Donnerstag, 28. Oktober 2010

Deutsche Sprak, schwere Sprak

Heute erlebten wir den offiziellen Launch der deutschen Madeleine Website, der groß in der britischen Presse angekündigt wurde. Im Gegensatz zum Buch-Urteil in Portugal...

Ein ungläubiger Blick auf die Übersetzung reichte mir um mich davon zu überzeugen, dass sich ganz bestimmt kein deutscher Freiwilliger dafür zu verantworten hat. Nach Einspeisung einiger Paragraphen in Google und Rückübersetzung derselben war schnell klar, dass es sich hier um eine an einigen Stellen angepasste Google Übersetzung handelt.

Ein paar Auszüge - zu Madeleine selbst...

Sie hat immer eine sehr beliebte kleine Person war, unter Berufung auf Kinder und Erwachsene gleichermaßen mit ihren lustigen und Sichbefassen Geschwätz. Sie hat viele Freunde, die offensichtlich vermissen sie sehr. Trotz ihres jungen Alters, er fühlte sich oft wie Madeleine war auf dieser Erde gewesen.
zu Jimbo Gamble
Zu wissen, wie engagiert Herrn Gamble auf diese Ursache ist, ist es äußerst traurig, dass er nicht weiter zu führen CEOP, die offensichtlich als Folge der vorgeschlagenen Änderungen Governmental fühlt.
aus der Message an die Regierungen dieser Welt:

Madeleines Entführung selbst war recht ungewöhnlich, dass es war die Entführung eines "Ausländers". Diese einzigartige eingeführt Schwierigkeiten, nicht zuletzt auch eine Sprachbarriere. Da die Menschen und Familien recht ausgiebig reisen heute vor allem innerhalb einer "grenzenlosen" Europa, wir glauben, dass eine europaweite Lösung für das Problem ist obligatorisch. Ich würde denken, dass nicht ein Ansinnen der Länder, die Zugehörigkeit zu einer "Europäische Union"?

und so weiter und so weiter. Eine absolut dilettantische, kostensparende Art sein Kind wiederzufinden, aber eine geniale Methode um mal wieder in die Zeitung zu kommen.

Apropos Zeitung, es wurde ja angekündigt, dass die Eltern ein Interview mit der BUNTEN gegeben hätten aus Anlass des Launches der deutschen Webseite. Heute erschien die BUNTE und ich musste leider Tony Bliar im Inhaltsverzeichnis sehen, statt der McCanns.

Vielleicht kommts ja nächste Woche, vielleicht ist ja bis dahin die grottige Übersetzung vergessen...










Dienstag, 26. Oktober 2010

Morgendämmerung

In der portugiesischen Talkshow Companhia das Manhãs erschien am 14. Oktober ein Interview u.a. mit Hernâni Carvalho, Journalist und Co-Autor des Buches "Maddie 129", der schon oft zum Fall Madeleine kommentierte.

In diesem Interview spricht er bedeutungsschwanger neunmal die Worte "Morgendämmerung in Praia da Luz". Jeder Verschwörungstheoretiker, der etwas auf sich hält, wird hier natürlich hellhörig, aber auch jeder andere, fragt sich, was dieser offensichtliche Hinweis bedeuten soll.

Das Interview bezog sich auf den kürzlichen Besuch von Kate McCann in Praia da Luz und Carvalho betont, dass immer noch keiner weiß, wo sich Madeleine befindet. Und er sinniert wie bedeutsam es doch wäre, wenn jemand etwas Neues herausfinden würde...

Dann fängt er mit diesen zusammenhanglosen Aussagen zur Schönheit von Praia da Luz bei Morgendämmerung an, und wiederholt dies wirklich geschlagene acht Mal.

Entweder bezieht er sich auf Kate's letzten Besuch dort, während dem sie mit der Frau des Priesters Hubbard joggen ging, oder aber er bezieht sich auf Ereignisse zur Zeit des Verschwindens von Madeleine.

Da wir nicht wissen, was Kate kürzlich im Morgengrauen machte, schauen wir uns den Morgen nach Maddie's Verschwinden einmal an. Das Ehepaar McCann war gegen 5:30 Uhr wieder auf den Beinen. Gegen 4:30 war die Suche zum Erliegen gekomme um gegen 7:00 Uhr wieder fortgesetzt zu werden. Wo waren die McCanns in dieser Zeit in der wohl kaum jemand unterwegs war? Es gibt von Ihnen keine Aussagen zu diesem Zeitpunkt, nur Fiona Payne erzählt, sie hätten sich alleine wieder auf die Suche nach Maddie begeben, kurz vor der Morgendämmerung.

