Sonntag, 16. Januar 2011

Puzzleteile


Vor dem Internetzeitalter liebte ich Puzzle. Je größer desto besser. Der schönste Moment bestand für mich nicht darin das letzte Teilchen einzusetzen. Der schönste Moment war der, wenn durch ein relativ unbedeutendes Teilchen das ganze Bild plötzlich erkennbar wurde und man wusste, dass man den Durchbruch geschafft hatte. Die restlichen Teile fügten sich danach relativ einfach in das nun bekannte Ganze.

Genauso ging es mir vor einigen Tagen, als sich durch eine bis dato nie beachtete Aussage Jane Tanner's ein Puzzlestück hinzufügen ließ und damit plötzlich der hier besprochene Fall ein Gesamtbild ergab. Bis dahin arbeitete man an den verschiedenen "Farbinseln" wie der Smith Sichtung, der Zeitschiene des 3. Mai, den Diskrepanzen in den Aussagen und anderen scheinbar nicht zu vereinbarenden Einzelproblemen. Nun erkannte man plötzlich Zusammenhänge, die vorher keinen Sinn ergaben.

Immer bin ich davon ausgegangen, dass die Behauptung Madeleine hätte sich am Morgen des 3. Mai bei ihren Eltern darüber beschwert, dass diese sie weinend alleine im Apartment gelassen hätten, deshalb entstanden sei, weil die Eltern den Vorfall eines schreienden Kindes vom 1. auf den 2. Mai verlegen wollten, um einerseits Mrs. Fenn als Zeugin zu diskreditieren und andererseits zu beweisen, dass Madeleine am Abend des 2. Mai (und natürlich am 3. Mai) noch lebte. Ist man sich aber sicher, dass Madeleine am frühen Abend des 2. Mai noch lebte, bekommt diese Aussage eine andere Bedeutung.

Ja sie hatte auch am Mittwoch geschrien aber man wusste nicht, ob Mrs. Fenn dies gehört hatte. Man wusste zwar, dass sie am Dienstag ein Schreien gehört hatte, aber man schien zu vermuten, dass die Polizei bewusst eine Aussage zum entscheidenden Mittwoch zurückgehalten hatte.

Also musste man das viel bedeutendere Geschrei vom Mittwoch relativieren. In vielen Fernsehinterviews wurde das Schreien als belanglos, als kurzes Weinen vor dem Zubettbringen geschildert. Geschickterweise wurde dabei immer in der WIR Form gesprochen, obwohl Gerry nur kurz zum Duschen im Apartment war und dann gleich wieder voraus zum Restaurant ging und eine gestresste Kate mit einem hysterischen Kind und 2 Kleinen alleine ließ.

Ausserdem musste Jane nun das Märchen vom Tobsuchtsanfall ihrer Tochter erzählen, der sich vom Spielplatz bis zum Zubettbringen streckte. Konnte dies das Geschrei erklären, das Mrs. Fenn evtl. gehört hatte? 5D - das Apartment von Tanner/O'Briens lag allerdings recht weit entfernt von 5A. Für den Fall, dass man dies nicht glauben würde, erzählte Rachael noch eine merkwürdige Geschichte, die mich jahrelang irritiert hatte und die nun auch erklärbar ist.

Sie gibt an, dass Ella, Jane's Tochter an einem Abend bei ihnen zusammen mit ihrer Tochter gebadet habe. Ist sich aber über den Tag nicht sicher. Eine fast 4-jährige badet in einer fremden Wohnung ohne ihre Schwester oder Mutter zusammen mit einem Baby, dass zudem auch noch Durchfall hat?? Wenn man nun das Gesamtbild erahnt, lässt sich auch dieses Puzzlestück unterbringen. Falls die Erklärung mit dem Tobsuchtsanfall von Jane's Tochter nicht ausgereicht hätte, hätte man auch noch lärmende und schreiende Kinder beim Baden anführen können, das Bad lag direkt neben Madeleine's Kinderzimmer. Die alte Mrs. Fenn hätte dies sicher nicht unterscheiden können.

Das stundenlange Schreien am Dienstag war also für uns Betrachter nur deshalb so bedeutsam geworden, weil wir von ihm wussten. Das neuerliche Schreien am Mittwoch hatten wir wie einen blinden Fleck nie gesehen, weil wir uns auf den Dienstag konzentrierten.

Ich bin sicher, dass in den nächsten Wochen noch viele Puzzleteile ihren Weg in das Gesamtbild finden werden. Ein fixer Todeszeitpunkt ist jedenfalls ein großer Schritt in die richtige Richtung. Und das Beste daran: Sollte sich ein Tod VOR dem 3. Mai beweisen lassen, bedarf es keiner Leiche zu einer möglichen Verurteilung.

Jane Tanner: "She was so tired she just sort of crashed and screamed during bath time. I think that might have been, I’m not sure if that was the Wednesday, it could have been the Wednesday but she just had a complete, you know how the kids do when they’re tired, complete meltdown and there’s screaming and they’re so tired it was quite hard to settle her but then she just, she just crashed, but there was, I think that was the Wednesday night"


RIP

Sonntag, 9. Januar 2011

Die Vertuschung

Der Versuch der Konstruktion eines hypothetischen Ablaufs, basierend auf den Fakten der Akten und Rogatory Interviews:

Wie bereits im vorigen Beitrag beschrieben, glaube ich, dass Madeleine am Abend des 2. Mai irgendwann zwischen 18:00 und 21:00 Uhr starb. Nach einer katastrophalen Woche mit schlechtem Wetter und ohne Unterstützung bei der Kinderbetreuung durch Gerry, der auch noch seine Frau ignorierte und der Aerobiclehrerin schöne Augen machte, eskalierte die Situation am Mittwoch. M.M.n. hatte Madeleine auf dem Spielplatz und weiter im Apartment einen heftigen Tobsuchtsanfall, ein Zwischenfall, den Jane Tanner ihrer Tochter zuschrieb und der das erste Mal in ihrem Rogatory Interview erwähnt wurde. Das Geschrei brach lt. ihrer Aussage abrupt ab. M.M.n. starb Madeleine zu diesem Zeitpunkt durch die Folgen eines Schlags während sie auf der Couch stand und versuchte ihren Vater zu sehen, der dort mit seinem Freund Russell vorbeiging. Vermutlich schlug sie sich den Kopf entweder an der Fensterbank oder beim Herunterfallen von der Couch auf dem Boden auf.

Noch in der Nacht des 2. Mai wurde entschieden, den Tod zu vertuschen. Die Kinder brauchten eine Mutter, die Karrieren wären ruiniert, die unzureichende Überwachung, das nächtliche Geschrei, alles würde ans Licht kommen. Die wirkliche Todesursache wurde den Freunden möglicherweise gar nicht mitgeteilt, man sprach sicher von einem Unfall in Abwesenheit. Das würde die ganze Gruppe zu Mittätern machen, da alle die gleichen laschen Vorkehrungen getroffen hatten und alle dieser Art der Kinderbetreuung zugestimmt hatten. Auch ihre Zukunft wäre ruiniert. Mit dieser Argumentation würde man die anderen Eltern unter Druck setzen können, die Vertuschung zu unterstützen. Dianne Webster wurde allerdings nicht vertraut, sie wollte man nicht einweihen.

Kate war an diesem Abend des 2. Mai verständlicherweise gar nicht zum Abendessen erschienen. Um deren Abwesenheit zu verschleiern sagte Rachael später aus, sie wäre an diesem Abend krank gewesen und im Apartment geblieben. Für den Fall, dass sich ein Kellner die Personenzahl merkte und die Anzahl der Männer und Frauen am Tisch. Dass Rachael nicht die fehlende Person am Tisch war, geht allerdings aus der Aussage von Jane hervor, die behauptet, am Mittwoch Abend auch am Fenster der Oldfields gelauscht zu haben, ob deren Tochter schlief. Wäre Rachael wirklich im Apartment gewesen, wäre dies eine unsinnige Aktion gewesen. Um zu vermeiden, dass vielleicht jemand Gerry alleine nach Hause kommen sah, sagte Kate aus, sie sei 5 Minuten später als er angekommen.

Am Morgen danach waren die McCanns nicht in der Lage zum Frühstück zu gehen. Sechs Angestellte des Millenium Restaurants sagten aus, dass sie bis dahin regelmäßig erschienen waren. Auch Dianne Webster gab an, sie am Mittwoch, dem einzigen Tag, an dem sie zum Frühstück ging, weil der Regen das Tennisspiel ausfielen ließ, dort gesehen zu haben. Die McCanns behaupteten allerdings in ihren Verhören, dass sie nur am ersten Morgen, dem Sonntag dort gefrühstückt hätten und danach nie wieder. Das Märchen des fehlenden Buggys, wegen dem sie den weiten Weg zum Restaurant nicht auf sich nehmen wollten, wurde über die Medien verbreitet um dies zu unterstreichen. Kostenloses Frühstück für 5 Personen wurde nicht wahrgenommen? Wer Gerry kennt kann das unmöglich glauben. Und die Aussagen von 7 Leuten stehen dagegen. Wäre herausgekommen, dass sie an allen Tagen im Restaurant waren nur am Donnerstagmorgen nicht, wäre die Polizei sicher aufmerksam geworden. Buggys - in der Mehrzahl - hatten sie übrigens lt. eigener Aussage für einen Ausflug zum Strand am Montag oder Dienstag ausreichen besessen.

