence on the children's tennis on Thursday morning, when we deciphered Russell O'Brien's 34 amendments to his first interview, when we analysed the changed statement of the waiter at the Tapas bar, it became obvious that death prior to May 3rd could be a scenario that would incorporate all the oddities that were still unexplained before: the old photo, the change of routine, the Paraiso visit, the unmade and the untouched bed, the moved cot and much more that could not be sufficiently explained with a death on May 3rd.


The original investigation with Goncalo Amaral never became the chance that these rogatories provided. As to Paulo Rebelo... it seems logical that I don't support him.

Mittwoch, 9. März 2011

Addendum


Deutsch/English

Zur Unterstützung meiner These in den Blogbeiträgen The Cover-Up und Die Vertuschung führe ich hier noch einmal alle die Merkwürdigkeiten des Falles auf, die, einzeln genommen, sicher mit viel gutem Willen eine harmlose Erklärung haben können, in ihrer Gesamtheit aber auf die Vertuschung eines Todes VOR dem 3. Mai hinweisen:

- Das angeblich letzte Photo war das einzige, das jemals als Original mit seinen exif Daten und dem darin eingebetteten Timestamp vom 3. Mai veröffentlicht wurde. Eine Änderung des Timestamp ist Kinderkram und kann m.M.n. nicht forensisch nachgewiesen werden.

- Das mindestens 6 Monate alte Photo von Madeleine, das der Polizei und Interpol übergeben wurde.

- Die angegebene Größe des Kindes von 90cm obwohl in Vergleichen mit dem Spielhaus und der Tochter von David Payne recht deutlich ist, dass sie eine für ihr Alter normale Größe von ca. 100 cm hatte.

- Das fast unberührte Bett, in dem sicher kein Kind 1½ Nächte verbracht hatte.

- Das andere zerwühlte Bett im Kinderzimmer, in dem Kate in der Mittwoch Nacht schlief, obwohl sie ja wenn überhaupt am Dienstag sauer auf ihren Gatten war wegen seiner Einladung der Quizmistress.

- Die gelöschten Telefondaten beider Handys der McCanns. Wäre Madeleine am Abend des 3. Mai verstorben, wäre ein Löschen der Daten zeitlich schwierig und causal nicht notwendig gewesen.

- Die geänderte Aussage der Nanny Catriona Baker, die einen Ablauf des Donnerstag Morgen schildert, der so nicht stattgefunden haben kann. Nach einem privaten Besuch bei der Familie.

- Die Tatsache, dass Dianne Webster keine Chance bekam, Madeleine am Donnerstag lebend zu sehen, weil die Frühstücks-, Mittagessen-, Abendessen- und Spielplatzroutinen komplett abgeändert wurden an diesem Tag. Die einzigen Zeiten an denen sie die Kinder normalerweise sah.

- Das Eingeständnis, dass Madeleine sich am Donnerstag über das Alleinsein in der Mittwoch Nacht beschwert hätte.

- Die merkwürdige Geschichte über den Teefleck, der am Morgen des Donnerstag aus Maddies Pyjama herausgewaschen wurde.

- Gerrys Aussage am 10. Mai, dass David Payne am Mittwoch Abend im Apartment der McCanns nach den Kindern gesehen habe, obwohl er nicht einmal seine eigenen Kinder überprüfte.

- Gerrys Aussage am 10. Mai, dass David Payne am Donnerstag Nachmittag im Apartment der McCanns ALLE Kinder gesehen habe. Beide Aussagen vom 10. Mai wurden in dem Wissen hinzugefügt, dass David Payne an diesem Tag NICHT von der Polizei befragt wurde.

- Das anfängliche Insistieren auf der falschen Behauptung, Maddie hätte am Donnerstag Morgen am Kindertennis teilgenommen obwohl sie ja lt. Plan beim Segeln war. Für den Fall, dass sich Cat Baker hätte besser erinnern können. Und die Saga dass sowohl Madeleines Eltern als auch Ellas Eltern beim Kindertennis zuschauten, obwohl beide Kinder angeblich beim Segeln waren.


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To support my thesis from the blog entry "The Cover-Up" I am going to list the oddities that can all have an innocent explanation individually with a lot of good will but in their entirety point into the direction of a cover-up of a death prior to May 3rd.

- The last photo being the only one that was released with its exif data including of course the timestamp from May 3rd. Changing a time stamp is child's play and cannot be proven forensically imo.

- Release of an at least 6 month old picture of Madeleine to PJ and Interpol.

- Height given as 90cm although she is clearly around 100cm in the comparison with the playhouse and of normal height for an almost 4 year old in comparison with the daughter of David Payne.

- The tidy bed that does not look as if a child had slept in 1½ nights.

- The fact that Kate slept in the children's room Wednesday night and not Tuesday night when there was the quiz with Najoua getting invited to the table by Gerry.

- The deleted phone records from both mobiles of the parents. It would have been difficult timewise and not necessary to erase them if they had found her dead on the evening of the 3rd.

- The changed story about Maddie crying on Catriona's lap that could not have happened this way. Changed after a private visit to the McCanns.

- No chance for Dianne Webster to notice her presence/absence on the Thursday due to change of breakfast, lunch, dinner and playtime routine, the only times she saw Madeleine and the twins.

- The acknowledgement that Maddie had complained about their absence during Wednesday night.

- The tea stain story showing she was alive on Thursday

- Gerry's statement from 10th May claiming David had checked on the children during the night of May 2nd. Why would David who never physically checked on his own children go to the McCanns apartment?

- Gerry's statement from 10th May claiming David Payne visited the apartment Thursday afternoon and saw ALL the children. Both statements added that day in the knowledge that David was not to be questioned again at least that day.

- The initial insistence on the children's tennis on Thursday although the plan showed sailing. And the story that Maddie's parents as well as Ella's parents were watching the tennis even though both girls were supposed to be sailing at the beach.