Wer meinen Artikel "Das Ehepaar" gelesen hat, weiss, dass ich mich schon früh fragte, warum der Pädophilenring, der Maddie entführt haben sollte, wie Gerry am Abend des 3. Mai seiner Schwester erzählte, zu einem Ehepaar mutierte am Vormittag des 4. Mai, als Kate der Sozialarbeiterin Yvonne Martin gegenüber diese Aussage machte.

Könnte es sein, dass das Ehepaar McCann am frühen Morgen bei Morgendämmerung im westlichen Teil von Praia da Luz gesehen wurde, evtl. mit einem Kind auf dem Arm? Und dass deshalb das Gerücht vom entführenden Ehepaar gesponnen wurde?

Zu empfehlen hierzu ist die Lektüre der angeblichen Sichtung eines Ehepaares mit Kind am Morgen des 3. Mai durch Herrn George Burke Brooks, dessen Befragung allerdings in den Akten fehlt und dessen Sichtung durch die Eltern McCann selbst der Polizei bekanntgegeben wurden.

Herr Burke Brooks verschwand am 21. September 2007 ohne jemals selbst eine Aussage gemacht zu haben.

Zumindest keine, die sich in den Akten befindet.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Verbot des Buches von Goncalo Amaral aufgehoben (UPDATE)

Die Wahrheit über die Lüge darf wieder in Portugal gelesen werden. Unser Kampf für Presse- und Meinungsfreiheit hat sich gelohnt. Ein Gericht in Lissabon hat der Berufung von Goncalo Amaral stattgegeben und das Verbot des Vertriebs aufgehoben. Gleiches gilt für seine Fernsehdokumentation.

Das Buch würde keine fundamentalen Rechte der Kläger verletzen heisst es in der Urteilsbegründung und das Gericht beruft sich vor allem auf die Europäische Menschenrechts-kommission und die portugiesische Verfassung, die Meinungs- und Pressefreiheit betreffend.

Die Richter verglichen den Inhalt des Buches mit der Schlussschrift der Staatsanwaltschaft zum Fall Madeleine und konnten keine Fakten im Buch finden, die sich nicht auch in den Akten befinden. Daher folgerten sie, bewege man sich auf dem Boden der Meinungsfreiheit, wie diese Fakten zu interpretieren seien und der Autor des Buches, Goncalo Amaral sei aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Inspektor ein Experte in der Interpretation von Fakten.

Die Richter sehen auch das Recht der McCanns auf Privatsphäre nicht verletzt, da sie sich selbst ja freiwillig dasselbe beschränkt hätten, durch ihre Öffnung den Medien gegenüber. Durch diese Öffentlichkeit, die sie selbst geschaffen hätten, haben sie die Meinungsäusserungen von dritten im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu erdulden auch wenn sie den Ihren konträr seien.

(evtl. Korrekturen und Ergänzungen behalte ich mir bis zum Erhalt besserer Übersetzungen vor)

UND HIER DAS KOMPLETTE URTEIL IN ENGLISCH AUF JOANA'S SEITE

Montag, 11. Oktober 2010

Die Großmutter


Nach all den Diskrepanzen, die ich in den letzten Wochen in den Aussagen der Tapasniks gefunden und untersucht habe, ist mir erst jetzt aufgefallen, dass ich bisher keine Diskrepanzen in den Aussagen von Diane Webster, der Mutter von Fiona Payne gefunden habe. Sicher unterscheiden sich ihre Äusserungen in einigen Dingen von denen der Mitreisenden, aber wirklich falsche Aussagen konnte ich nicht entdecken.
Während allen anderen Beteiligten mindestens eine schwerwiegende Diskrepanz in ihren Aussagen nachgewiesen werden kann, 