Einen Eintrag im Kinderclub Register zu tätigen, ohne tatsächlich ein Kind abzuliefern, stelle ich mir nicht allzu schwierig vor. Gerry betrat zusammen mit einem Miturlauber um 9.10 Uhr den Kinderclub, unterzeichnete als keiner hinsah und verwickelte evtl. eine der anwesenden Nannies in ein Gespräch. Vielleicht fragte er eine Nanny, die nicht für Madeleine zuständig war, ob sie statt am Segeln teilzunehmen, am Tennis teilnehmen könne, weil ihnen das Segeln zu gefährlich erschien. Damit war dann der Mythos geboren, dass Madeleine am Donnerstag Morgen am Tennis teilnahm, obwohl sie bereits am Dienstag sich dort versucht hatte. Dies wurde von einigen der Freunden anfangs auch immer behauptet, Rachael hat sogar noch im Rogatory Interview im April 2008 an dieser Version festgehalten. Das Photo vom Tennisplatz wurde daher als erste "letztes" Photo in der Presse lanciert, obwohl man Bedenken wegen der Prellung hatte, die dort auf Madeleines Unterarm zu sehen war. Diese wurde durch Kate später als Sonnenbrand ausgegeben.

Ob Kate an dem Morgen zum Tennis ging, ist mir nicht ganz klar, es war keine Einzelstunde sondern eine Gruppenstunde und ihr Fehlen könnte dort nicht aufgefallen sein. Jedenfalls ging sie begleitet von Fiona Payne, die ihre jüngste Tochter auch im Gebäude von Maddie's Kinderclub untergebracht hatte, um Madeleine wieder auszutragen. Evtl. holte Russell auch gerade seine Tochter dort ab und beide schufen genug Ablenkung dies unbemerkt zu ermöglichen.

Das Mittagessen wurde jedenfalls zur Ablaufplanung des Abends genutzt. Ich bin sicher, dass zumindest Gerry daran teilnahm. Um die einzig uneingeweihte Person - Dianne Webster - nicht dabei zu haben, wurde das übliche Mittagessen bei den Paynes abgesagt. Man traf sich ausnahmsweise bei Jane und Russell. Scheinbar die einzige Abweichung in der Mittagessenroutine der Woche.

Den Ablauf des Nachmittags habe ich bereits im Eintrag Russell O'Liar 2 geschildert. Die Notwendigkeit Dianne Webster vom Abendessen der Kinder fernzuhalten, damit sie das Fehlen von Madeleine nicht bemerkte und die wahrscheinliche Teilnahme von Russell O'Brien mit seiner älteren Tochter, sind dabei die Schlüsselpunkte der Vertuschung. Ein Mädchen, das Maddie sehr ähnlich sah in Begleitung ihrer Geschwister beim Abendessen und ein veraltetes Photo auf dem sie weder sich selbst noch E*** sehr ähnlich sah, hätten jeden Angestellten des Restaurants davon überzeugt, dass Maddie dort gewesen sei. Für die Nannies mussten die Registereinträge und die vehementen Bekräftigungen der trauernden Eltern, sie sei natürlich dort gewesen, reichen.

Nach dem Abendessen der Kinder entfiel der ansonsten routinemäßig übliche Treff der Eltern und Kinder an der Tapas Bar und dem angrenzenden Spielplatz. Zumindest für Kate und die Kinder. Ein weiteres Indiz dafür, dass Madeleine nicht mehr am Leben war und Dianne nicht darauf aufmerksam werden sollte. Trotzdem sollte es einen Zeugen geben der eine lebende Madeleine gegen 18:00 Uhr bestätigen konnte und so wurde David Payne mit der Aufgabe betraut zu bezeugen, alle 3 Kinder wie Engel aussehend im Apartment der McCanns bemerkt zu haben, als er angeblich Kate fragen ging, ob sie Hilfe brauche. Alle diese Unterstützungsaussagen für eine lebende Madeleine am 3. Mai sind vage und unterscheiden sich voneinander, einfach weil zu wenig Zeit zwischen dem 2. und 3. Mai gegeben war um haarklein alle möglichen späteren Fragen der Polizei zu besprechen. David z.B. wechselt in verschiedenen Aussagen die Zeit und die Dauer des Besuchs.

Wie in meinem Eintrag "Es hätte so schön sein können..." bereits ausgeführt, tendiere ich zu dem wesentlich einfacheren und weniger gefährlichen ursprünglichen Plan, die Entführung in der Nacht passieren zu lassen. Kindesvernachlässigung und genaue Abläufe des Abends wären in diesem Plan kein Thema gewesen und Fälle wie die von Zahra Baker, Hayleigh Cummings, Casey Anthony und anderen zeigen deutlich, dass die Fantasie von Eltern in Bezug auf mögliche Entführungszenarien begrenzt ist. Aber die Begegnung mit der Familie Smith veränderte dies alles. Plötzlich mussten mehrere Dinge geschehen: Eine parallele Sichtung musste her, die durch einen dritten unabhängigen Zeugen eindeutig bewies, dass es nicht Gerry McCann war, der seine Tochter durch die Straßen von Praia da Luz getragen hatte. Der einzige unabhängige mögliche Zeuge an diesem Abend war Jeremy Wilkins, mit dem Gerry gegen kurz nach neun Uhr ein kurzes Schwätzchen gehalten hatte. Dies musste genügen. Eine Aussage wurde gestrickt nach der genau zu diesem Zeitpunkt ein Entführer mit Kind gesichtet wurde, der in wesentlichen Punkten dem Mann glich, den die Familie Smith gesehen hatte. Dass der arme Entführer in Ermangelung von Ortskenntnissen allerdings mehr als eine dreiviertel Stunde durch den Ort irrte um endlich Richtung Wasser zu kommen, war etwas, worüber sich gefälligst die Polizei den Kopf zu zerbrechen hatte.

Um zu bestätigen, dass dieser imaginäre Entführer nicht nur ein Mann war, der sein eigenes Kind herumtrug, musste Matthew dazu dienen, das Vorhandensein von Maddie so einzugrenzen, dass die Wahrscheinlichkeit proportional stieg, dass sie genau zu diesem Zeitpunkt entführt worden war. Gerry hatte Madeleine ja noch friedlich schlafend *hust* im Apartment gesehen, kurz bevor Jane den Entführer MIT dem Kind im Arm entdeckte. Also musste Matthew erklären, er wäre eine viertel Stunde nach Gerry IM Apartment gewesen und hätte evtl. einen kleinen Lichtschimmer durchs Fenster gesehen und der Winkel in dem die Tür des Kinderzimmers geöffnet war, wäre auch ein anderer gewesen, als Gerry ihn zurückgelassen hätte. Ergo: der Entführer war bereits im Apartment als Gerry dort war (wobei der nicht das offene Fenster bemerkt hatte) und verschwand mit Madeleine aus dem kleinen Fenster im Kinderzimmer während Gerry mit Jeremy Wilkins vor dem Gartentürchen plauschte. Während die uneingeweihte Dianne Webster immer behauptete, dass alle Eltern nur für die Überprüfung der eigenen Kinder zuständig waren, musste nun Matthews Überprüfung der fremden Kinder IM Apartment irgendwie relativiert werden. Daher musste Russell in seinem Rogatory Interview plötzlich erzählen auch er hätte schon mal die Kinder der anderen in den jeweiligen Zimmern aufgesucht, mit oder ohne Schlüssel. Nur um zu vertuschen, dass der erfundene Besuch von Matthew so aussergewöhnlich war, wie die portugiesische Polizei vermutete.

Man kann sich vorstellen, wie verheerend die Smith Begegnung war, wenn man sich diese haarsträubenden Erklärungsversuche ansieht.

Die weiteren Abläufe des Abends wurden ja schon ausgiebig hier besprochen. Ich wollte eine Vertuschung des möglichen Todeszeitpunkts 2. Mai erläutern und wie genau die verschiedenen verwirrenden Aussagen, Aussagenänderungen und Verhaltensweisen in dieses Bild passten.

Natürlich erhebe ich keinen Anspruch auf Richtigkeit, aber alle Hypothesen sind von Fakten aus den Akten und den Rogatory Interviews gestützt.

Samstag, 8. Januar 2011

Ein Desaster


Ein Urlaub im Frühjahr nach einem trostlosen Winter wird sicher mit den schönsten Vorstellungen befrachtet. Sonnenbaden, Strandgeschichten, laue Nächte mit Freunden und endlich Zeit für den Partner.

Was passiert, wenn die Realität so garnicht der Vorstellung und den dringenden Bedürfnissen entspricht? Wenn das Wetter kalt und bedeckt ist und nicht besser, sondern schlechter wird, mit Regen am 5. Tag? Wenn die täglichen Verpflichtungen mit 3 Kindern unter 4 Jahren nicht geteilt, sondern wie immer auf einen Partner entfallen, vor allem das abendliche Baden und das schwierige Zubettbringen der Kinder während der Partner jeden Abend am Tennis teilnimmt? Wenn dann noch der Ehemann die gutaussehende und -ausgestattete junge Angestellte an den gemeinsamen Tisch bittet und die Ehefrau ignoriert und sie aus Verzweiflung einer Freundin per SMS ihre Wut in vielfachen Nachrichten berichtet? Wenn das Kind, das am schwierigsten ist und die Nachbarn mit nächtlichem Geschrei nach dem geliebten Vater alarmiert, am Mittwoch einen Wutanfall auf dem Spielplatz hat und die Mutter es mal wieder alleine nach Hause bringen muss? Wenn dieses Kind an diesem Abend einfach nicht ins Bett will und nach seinem Daddy verlangt, der nach einer schnellen Dusche schon mal mit seinem Freund voraus geht zum Restaurant und seine Frau in ihrem Stress alleine lässt? Das Kind auf die Couch springt um nach dem Mann zu rufen, der unten mit seinem Freund scherzend, vorbei geht und der verantwortlich für die Misere der Frau ist?

Keine Ahnung, wirklich, ich hatte nur einen verstörenden Traum heute Nacht.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Russell O'Liar

Deutsch/English

Russel O'Brian wurde am 8. April in seiner ersten Befragung im Rahmen des Rechtshilfegesuchs der portugieseschen Polizei ausführlich befragt. Unglücklicherweise wurde dieses Interview wegen einer angeblich defekten Kamera nicht aufgezeichnet. Trotzdem gab es eine schriftliche Zusammenfassung seiner Aussagen, die ihm am 10. April zur "Korrektur" vorgelegt wurde. Kein anderer hatte die Möglichkeit seine Aussagen so freizügig zu revidieren und Russell nahm davon ausführlichst Gebrauch. Mehr als die Hälfte der Zeit, die im 2. Interview angesetzt war, wurde darauf verwandt seine erste Aussage umzuschreiben. Hier sind die 34 Punkte, die mir aufgefallen sind. Einige sind sicher in der alles andere als kohärenten zweiten Aussage verloren gegangen:

1
Original: We had been due to go away as couples to Greece in 2006
Geändert: We had been due to go away as couples to Mallorca in 2005

2
Original: Andrew Gold
Geändert: Stuart Gold

3
Original: I recall that Charlotte PENNINGTON who was a nanny at Mark Warner was also sat on the bus- I believe that she looked after Fiona and Dave's kids.................................
Geändert: I recall that Charlotte PENNINGTON who was a nanny at Mark Warner was also sat on the bus- I believe that she looked after Fiona and Dave's kids.
Ein Satz der wahrscheinlich damit zu tun hatte, dass Pennington behauptete im Bus mit Kate und Gerry gewesen zu sein - was nicht sein kann, da sie ja mit Russell im Bus war, wurde gelöscht.

4
Original: originally he stated that they got the keys to the apartments in the bus
Geändert: Whilst we were on the bus we were given welcome packs and from what I recall we had been allocated room numbers and the packs I do not believe that it included the apartment keys (5D) but I cannot be sure.

5
Original: I recall sending a text message.....to a friend from Germany - who had tried to ring me in relation to work
Geändert: I recall sending a text message.....to a friend from Germany - who had tried to ring me

6 Original: I recall that they spoke about where to eat. I recall this was to be – at the Millennium Restaurant
Geändert: I recall that they spoke about where to eat

7
Original: We all went to the Millennium Restaurant that evening, it was a ten minute walk, this was around 18:30-19:00
Geändert: We all went to the Millennium restaurant that evening including the children it was a 10minute walk this was around 18:00-18:30hours

8
Original: Everyone expect Matt was there because he was feeling unwell
Geändert: it was at this meal that Matt began to feel quite unwell

9
Original: he originally stated that he had wind surfing lessons on Sunday but changed that
Geändert: Sunday 29th April 2007 I had booked into water-sports on the Saturday but I don't think they operated on Sunday. I can't recall exactly what I did on what day but I had booked to have windsurfing lessons and to do a bit of sailing.

10
Original:‘I’m aware that Rachael asked to eat there each night for the remainder of our stay’
Geändert: We were booked into the Tapas bar, we ate there that night initially it was booked as a one off I think by Rachael as far as I am aware the table was booked for 20:30hours. I am aware that Rachael asked to eat there each night for the remainder of our stay this I believe was booked on the Monday morning as a block booking. (I can certainly remember being stood, erm, around, there was a number of the group, erm, with her at the time, but I think it was Rachael that asked”.)

11
Original: Dave and Fiona used their two-way child monitor alone to monitor their children
Geändert: Dave and Fiona used their two way child monitor to monitor their children.

12
Original: We were led to believe that there was a Baby Listening Service but this wasn’t the case
Geändert: I'd like to point out that we knew that there was NOT a baby listening service

13
Original: I’m aware that initially we would only check on our own rooms, on occasions we may have listened at other apartments and doors and windows
Geändert: 'm aware that initially we would only check on our own rooms but on occasions we often listened at other apartment doors or windows, and made checks on some visits.

14
Original: ‘I had taken their keys (McCann and Oldfield) and recall the door was deadlocked, I needed to turn the key two times, the shutters were down’
Geändert: On Sunday I recall I checked Kate and Gerry's apartment as well as Rachael and Matt's. I had taken Matt's keys and I believe that their door was deadlocked the same as ours and that I would have needed to turn the key two times. We kept our shutters down, and the patio door was closed I am not sure whether theirs was the same. I recall that Kate and Gerry's apartment was accessed by the patios door which was left closed and unlocked. I recall that their front door was accessed from the car-park access was easily gained to the apartment from the poolside.

15
Original: We didn't eat out at lunchtime we generally ate with Rachael and Matt and this was in our apartment
Geändert: We didn't eat out at lunchtime we generally ate with Rachael and Matt and this was in our apartment or theirs, as well as at David and Fiona's. After Madeleine disappeared we all began eating lunch at Dave and Fiona's apartment.

16
Hinzugefügt: ‘I think Dave went to his apartment and Kate and Gerry’s’

17
Original: Dan the tennis coach was also present, as were some other male guests
Geändert: Dan the tennis coach was also present, as were some other male guests and Gerry

18
Original: I got back to the flat around 20:00hours as we were running late we had to take the rackets back with us. The children were awake.
Geändert: I got back to the flat around 20:00hours as we were running late we had to take the rackets back with us. The children were in bed

19
Original: Kate and Gerry had lunch in their apartment as they did each day
Geändert: Kate and Gerry had lunch in their apartment as they did on most days

20
Original: I went out in the afternoon near to the beach I think possibly me and Matt may have kayaked
Geändert: I went out in the afternoon to the beach I was with Matt and as far as I can recall we went out kayaking. (talking about Dave possibly being there as well but not getting it added to the statement)

21
Original: ‘Went to the flat with E*** While she was resting I went outside to watch Jane play tennis’
Geändert: I went to the flat with E***, whilst she was resting I read a book. When she woke up we went outside to watch Jane play tennis

22
Original: ‘I believe I saw Madeleine at lunchtime’
Geändert: I saw Madeleine at lunchtime

23
Original: ‘I can’t recall if I collected El*or whether she was brought up by the Nannies, it’s all a bit hazy now’
Geändert: I can't recall if Jane or I collected E*** it's all a bit hazy now.

24
Original: ‘Madeleine was playing tennis they were having a lesson
Geändert: I recall that Madeleine and E**a had had a similar lesson the day before.

25
Original: The Nannies had brought the children up for readiness for tea, I can’t say if I saw Madeleine when E came back’
Geändert: I collected E*** from the Ocean Club before she went up to tea at the Tapas Bar, I cannot say whether Madeleine was there or not. (Er sagte ausserdem in beiden Versionen: ""When we came back Jane was at the beach with the children"")

26
Original: I don’t recall at what point, it was around twenty-one zero five to twenty-one twenty (Zeit in der Gerry den Tisch verlassen hatte)
Geändert: I don't recall at what point but it was around 21:05 Gerry left the table was only away for a little while

27
Russell wollte die Geschichte hinzufügen, in der er seine Tochter Evie badete und die Laken in die Waschmaschine steckte, aber es wurde dann doch nicht der Aussage hinzugefügt, als ihm klar wurde, dass er ja dann keine sauberen Laken gehabt hätte um das Bett dann zu beziehen.
Russell wanted to add the story that he had bathed his daughter Evie and had put the sheets in the washing machine but left it out of the statement when he realised that he would not have had clean sheets for the bed.


28
Original: The only people who would have known our routine would have been the waiters
Geändert: the people who would have known our routine would have been the waiters

29
Original: the original statement contained a detailed description of the McCann apartment by Russell from when he checked on the kids on Sunday originally through the front door via the McCann's key, to be changed to the patio door.
Geändert: the description was deleted and Russell said ""But that’s, you know, I suppose it’s on the video record anyway now""

30
Original: Some people went up the steps and entered the apartment
gelöscht deleted

31
Original: When I went to check the children I went to my flat first and then Matt walked on to his flat five ‘B’, I believe that he then went to check the McCANN’s children he was gone for sixty to ninety seconds
Geändert: When I went to check the children I went to my flat first then Matt walked on to his flat 5B, I believe that he was gone for around 60-90seconds. Then he checked on the MC CANN'S children having left my apartment.

32
Original: We were trying to find a picture but we were struggling’. ‘Kate checked the camera’. ‘Jane had taken a picture of Madeleine at the tennis lesson that day’
Geändert: We tried to find a picture of Madeleine Kate checked her camera but these were mainly of her at home or not such a clear picture. We found a picture of Madeleine but we couldn't print it off.