  • Matthew Oldfield beschrieb ein völlig anderes Apartment in dem er Madeleine und die Zwillinge angeblich überprüft hatte.
  • Jane Tanner's Aussage, sie wäre an Gerry und Jeremy Wilkins vorbeigegangen, wird von keinem der beiden bestätigt und die Straße war leer und nicht sehr breit
  • David Payne's Bericht, dass er Madeleine gegen 18:00 gesehen haben will gibt es in so vielen Varianten, dass selbst die britische Polizei stutzig wurde
  • Rachael Oldfield, Fiona Payne und Russell O'Brien belasteten Robert Murat als einzige schwer mit der Behauptung er wäre am Abend des 3. Mai am Apartment gewesen
gibt es von Diane Webster keine offensichtlichen Unwahrheiten. Was wäre, wenn sie die einzige Uneingeweihte ist? Die einzige, die das Geschehen völlig unvoreingenommen wahrgenommen hat? Dann könnte man ihre Aussagen als festen Bezugspunkt sehen. Die einzige Person, deren Aussagen man glauben könnte, während alle anderen fragwürdig sind.Sie war die einzige, die der Polizei präzise sagen konnte, wann sie Madeleine das letzte Mal gesehen hatte – nämlich am Abend des 2. Mai um 17:00 Uhr beim Abendessen der Kinder.. Ausserdem erklärte sie kategorisch, dass sie Matthew Oldfield, bei seinem ersten Check der Kinder, NICHT begegnet sei, als sie zum Abendessen gingen. Sie erklärte auch der Polizei, dass die Rolläden NICHT geöffnet waren, als sie nach draussen ging um zu testen, ob sie sie hochschieben konnte. Was sie natürlich nicht konnte. Ausserdem konnte sie nicht bestätigen dass Gerry und Matthew überhaupt am Tisch waren als sie am Abend das Restaurant betraten.

Der Ausflug von sieben der neun Urlauber am Nachmittag des 3. Mai zum Strandrestaurant Paraiso, ein völliges Abweichen in der Routine und ganz ohne die Familie McCann, würde dann eine Bedeutung bekommen. Die Großmutter musste abgelenkt werden, um nicht zu bemerken, dass Madeleine nicht beim Abendessen der Kinder im Tapas Bereich sein würde, und nicht beim anschliessenden Spielen auf dem Spielplatz wie es sonst jeden Abend erfolgte.
Sollten alle diese Wahrheiten vielleicht untergehen in einer Fülle von Ungenauigkeiten und Widersprüchen um die wichtigste Tatsache zu verschleiern, dass Madeleine das letzte Mal um 17:00 Uhr des vorangegangenen Tages gesehen wurde?

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Lügen haben lange Beine

Deutsch/English



Matthew Oldfield machte am Abend des 3. Mai den entscheidenden Check im Apartment der McCanns - obwohl immer betont wurde, jeder war nur für die Überprüfung der eigenen Kinder zuständig.
Die Schilderung der Überprüfung fiel bei seinen ersten beiden Aussagen eher dürftig aus und hinterließ bei der portugiesischen Polizei mehr als ein Fragezeichen.



Matthew Oldfield was responsible for the important check on the evening of May 3rd in the McCann apartment - although it was stressed at the beginning that everybody was only responsible for the checking of their own children. The description of this check was very "basic" in his first statements and left more than one question mark with the Portuguese police.



Daher erstaunt es um so mehr, dass Matthew bei den sogenannten Rogatory Interviews in England, fast ein Jahr nach dem Verschwinden von Madeleine, neue bunte Details zum Vorschein brachte, die er bei seinen ersten Befragungen nicht erwähnt hatte.



Therefore it was astounding that Matthew, in the so called rogatory interviews in England, talked about new and colorful details he had never mentioned before, almost one year after the disappearance of Madeleine.




...die Gardinen (im Kinderzimmer) waren geschlossen und sie waren ähnlich denen, die Sie hier drin haben, und man hatte gerade so den Eindruck von Grün und Gelb...



...the curtains (in the children's bedroom) were shut and, they're similar curtains to the ones you've got in there, and you just get an impression of just like green and yellow...



Hier sind die Gardinen aus dem Schlafzimmer von Madeleine (links) und die Gardinen aus dem Apartment der Freunde in 5D (rechts):



These are the curtains in Madeleine's bedroom (left) and the curtains of their friend's apartment in 5D (right):














4078 “Und Sie sind durch das Apartment gegangen und Sie sagten dort war ein Licht an?”

Reply “Yeah”.

4078 “Eine Lampe, sorry, eine Tischlampe?”

Reply “Yeah, ja so in etwa, da war so eine Art von rundem, Art von Tisch so in etwa und dann eine Art kleiner Lampe”.



4078 "And you have walked through the apartment and you said there was a light on?"

Reply "Yeah".


4078 "A lamp, sorry, a table lamp?"