33
"Control Risk Group" wurde entfernt in Zusammenhang mit der Erstellung der Zeitschiene, wahrscheinlich ist die getippte Version gemeint, die später erstellt wurde.
"Control Risk Group" got deleted in connection with the compilation of the written timeline

34
Hinzugefügt im Zusammenhang mit Robert Murat:
Added in connection with Robert Murat:
This has troubled me he would have an alibi had he have been honest about being there



Die wichtigsten Punkte scheinen mir folgende zu sein:

- der Versuch das Kindertennis als Beweis zu nutzen, dass Madeleine am Donnerstag noch am Leben war -> zurückgenommen

- Die Bestätigung, dass Jane das Tennisphoto von Madeleine aufgenommen hatte, das aber nicht als Fahndungsphoto genommen wurde, sondern ein völlig veraltetes -> zurückgenommen

- Seine angebliche Überprüfunge der Kinder der McCanns am Sonntag. Meiner Meinung nach ein noch größeres Desaster als die Überprüfung von Matthew Oldfield. Russell musste den Zugangsort zu Apartment ändern sowie seine Beschreibung des Aparments löschen lassen.

- Die Erwähnung der Control Risk Group bei der Erstellung der Zeitschiene für den 3. Mai war wohl ein gravierender Faux-pas, der aus den Akten verschwinden sollte. Eine solch frühe Einmischung dieser Privatermittler sollte geheim gehalten werden.

- Der sehr erbärmliche Versuch sich von der Beschuldigung des Robert Murat zu distanzieren lädt zum Fremdschämen ein. Unglaublich!

- Die zuerst falsche Wiedergabe des Ablaufs der Überprüfung zusammen mit Matthew Oldfield, legt die Vermutung nahe, dass es sich um eine schlecht einstudierte Lüge sowohl seiner als auch Matts Geschichte handelt.

- Seine erste Aussage beinhaltete eine 15-minütige Abwesenheit Gerrys vom Restaurant, die natürlich revidiert werden musste, war doch das Restaurant das Alibi Gerrys für die Aussage der Familie Smith.


Die Frage ist berechtigt ob das Nichtfunktionieren der Kamera nur vorgeschoben war, um ihm Gelegenheit zu geben, viele seiner offensichtlich falschen Aussagen zu berichtigen.

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Russel O'Brian had been requestioned extensively by Leicestershire Police on April 8th 2008 due to the Rogatory Request initiated by the Portuguese Police. Unfortunately this interview was not recorded allegedly due to a non-functioning camera. Neverthesess a written compilation of his statements was made and given to him for a "review" on April 10th. No other person had the chance to review and change their statements so generously and Russell used this chance lavishly. More than half of the time that had been scheduled for the second interview was used to rewrite his first statement. See above the 34 points I have noticed. Some surely have been lost in his less than coherent second statement:

(Points 1 - 34)

The important points seem to be:

- the attempt to use the children's dinner as evidence that Madeleine was still alive on Thursday -> taken back

- the confirmation that Jane had taken the tennis photo of Madeleine, that had not been given to the police instead of a very old picture -> taken back

- his alleged check on the McCann's children on Sunday. IMO an even bigger desaster than the check by Matthew Oldfield. Russel had to change the access to the apartment and the description of the apartment had to be deleted.

- the mention of Control Risk Group helping to compile the typed timeline of May 3rd was apparently a grave mistake to be deleted from the files. Such an early involvement of the group should have been kept secret.

- the pathetic attempt to distance himself from framing Robert Murat is cringe worthy. Unbelievable!

- the at first wrongly stated course of events regarding the check together with Matthew Oldfield is pointing towards a badly rehearsed lie regarding his and Matt's story

- his first statement contained an absence from the restaurant by Gerry for 15 minutes, that had to be changed because Gerry's presence at the restaurant was his alibi for the Smith sighting.

The question seems eligible if the non-functioning of the camera was only a pretext to give him the opportunity to change so many of his obviously wrong statements.


Sonntag, 19. Dezember 2010

Handbuch der PR in Kriminalfällen


Schier unglaublich ist die KUNST der britischen PR Berater in Kriminalfällen. Gepriesen und verehrt seien sie ob der Raffiniertheit und Kompetenz die Öffentlichkeit zu "informieren" und ihre Klientel zu unterstützen in den schwierigen Zeiten permanenter Medienpräsenz.

Im Vergleich des momentan in den Medien vorherrschenden Kriminafalls der Ermordung von Anni Dewani in Süd-Afrika, deren verdächtigter Ehemann vom PR Profi Max Clifford beraten wird, mit dem Fall McCann und seinem eigenen PR-Künstler Clarence Mitchell möchte ich die geheimen Kniffe der Medienbezwinger verdeutlichen:


#1 Stelle einen PR "Guru" ein, der die öffentliche Meinung ändern soll und bei einem drohenden Gerichtsverfahren anschliessend behaupten wird, der Fall sei in der Presse vorverurteilt worden.

#2 Stelle Privatermittler ein um zu demonstrieren, dass die Polizei des Drittweltstaates, die dich verdächtigt, hoffnungslos unfähig ist


#3 Behaupte vehement, dass das "rückständige" Land, das dich anzuklagen versucht, nur seine Tourismusindustrie retten will

#4 Bringe das Auswärtige Amt dazu, dir volle Unterstützung zu gewähren und publiziere diese Tatsache ausführlich (einfach!)

#5 Bringe die Presse dazu, deinen Beruf bis zum Erbrechen zu erwähnen: DOKTOR oder MULTIMILLIONÄR


#6 Bezahle deinen PR Guru für jede Veröffentlichung der folgenden Worte: "ludicrous" "hurtful" "baseless allegations" "fingered by police" "no stone unturned"


#7 Wirf mit Drohungen von Verleumdungsklagen wegen der Veröffentlichung von "Gerüchten" nur so um dich


#8 Flüchte aus dem Land sobald du unter offiziellen Verdacht gerätst. Stelle dies als vollkommen normal dar.


#9 Mach das Beste aus der Situation - erreiche eine Kostenerstattung beim Rückflugticket deiner Frau oder eröffne einen "Fonds" um die Gerichtskosten zu tragen


#10 Diskreditiere Zeugen, egal ob betagte britische Damen oder deutsche Callboys - jeder ist käuflich


#11 Attackiere den mit der Untersuchung beautragten Polizeioffizier auf jeder möglichen Ebene


#12 Nimm dir auf jeden Fall sofort einen Anwalt für Auslieferungsrecht - wenn der von Pinochet ausgebucht ist, nimm einen vergleichbaren


#13 Starte eine Email Kampagne mit Hilfe deiner Freunde - virale Übersättigung ist unbezahlbar


#14 Publiziere private Homevideos um die Meinung der BILD-lesenden Klientel zu beeinflussen


#15 Bring Familie und Freunde dazu, der Presse gegenüber die absolute Harmonie in der Familie/Beziehung zu beschwören

Dienstag, 23. November 2010

Es hätte so schön sein können..

Alles wäre so einfach gewesen. Man hätte das Kind nachts entführen lassen können als alle schliefen, Matthew Oldfield hätte sich nicht die Zunge verbiegen müssen bei seinem Versuch, zwar die Zwillinge gesehen zu haben, aber Maddie nicht, Jane Tanner hätte nicht diese fatale Sichtung haben müssen, die ihr kein Polizist glaubte und es wären keine Fragen aufgekommen warum man denn die Kinder alleine gelassen hätte. Man wäre nur morgens aufgewacht, hätte die offenen Fenster und die Rollläden bemerkt und das Kind wäre verschwunden gewesen.

Aber das Schicksal, Gott, oder einfach Pech im Unglück führten dazu, dass die Verbringung der Leiche in ein passendes Versteck beobachtet wurde. Und nicht nur von EINER Person, die man mit Hilfe von Beziehungen zur Presse wahlweise als betrunken, kurzsichtig oder senil hätte diskreditieren können, sondern gleich von 9 (in Worten NEUN) Personen aller Altersgruppen, die den Träger des Kindes aus allen Perspektiven sehen konnten.

Die Panik kann man sich vorstellen. Mindestens einer der neun wird sich daran erinnern, wenn die Nachricht vom verschwundenen Kind die Welt erreicht. Mindestens einer der Gruppe wird eine Beschreibung abgeben können, wird vielleicht sogar bei einer Gegenüberstellung mit dem Finger zeigen.

Es muss ein Alibi her, am besten zwei.

Eine eingeschüchterte Bekannte muss für eine Sichtung herhalten. Sie soll den "Entführer" genau zu dem Zeitpunkt (21:15) sehen, als der wahre Träger des Kindes sich mit dem einzigen unabhängigen Zeugen, Jez Wilkins, unterhält, um so auszuschließen, dass der Träger des Kindes und Gerry die gleiche Person sein können. Also muss einerseits die Beschreibung des "Entführers" ähnlich sein, andererseits aber auch in wichtigen Punkten abweichen um die Beschreibung der Smiths zu verwässern und von Gerry abzulenken. Also werden speziell die Haare und auch die Farbe der Hose anders beschrieben.

Dies alles erklärt auch den Weg, den der Entführer nehmen musste nämlich in die entgegengesetzte Richtung zur Begegnung der Familie Smith mit ihm eine dreiviertel Stunde später. Nur eine Sichtung mit Gerry, Jez und dem Entführer zusammen, kann als Alibi halbwegs taugen.

Zur weiteren Unterstützung des Tatzeitpunktes im Moment des Alibis durch Jez Wilkins, muss ein weiterer Freund, Matthew Oldfield, die offenen Rollläden gegen 21:30 bestätigen. Wie bereits in früheren Blogeinträgen berichtet, geht das arg in die Hose und die Polizei glaubt dieser Überprüfung der Kinder nicht.

Da die tatsächliche Begegnung zwischen dem Träger des Kindes und der Familie Smith aber nicht um 21:15 Uhr sondern um 22:00 Uhr passierte, wird als zweites Alibi die Entdeckung der Entführung auf diesen Zeitpunkt gelegt. Auch wenn sie wahrscheinlich erst 10-15 Minuten später erfolgte, da ja der Träger des Kindes zu dem Zeitpunkt gar nicht anwesend war. Diese durch keinen unabhängigen Zeugen bestätigte Zeit nutzte sogar der Generalstaatsanwalt, als vorgeschobenen Grund um den Fall auf Eis zu legen.

Immer diese Iren! Wer konnte ahnen, dass ausgerechnet neun von Ihnen die völlig abgelegene Straße zu einem Zeitpunkt nutzen würden, wenn sonst nie jemand dort entlang geht. Ohne sie wäre es eine recht entspannte Entführung gewesen, nachts wenn alle schliefen und keiner sich in unhaltbaren Sichtungen und Nichtsichtungen verheddern konnte. Ohne Verletzung der Aufsichtspflicht.

imo of course...

Donnerstag, 11. November 2010

Verzweiflung


Angeregt durch die Diskussion über die Übersetzung und Bedeutung des Wortes "Review" bin ich zu Überlegungen gekommen, die rein spekulativ aber hoffentlich interessant sind.

Ich bin immer davon ausgegangen, dass dieser "Review" dazu gedacht war, die portugiesische Untersuchung zu diskreditieren und eine britische Untersuchung anzustreben, die die Eltern dann von allem Übel freisprechen sollte.

Meine Meinung hat sich aber dramatisch geändert, so dramatisch wie die Bemühungen um diese "Review" sich gesteigert haben. Die steigende Verzweiflung zeigt sich in jedem Pressephoto aber noch mehr in ihren Äußerungen in der Presse und ihren Handlungen.

Beschimpfungen führender Politiker inklusive des Premierministers zeugen von einer Position mit dem Rücken zur Wand. Wer sich noch Hilfe von dieser Seite erhofft, bricht nicht alle Brücken ab zu denen, die sie bringen könnten. Der letzte verzweifelte Versuch mit erhofften 100.000 Unterschriften aus der nicht überprüfbaren Petition die Regierung unter Druck zu setzen wird eben an dieser fehlerhaften Petition scheitern. Nicht umsonst hat die britische Regierung eine eigene seriöse Petitionsseite für solche Anliegen.

Was steckt hinter dieser Verzweiflung? Befürchten Sie vielleicht eine kurz bevorstehende Wiederaufnahme des Falles in Portugal oder sogar die Eröffnung eines Verfahrens was nur mit neuen Beweisen denkbar ist. Dann brauchen sie wirklich dringend diese neuen Beweise um diese in altbewährter Manier bereits vorab zu verwässern, verfälschen, verlachen, verdrehen.

Und dann kommt Goncalo Amaral, der Mann den sie wie keinen hassen und zu vernichten versuchen und spricht in seiner ruhigen, hintergründigen Art von Überwachungskameras und einem verfallenen Haus auf der Route der Smith Sichtung. Plötzlich sind die Rollen vertauscht. Er ist am Zug, er deutet an, winkt mit dem Zaunpfahl und stichelt mit diesem Artikel im Sunday Express.

Die Panik wird größer. Es geht tatsächlich nicht mehr nur um die Diskreditierung der Portugiesen sondern um Fakten aus den Akten die Ihnen nicht bekannt sind. Was sind die neuen Beweise?

Aber woher wissen sie überhaupt von evtl. neuen Beweisen und warum wissen sie nicht was diese sind? In der Presse wurde ja mehrfach berichtet, dass Jim Gamble bereits eine Art Review im April durchgeführt und an den damaligen Innenminister geleitet hatte. Die Leicestershire Polizei wurde beschuldigt Fehler gemacht zu haben. Haben genau diese die Herausgabe und Einsicht in alle verfügbaren Dokumente verweigert? Wäre Alan Johnson an der Macht geblieben hätte eine andere Polizei die Ermittlungen übernommen und die Dokumente der Leicestershire Polizei wären an diese gegangen und Gamble hätte wahrscheinlich Einblick erhalten.

Letztendlich ist also Gordon Brown selbst, mit seiner katastrophalen Wahlniederlage, daran schuld, dass sich der Fall, dem er so viel persönliche Aufmerksamkeit widmete, jetzt die Eltern in die Verzweiflung treibt.

Samstag, 6. November 2010

Breaking News (Update)


Eine kurze Zusammenfassung der beiden unten stehenden Artikel: Der Sunday Express, das einzige Blatt, das von den McCanns mit einer Verleumdungsklage bedroht wurde und dann eine aussergerichtliche Einigung für sehr viel Geld erwirkte, titelt mit der Headline "Wir werden den Maddie Fall wieder aufnehmen, sagen die Portugiesen". Tatsächlich steht dann im Artikel aber, dass Polizisten, die am Fall arbeiten, bereit dazu wären und gerne mit Kate und Gerry zusammenarbeiten würden, vor allem darin die Rekonstruktion, die nie zustande kam, durchzuführen und vor allem die Diskrepanz zwischen Jane Tanner's und der Smith Sichtung aufzuklären. Um dies zu erreichen, müssten sie nur ein Schreiben an die PJ und den Staatsanwalt aufsetzen während ihres Besuches in Portugal am Dienstag.

Eine klare Reaktion der Portugiesen auf die erbärmliche Petition der McCanns bezüglich eines "Reviews", dessen Sinn einzig und allein darin bestehen soll, die portugiesische Untersuchung zu diskreditieren und ihnen bescheinigen soll, dass sie in England NIEMALS verdächtigt worden wären.

Der zweite Artikel des Sunday Express ist noch bizarrer. James Murray sprach mit Gonzalo Amaral in Praia da Luz und zusammen gingen sie den Weg ab, den der angebliche Entführer genommen hatte während dessen er die Familie Smith traf. (siehe mein Video rechts mit dem Titel "Smith Walk"). Goncalo Amaral begrüßt ein Review oder auch eine Wiedereröffnung des Falles und "unterstützt" die Eltern in ihrer Forderung.

James Murray lässt es sich nicht nehmen Amarals Buch anzusprechen, das kurz verboten gewesen wäre...

Auch hier ist die Smith Sichtung das zentrale Thema des Artikels, in dem noch ein weiteres Detail angesprochen wird. Es hätte ein Video einer Überwachungskamera gegeben, das den Träger des Kindes aufgenommen hätte, leider seien die Beamten zu spät zum Hotel Estrella da Luz gekommen - zu dem Zeitpunkt war es schon gelöscht worden.

Sehr clever gemacht das Ganze. Smithsichtung, Amaral's Buch, ihre Weigerung an der Rekonstruktion teilzunehmen und eine Art Rehabilitation von Amaral - alles in einem Blättchen. Ich glaube Richard Desmond, der Herausgeber des Express, hat darauf lange gewartet...
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Erst einmal die englische Fassung, die trotz massivem "Spin" nicht sonderlich gut aussieht für die McCanns. Sie fliegen am Dienstag nach Lissabon. Jane Tanner's Sichtung und die der Familie Smith sind im Gespräch. Die PJ erklärt dass sie jede Information, die ihnen zugesandt wird, evaluieren. Ich hoffe ganz stark dass sie auch Gerry's Hosen untersucht haben.
DETECTIVES working on the Madeleine McCann case say they are ready to reopen the investigation into her disappearance.
Portuguese police have indicated they would be happy to work with the missing girl’s parents and their friends.
The gesture will come as a huge boost to Kate and Gerry McCann, who last week launched a petition and urged Home Secretary Theresa May to request a review of the case.
A senior police source in Portugal said: “Detectives are committed to resolving this case and would work on any review and pursue any line of inquiry suggested.”
As the McCanns launched a petition last week, a frustrated Gerry said: “For the past three and a half years, the authorities have not being doing anything proactive to help Madeleine. I don’t think it’s right that the onus should fall on us. The authorities really should be doing more.”
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‘We don’t know how long this will go on, but it’s our life. The pain just makes us stronger’
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Kate added: “We need action. I don’t need fluffy, worthless words. We need somebody to do something.”
Almost 26,000 people had yesterday signed the online appeal for the Government to do more to find Madeleine.
Family spokesman Clarence Mitchell said: “Kate and Gerry are thrilled with the number of people who have supported them. It shows them there is still a huge amount of public opinion behind them.”
The couple, doctors from Rothley, Leicestershire, are due to fly to Lisbon on Tuesday to consult their lawyers.
Legal sources in Portugal say they should use their visit to ask their lawyer to formally write a letter to the Policia Judiciaria and to the Portuguese attorney-general’s office.

SEARCH UK NEWS for:

If a review was ordered, the Policia Judiciaria would suggest that there should be reconstructions of two key incidents on the evening of May 3, 2007, in Praia da Luz on the Algarve.
The McCanns’ friend Jane Tanner said she saw a man holding a child she believed to be Madeleine. Irishman Martin Smith said that the same evening he saw a man with a child in his arms walking to the beach.
Last year, a documentary prepared with the McCanns’ investigator, former British police officer Dave Edgar, highlighted those sightings.
A well-placed source in Portugal said: “Mr Edgar clearly recognises the importance of these two incidents. We had hoped to do full filmed reconstructions but that did not take place but we would be happy to try again to get that vital work done.”
He said that both Kate and Gerry McCann and their holiday friends, David and Fiona Payne, Diana Webster, Rachel and Matthew Oldfield, Jane Tanner and her partner Russell O’Brien, would be treated with great sensitivity in any reconstruction.
Last week Kate, 42, said she was “disappointed” over the Home Secretary’s failure to help find her daughter, saying: “There is an abductor out there who is free to take another child. Other children are at risk and nothing is being done.”
She added: “We don’t know how long this will go on for but it is our life. You get stronger handling the pain.”
The Portuguese police source said: “Every time we get information sent to us we look into it. Nothing is ignored.
“The frustration is that there has not been a strong lead for a long time.”
A McCanns’ spokesman said: “We would welcome any indication of support from the PJ. However, we would be hoping to have an official response to our call for a review of evidence.

Und noch mehr

MADELEINE MCCANN: DID THE CAMERA HOLD VITAL CLUE?

Story Image

The detective believes Madeleine McCann's abductor was caught on camera
Sunday November 7,2010


THE detective who led the initial investigation into Madeleine McCann’s disappearance believes her abductor was caught on camera – but revealed that the film was wiped before detectives saw it.
Yesterday controversial figure Goncalo Amaral backed Kate and Gerry McCann’s demand for a review and reopening of the investigation.
The Sunday Express took Mr Amaral, whose book Maddy: The Truth Of The Lie was banned briefly from bookstores, to Praia da Luz to ask him to reveal where mistakes were made.
He walked the route he believes the person who snatched Madeleine took. It begins at apartment 5A of the Ocean Club, from where the three-year-old disappeared on May 3, 2007.
Mr Amaral believes the person would have crossed a road leading to a poorly lit road alongside waste ground.
Standing at an entrance to the waste ground, Mr Amaral said: “This area was thoroughly searched.”
He walked a few steps and looked up at a CCTV camera and sighed loudly. The camera belongs to the Estrela da Luz resort hotel. “I believe that the person carrying a child in his arms was captured on film from that very camera,” he said.
“I asked my officers to gather all the CCTV footage in Luz but, by the time they got to this hotel, the film from this camera had been wiped over. It was a mistake and I will always regret it. I do feel Madeleine was let down.”
Walking alongside the waste ground, he enters a narrow street called Rua da Escola Primaria. “This is where there was a significant sighting of a man carrying a child in his arms,” he said. “He was seen by a witness, Martin Smith from Ireland.”

SEARCH UK NEWS for:
The man with the child continued down the hill and would have come to a crossroads. Opposite the junction is an empty villa with a large garden. The wooden door leading to the garden is open.
“It was open at the time and the villa is still empty,” Mr Amaral said. “My officers spent a lot of time here.”
Mr Amaral concludes that any new investigation should fully consider the statement of Mr Smith. “I hope this is seriously examined because it is an important aspect of the case,” he said.
Das besagte Haus habe ich auf Bitten eines Forum Mitglieds zigmal photographiert:


iPetition

Alles mit einem i davor ist heutzutage schwer trendy, warum also keine Petition zum Wohle eines verschwundenen Kindes und vor allem ihrer Eltern? Dachten sich die McCanns und wollten mit solch einer ihre Regierung überrumpeln, oder eher "moralisch" erpressen. Wenn Zigtausende einer Überprüfung der portugiesischen Polizeiuntersuchung zustimmten, würde man sie doch sicher bekommen. Hatte mit der letzten Regierung doch auch geklappt mit wesentlich weniger Aufwand.

Also frisch ans Werk und eine vorgefertigte Petition von ipetitions.com zusammengeschustert und über die so beliebte facebook Seite bekanntgemacht. In 3 Tagen fast 25.000 Unterschriften. Bei solchen Zahlen bekommen Umweltschützer und Kriegsmahner feuchte Träume. Vergleichbares gibt es nicht. Da fragt sich mancher, ob das Alles mit rechten Dingen zugeht.

Ich konnte es mir nicht verkneifen, diese Seite zu testen - ein paar Unterschriften mehr machen den Kohl auch nicht fetter, dachte ich mir. Und siehe da, man kann dort mit jeder beliebigen email Adresse seinen Hans Wilhelm setzen, auch mit hans.wilhelm@whatever.com. Keine Bestätigungsmail, die man anklicken muss, keine Überprüfung der IP auf Mehrfacheingabe, keine Überprüfung doppelter Namen. Obwohl solche Funktionen vorhanden wären. Man kann sogar die gleiche Mailadresse 2843 mal eingeben. Ähm, wenn man denn Zeit und Lust und ein trainiertes Handgelenk hat.

Aus langjähriger Erfahrung wissen wir aber, dass es engagierte Unterstützer der Eltern gibt, die selbst ein RSI-Syndrom nicht davon abhalten kann, den Objekten ihrer Bewunderung den erforderlichen Rückhalt zu geben.

Gespannt können wir nun abwarten, ob die neue britische Regierung dem Volksbegehren nachgibt und Geld in eine Untersuchung steckt, die ja eigentlich bereits ihr Ergebnis hat. Denn der oberste Kinderschützer der Insel hatte ja bereits im April berichtet, die McCanns seien zu Unrecht verdächtigt worden, die Untersuchung in Portugal sei eine Farce gewesen und hätte massive Fehler und riesige Löcher enthalten. Und überhaupt hätte das Groß-Britannien viel besser und vor allem anders angegangen, nach viel höheren Standards. Wahrscheinlich die Standards, die auch im Fall David Kelly angewandt wurden - Geheimhaltung für 70 Jahre. Dumm nur, dass Jim Gamble sein Amt geschmissen hat und halt nicht so richtig offiziell seine Erkenntnisse von sich geben kann. Die McCanns wollen all dies nun aus dem Mund der Innenministerin hören. Offizielle Reinwaschung. Da drunter tun sie es nicht.

Aber ob Tausende gefaketer Unterschriften dies erreichen werden ist mehr als fraglich.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Deutsche Sprak, schwere Sprak

Heute erlebten wir den offiziellen Launch der deutschen Madeleine Website, der groß in der britischen Presse angekündigt wurde. Im Gegensatz zum Buch-Urteil in Portugal...

Ein ungläubiger Blick auf die Übersetzung reichte mir um mich davon zu überzeugen, dass sich ganz bestimmt kein deutscher Freiwilliger dafür zu verantworten hat. Nach Einspeisung einiger Paragraphen in Google und Rückübersetzung derselben war schnell klar, dass es sich hier um eine an einigen Stellen angepasste Google Übersetzung handelt.

Ein paar Auszüge - zu Madeleine selbst...

Sie hat immer eine sehr beliebte kleine Person war, unter Berufung auf Kinder und Erwachsene gleichermaßen mit ihren lustigen und Sichbefassen Geschwätz. Sie hat viele Freunde, die offensichtlich vermissen sie sehr. Trotz ihres jungen Alters, er fühlte sich oft wie Madeleine war auf dieser Erde gewesen.
zu Jimbo Gamble
Zu wissen, wie engagiert Herrn Gamble auf diese Ursache ist, ist es äußerst traurig, dass er nicht weiter zu führen CEOP, die offensichtlich als Folge der vorgeschlagenen Änderungen Governmental fühlt.
aus der Message an die Regierungen dieser Welt:

Madeleines Entführung selbst war recht ungewöhnlich, dass es war die Entführung eines "Ausländers". Diese einzigartige eingeführt Schwierigkeiten, nicht zuletzt auch eine Sprachbarriere. Da die Menschen und Familien recht ausgiebig reisen heute vor allem innerhalb einer "grenzenlosen" Europa, wir glauben, dass eine europaweite Lösung für das Problem ist obligatorisch. Ich würde denken, dass nicht ein Ansinnen der Länder, die Zugehörigkeit zu einer "Europäische Union"?

und so weiter und so weiter. Eine absolut dilettantische, kostensparende Art sein Kind wiederzufinden, aber eine geniale Methode um mal wieder in die Zeitung zu kommen.

Apropos Zeitung, es wurde ja angekündigt, dass die Eltern ein Interview mit der BUNTEN gegeben hätten aus Anlass des Launches der deutschen Webseite. Heute erschien die BUNTE und ich musste leider Tony Bliar im Inhaltsverzeichnis sehen, statt der McCanns.

Vielleicht kommts ja nächste Woche, vielleicht ist ja bis dahin die grottige Übersetzung vergessen...










Dienstag, 26. Oktober 2010

Morgendämmerung

In der portugiesischen Talkshow Companhia das Manhãs erschien am 14. Oktober ein Interview u.a. mit Hernâni Carvalho, Journalist und Co-Autor des Buches "Maddie 129", der schon oft zum Fall Madeleine kommentierte.

In diesem Interview spricht er bedeutungsschwanger neunmal die Worte "Morgendämmerung in Praia da Luz". Jeder Verschwörungstheoretiker, der etwas auf sich hält, wird hier natürlich hellhörig, aber auch jeder andere, fragt sich, was dieser offensichtliche Hinweis bedeuten soll.

Das Interview bezog sich auf den kürzlichen Besuch von Kate McCann in Praia da Luz und Carvalho betont, dass immer noch keiner weiß, wo sich Madeleine befindet. Und er sinniert wie bedeutsam es doch wäre, wenn jemand etwas Neues herausfinden würde...

Dann fängt er mit diesen zusammenhanglosen Aussagen zur Schönheit von Praia da Luz bei Morgendämmerung an, und wiederholt dies wirklich geschlagene acht Mal.

Entweder bezieht er sich auf Kate's letzten Besuch dort, während dem sie mit der Frau des Priesters Hubbard joggen ging, oder aber er bezieht sich auf Ereignisse zur Zeit des Verschwindens von Madeleine.

Da wir nicht wissen, was Kate kürzlich im Morgengrauen machte, schauen wir uns den Morgen nach Maddie's Verschwinden einmal an. Das Ehepaar McCann war gegen 5:30 Uhr wieder auf den Beinen. Gegen 4:30 war die Suche zum Erliegen gekomme um gegen 7:00 Uhr wieder fortgesetzt zu werden. Wo waren die McCanns in dieser Zeit in der wohl kaum jemand unterwegs war? Es gibt von Ihnen keine Aussagen zu diesem Zeitpunkt, nur Fiona Payne erzählt, sie hätten sich alleine wieder auf die Suche nach Maddie begeben, kurz vor der Morgendämmerung.

Wer meinen Artikel "Das Ehepaar" gelesen hat, weiss, dass ich mich schon früh fragte, warum der Pädophilenring, der Maddie entführt haben sollte, wie Gerry am Abend des 3. Mai seiner Schwester erzählte, zu einem Ehepaar mutierte am Vormittag des 4. Mai, als Kate der Sozialarbeiterin Yvonne Martin gegenüber diese Aussage machte.

Könnte es sein, dass das Ehepaar McCann am frühen Morgen bei Morgendämmerung im westlichen Teil von Praia da Luz gesehen wurde, evtl. mit einem Kind auf dem Arm? Und dass deshalb das Gerücht vom entführenden Ehepaar gesponnen wurde?

Zu empfehlen hierzu ist die Lektüre der angeblichen Sichtung eines Ehepaares mit Kind am Morgen des 3. Mai durch Herrn George Burke Brooks, dessen Befragung allerdings in den Akten fehlt und dessen Sichtung durch die Eltern McCann selbst der Polizei bekanntgegeben wurden.

Herr Burke Brooks verschwand am 21. September 2007 ohne jemals selbst eine Aussage gemacht zu haben.

Zumindest keine, die sich in den Akten befindet.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Verbot des Buches von Goncalo Amaral aufgehoben (UPDATE)

Die Wahrheit über die Lüge darf wieder in Portugal gelesen werden. Unser Kampf für Presse- und Meinungsfreiheit hat sich gelohnt. Ein Gericht in Lissabon hat der Berufung von Goncalo Amaral stattgegeben und das Verbot des Vertriebs aufgehoben. Gleiches gilt für seine Fernsehdokumentation.

Das Buch würde keine fundamentalen Rechte der Kläger verletzen heisst es in der Urteilsbegründung und das Gericht beruft sich vor allem auf die Europäische Menschenrechts-kommission und die portugiesische Verfassung, die Meinungs- und Pressefreiheit betreffend.

Die Richter verglichen den Inhalt des Buches mit der Schlussschrift der Staatsanwaltschaft zum Fall Madeleine und konnten keine Fakten im Buch finden, die sich nicht auch in den Akten befinden. Daher folgerten sie, bewege man sich auf dem Boden der Meinungsfreiheit, wie diese Fakten zu interpretieren seien und der Autor des Buches, Goncalo Amaral sei aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Inspektor ein Experte in der Interpretation von Fakten.

Die Richter sehen auch das Recht der McCanns auf Privatsphäre nicht verletzt, da sie sich selbst ja freiwillig dasselbe beschränkt hätten, durch ihre Öffnung den Medien gegenüber. Durch diese Öffentlichkeit, die sie selbst geschaffen hätten, haben sie die Meinungsäusserungen von dritten im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu erdulden auch wenn sie den Ihren konträr seien.

(evtl. Korrekturen und Ergänzungen behalte ich mir bis zum Erhalt besserer Übersetzungen vor)

UND HIER DAS KOMPLETTE URTEIL IN ENGLISCH AUF JOANA'S SEITE

Montag, 11. Oktober 2010

Die Großmutter


Nach all den Diskrepanzen, die ich in den letzten Wochen in den Aussagen der Tapasniks gefunden und untersucht habe, ist mir erst jetzt aufgefallen, dass ich bisher keine Diskrepanzen in den Aussagen von Diane Webster, der Mutter von Fiona Payne gefunden habe. Sicher unterscheiden sich ihre Äusserungen in einigen Dingen von denen der Mitreisenden, aber wirklich falsche Aussagen konnte ich nicht entdecken.
Während allen anderen Beteiligten mindestens eine schwerwiegende Diskrepanz in ihren Aussagen nachgewiesen werden kann, 

  • Matthew Oldfield beschrieb ein völlig anderes Apartment in dem er Madeleine und die Zwillinge angeblich überprüft hatte.
  • Jane Tanner's Aussage, sie wäre an Gerry und Jeremy Wilkins vorbeigegangen, wird von keinem der beiden bestätigt und die Straße war leer und nicht sehr breit
  • David Payne's Bericht, dass er Madeleine gegen 18:00 gesehen haben will gibt es in so vielen Varianten, dass selbst die britische Polizei stutzig wurde
  • Rachael Oldfield, Fiona Payne und Russell O'Brien belasteten Robert Murat als einzige schwer mit der Behauptung er wäre am Abend des 3. Mai am Apartment gewesen
gibt es von Diane Webster keine offensichtlichen Unwahrheiten. Was wäre, wenn sie die einzige Uneingeweihte ist? Die einzige, die das Geschehen völlig unvoreingenommen wahrgenommen hat? Dann könnte man ihre Aussagen als festen Bezugspunkt sehen. Die einzige Person, deren Aussagen man glauben könnte, während alle anderen fragwürdig sind.Sie war die einzige, die der Polizei präzise sagen konnte, wann sie Madeleine das letzte Mal gesehen hatte – nämlich am Abend des 2. Mai um 17:00 Uhr beim Abendessen der Kinder.. Ausserdem erklärte sie kategorisch, dass sie Matthew Oldfield, bei seinem ersten Check der Kinder, NICHT begegnet sei, als sie zum Abendessen gingen. Sie erklärte auch der Polizei, dass die Rolläden NICHT geöffnet waren, als sie nach draussen ging um zu testen, ob sie sie hochschieben konnte. Was sie natürlich nicht konnte. Ausserdem konnte sie nicht bestätigen dass Gerry und Matthew überhaupt am Tisch waren als sie am Abend das Restaurant betraten.

Der Ausflug von sieben der neun Urlauber am Nachmittag des 3. Mai zum Strandrestaurant Paraiso, ein völliges Abweichen in der Routine und ganz ohne die Familie McCann, würde dann eine Bedeutung bekommen. Die Großmutter musste abgelenkt werden, um nicht zu bemerken, dass Madeleine nicht beim Abendessen der Kinder im Tapas Bereich sein würde, und nicht beim anschliessenden Spielen auf dem Spielplatz wie es sonst jeden Abend erfolgte.
Sollten alle diese Wahrheiten vielleicht untergehen in einer Fülle von Ungenauigkeiten und Widersprüchen um die wichtigste Tatsache zu verschleiern, dass Madeleine das letzte Mal um 17:00 Uhr des vorangegangenen Tages gesehen wurde?

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Lügen haben lange Beine

Deutsch/English



Matthew Oldfield machte am Abend des 3. Mai den entscheidenden Check im Apartment der McCanns - obwohl immer betont wurde, jeder war nur für die Überprüfung der eigenen Kinder zuständig.
Die Schilderung der Überprüfung fiel bei seinen ersten beiden Aussagen eher dürftig aus und hinterließ bei der portugiesischen Polizei mehr als ein Fragezeichen.



Matthew Oldfield was responsible for the important check on the evening of May 3rd in the McCann apartment - although it was stressed at the beginning that everybody was only responsible for the checking of their own children. The description of this check was very "basic" in his first statements and left more than one question mark with the Portuguese police.



Daher erstaunt es um so mehr, dass Matthew bei den sogenannten Rogatory Interviews in England, fast ein Jahr nach dem Verschwinden von Madeleine, neue bunte Details zum Vorschein brachte, die er bei seinen ersten Befragungen nicht erwähnt hatte.



Therefore it was astounding that Matthew, in the so called rogatory interviews in England, talked about new and colorful details he had never mentioned before, almost one year after the disappearance of Madeleine.




...die Gardinen (im Kinderzimmer) waren geschlossen und sie waren ähnlich denen, die Sie hier drin haben, und man hatte gerade so den Eindruck von Grün und Gelb...



...the curtains (in the children's bedroom) were shut and, they're similar curtains to the ones you've got in there, and you just get an impression of just like green and yellow...



Hier sind die Gardinen aus dem Schlafzimmer von Madeleine (links) und die Gardinen aus dem Apartment der Freunde in 5D (rechts):



These are the curtains in Madeleine's bedroom (left) and the curtains of their friend's apartment in 5D (right):














4078 “Und Sie sind durch das Apartment gegangen und Sie sagten dort war ein Licht an?”

Reply “Yeah”.

4078 “Eine Lampe, sorry, eine Tischlampe?”

Reply “Yeah, ja so in etwa, da war so eine Art von rundem, Art von Tisch so in etwa und dann eine Art kleiner Lampe”.



4078 "And you have walked through the apartment and you said there was a light on?"

Reply "Yeah".


4078 "A lamp, sorry, a table lamp?"


Reply "Yeah, I think sort of, there was like a little sort of round sort of table like this and then sort of a small lamp".



Im ganzen McCannschen Apartment findet sich kein runder Tisch, nur ein eckiger mit einer Lampe drauf, aber im Nachbarapartment wiederum, findet man einen runden Tisch.



Nowhere in the McCann's apartment will you find a round table, just a square one with a lamp on top, but in the neighbouring apartment again you will find a round table.

















..Er erklärte dass das Schlafzimmer zwei Fenster hätte...



..He explained that the bedroom had two windows...



Maddies Kinderzimmer hatte nur ein Fenster (siehe oben), aber sein eigenes Schlafzimmer hatte 2 Fenster
.


Maddie's bedroom had only one window (see above), but his own bedroom window had 2 windows.










... Ich erinnere mich irgendwie, dass ich an ihrem Bücherregal entlangschaute als ich durchgegangen bin, um zu sehen ob da irgendetwas war das ich nehmen konnte und die nächsten paar Tage lesen konnte...



..I sort of remember sort of looking along their bookshelf as I walked through to see if there was anything that I could sort of take to read for the next couple of days...





Im Apartment der McCanns gab es kein Bücherregal, zumindest keines dass die Bücher offen zum Überfliegen bereithielt, im Nachbarapartment jedoch....




In the McCanns apartment there was no book shelf, at least none that displayed books openly to leave along them - in the neighbouring apartment though...














Warum diese offensichtlich falschen Details? War er jemals überhaupt in dem Apartment?


Why these obviously wrong details? Had he ever entered the apartment?


Hier gibts noch mehr Bilder aus dem McCannschen Apartment und die Bilder aus dem anderen Apartment habe ich aus diesem sehr interessanten Film entnommen.

Sonntag, 5. September 2010

Manipulationen


Heute möchte ich über ein kleines Detail berichten, das ich beim Studium der Akten gefunden habe. Bisher unbeachtet, ist es sicherlich keine aufregende Enthüllung, verdeutlicht aber umso mehr, wie Informationen von Seiten der McCanns gestreut wurden und wie naiv und vertrauensselig britische Jounalisten agierten.

Die Aussagen der Tapas 9 im Mai 2007 gegenüber der portugiesischen Polizei kenne ich mitlerweile fast auswendig, und so stolperte ich beim Lesen der sog. Rogatory Interviews, d.h. die von der PJ geforderten Befragungen durch die Polizei von Leicestershire im April 2008, über ein winziges Detail, das mir unbekannt war. Nachdem ich die Mai-Befragungen sorgfältig noch einmal durchforstet hatte, war ich sicher, dass Jane Tanner ein kleines, vorher unerwähntes Detail gegenüber der britischen Polizei erstmals erzählte.

Nämlich dass auch sie, wie die Paynes, ein Babyphone dabei hatten. Allerdings wäre das technisch nicht so gut gewesen, und der Empfang wohl eher unzuverlässig gewesen, daher hätten sie zusätzlich ja auch die Kinder regelmäßig noch im Apartment überprüft. Aber sie vermute, dass sie eventuell unbewusst, durch das Testen des Gerätes im ummauerten Tapas-Bereich den "Entführer" darauf aufmerksam gemacht hätte, dass sie ihre Kinder alleine ließen.

Ein Babyphone, dass als zusätzliche Sicherheit immer mit zum Essen genommen wurde, hätte sicherlich gegenüber der portugiesischen Polizei die Sorge der Eltern und ihre Verantwortung für die Kinder deutlich unterstreichen können. Die drohende Klage wegen Vernachlässigung hätte abgeschwächt werden können. Warum wurde es NIE in den Verhören durch die portugiesische Polizei erwähnt?

Bei Recherchen stieß ich dann auf den Artikel von David James Smith, "Kate and Gerry McCann: Beyond the smears", der in der Times erschien, und dem bei Erscheinen im Dezember 2007 viel Lob aufgrund der "objektiven" Berichterstattung gezollt wurde. In diesem Artikel wird merkwürdigerweise das Babyphone von Jane Tanner erwähnt, obwohl die Rogatory Interviews noch gar nicht erfolgt waren und vorher nie von diesem Gerät die Rede war.

Eine Mailanfrage an den Autor (der fest an die Unschuld der McCanns glaubt und nichts von "Hobby-Detektiven" und "Leichenfledderern" hält) ergab, dass er vor der Veröffentlichung seines Artikels, ein längeres "Briefing" durch Gerald McCann erhalten hatte und die Info zum Babyphone wohl daher käme.

Mehrere Fragen werden hier aufgeworfen:

Welcher journalistischen Ethik entspricht es, Briefings von Verdächtigen in Empfang zu nehmen und sie ungeprüft zu veröffentlichen?

Wie verhält es sich dann mit den anderen Infos im Artikel, wie z.B. der konsumierten Menge an Alkohol, die Verletzung der Achilles-Ferse, dem zeitlichen Ablauf des Abends....?

Warum wurde dieses kleine Detail hinzugefügt?

Wie fühlt sich ein Journalist, der für die Verbreitung von Propaganda missbraucht wurde?

Zumindest zum letzten Punkt kann ich sagen, dass "Englands führender Kriminalreporter" sich keiner Schuld bewusst ist und auch nichts Verdächtiges erkennen kann. Allerdings hat er definitiv keinen Blick in die Akten geworfen, denn von der Begegnung der Familie Smith mit einem Mann, der ein Kind trug zum Zeitpunkt der "Entführung" hatte er keinen Schimmer.

Wieder einmal wird hier die Qualität der heutigen Medienmacher nur allzu deutlich.

Freitag, 27. August 2010

Es herrscht Krieg


Daniel Assange, der Sohn des Wikileaks Protagonisten, schrieb auf seiner Facebook Seite den Satz: "Dieser Mann (sein Vater) hat eine Art mit der er sich viele Frauen zu Feinden macht".

Daraus wurde in der Presse dann:

"Wikileaks Gründer hat eine schlechte Bilanz bei Frauen"
"Mein Wiki Dad ist ganz fürchterlich mit den Damen"
"..er sei ein Aptraum wenn es sich um Frauen handele..."

Darauf via Twitter angesprochen, meinte Daniel zu mir: " Ich hatte nicht erwartet, dass sich die Medien so hinterhältig verhalten würden; werde vorsichtiger in der Zukunft sein müssen."

  1. Daniel Assange
    somnidea @UnterdenTeppich Most certainly. I wasn't expecting the media to behave quite so underhandedly; will have to be more cautious in the future.
-- this quote was brought to you by quoteurl


Wenn selbst der Sohn eines Mannes wie Julian Assange scheinbar keinen Schimmer hat, wie bösartig die Medien sein können, wenn es um Auflagen und Interessen Dritter geht, dann verwundert es nicht, dass immer noch kaum jemand die Manipulationen, Auslassungen, Übertreibungen und schlichtweg Lügen der Mainstream Medien so bewusst wahrnimmt, dass er es auf sein eigenes Leben bezieht.

Dabei werden diese Auswüchse immer offensichtlicher, je heftiger der Krieg zwischen den etablierten Medien und der Blogosphäre tobt.

Im April 2009!!!! wurden die Gerichtsdokumente des Falls Dutroux von Wikileaks veröffentlicht und erst in den letzten beiden Tagen berichten die Medien darüber. Warum wird nun alles was ein negatives Licht auf die Whistleblowerseite werfen könnte hervorgekramt? Da kann ja nicht überall die CIA oder das Pentagon dahinterstecken.

Nein, die Angst der MSM vor den "neuen" Medien wie Blogs und Whistleblower Sites führt zu einer gehäuften Diskreditierung derselben in den letzten Wochen. Alles was nicht in den Zeitungen steht, also nicht gemässigtem Mainstream entspricht und/oder mit Regierungssprechern oder Herausgebern abgestimmt und entschärft wurde, wird per se als Verschwörungstheorie diskreditiert und lächerlich gemacht. Auch deutsche Zeitungen mischen hier kräftig mit. Die ZEIT bezeichnet das berechtigte Bürgerbegehren im Fall des Todes von Dr. Kelly nach einer offiziellen gerichtsmedizinischen Untersuchung, als Auswuchs einer Verschwörungstheorie, obwohl der Abschlussbericht der letzten nicht-gerichtsmedizinischen Untersuchung für 70 Jahre unter Verschluss bleiben soll.

Jeder Blogger, Twitterer oder Facebooker, der nicht der Meinung der MSM ist, wird momentan als kauziger Verschwörungstheoretiker diffamiert, womöglich mit einem Hut aus Stanniol auf dem Kopf um elektromagnetische Wellen abzuwehren, der völligen Lächerlichkeit preisgegeben.

Natürlich kennen wir, die wir uns seit Jahren mit dem Fall McCann und angrenzenden Themen befassen, diese Strategie nur zu gut. OBWOHL die Akten des Falls öffentlich verfügbar sind und den Medien explizit ausgehändigt wurden, hat sich ausser uns bisher keine der MSM wirklich mit dem Inhalt der Akten befasst und sie analysiert. Stattdessen werden die, die es tun, als Hütchenträger diffamiert.

Aber die Zeiten haben sich geändert. Die Veröffentlichung der Akten auf Wikileaks würde ihnen ganz sicher die Aufmerksamkeit zur Zeit bescheren, die wir uns immer gewünscht haben.