Reply "Yeah, I think sort of, there was like a little sort of round sort of table like this and then sort of a small lamp".



Im ganzen McCannschen Apartment findet sich kein runder Tisch, nur ein eckiger mit einer Lampe drauf, aber im Nachbarapartment wiederum, findet man einen runden Tisch.



Nowhere in the McCann's apartment will you find a round table, just a square one with a lamp on top, but in the neighbouring apartment again you will find a round table.

















..Er erklärte dass das Schlafzimmer zwei Fenster hätte...



..He explained that the bedroom had two windows...



Maddies Kinderzimmer hatte nur ein Fenster (siehe oben), aber sein eigenes Schlafzimmer hatte 2 Fenster
.


Maddie's bedroom had only one window (see above), but his own bedroom window had 2 windows.










... Ich erinnere mich irgendwie, dass ich an ihrem Bücherregal entlangschaute als ich durchgegangen bin, um zu sehen ob da irgendetwas war das ich nehmen konnte und die nächsten paar Tage lesen konnte...



..I sort of remember sort of looking along their bookshelf as I walked through to see if there was anything that I could sort of take to read for the next couple of days...





Im Apartment der McCanns gab es kein Bücherregal, zumindest keines dass die Bücher offen zum Überfliegen bereithielt, im Nachbarapartment jedoch....




In the McCanns apartment there was no book shelf, at least none that displayed books openly to leave along them - in the neighbouring apartment though...














Warum diese offensichtlich falschen Details? War er jemals überhaupt in dem Apartment?


Why these obviously wrong details? Had he ever entered the apartment?


Hier gibts noch mehr Bilder aus dem McCannschen Apartment und die Bilder aus dem anderen Apartment habe ich aus diesem sehr interessanten Film entnommen.

Sonntag, 5. September 2010

Manipulationen


Heute möchte ich über ein kleines Detail berichten, das ich beim Studium der Akten gefunden habe. Bisher unbeachtet, ist es sicherlich keine aufregende Enthüllung, verdeutlicht aber umso mehr, wie Informationen von Seiten der McCanns gestreut wurden und wie naiv und vertrauensselig britische Jounalisten agierten.

Die Aussagen der Tapas 9 im Mai 2007 gegenüber der portugiesischen Polizei kenne ich mitlerweile fast auswendig, und so stolperte ich beim Lesen der sog. Rogatory Interviews, d.h. die von der PJ geforderten Befragungen durch die Polizei von Leicestershire im April 2008, über ein winziges Detail, das mir unbekannt war. Nachdem ich die Mai-Befragungen sorgfältig noch einmal durchforstet hatte, war ich sicher, dass Jane Tanner ein kleines, vorher unerwähntes Detail gegenüber der britischen Polizei erstmals erzählte.

Nämlich dass auch sie, wie die Paynes, ein Babyphone dabei hatten. Allerdings wäre das technisch nicht so gut gewesen, und der Empfang wohl eher unzuverlässig gewesen, daher hätten sie zusätzlich ja auch die Kinder regelmäßig noch im Apartment überprüft. Aber sie vermute, dass sie eventuell unbewusst, durch das Testen des Gerätes im ummauerten Tapas-Bereich den "Entführer" darauf aufmerksam gemacht hätte, dass sie ihre Kinder alleine ließen.

Ein Babyphone, dass als zusätzliche Sicherheit immer mit zum Essen genommen wurde, hätte sicherlich gegenüber der portugiesischen Polizei die Sorge der Eltern und ihre Verantwortung für die Kinder deutlich unterstreichen können. Die drohende Klage wegen Vernachlässigung hätte abgeschwächt werden können. Warum wurde es NIE in den Verhören durch die portugiesische Polizei erwähnt?

Bei Recherchen stieß ich dann auf den Artikel von David James Smith, "Kate and Gerry McCann: Beyond the smears", der in der Times erschien, und dem bei Erscheinen im Dezember 2007 viel Lob aufgrund der "objektiven" Berichterstattung gezollt wurde. In diesem Artikel wird merkwürdigerweise das Babyphone von Jane Tanner erwähnt, obwohl die Rogatory Interviews noch gar nicht erfolgt waren und vorher nie von diesem Gerät die Rede war.

Eine Mailanfrage an den Autor (der fest an die Unschuld der McCanns glaubt und nichts von "Hobby-Detektiven" und "Leichenfledderern" hält) ergab, dass er vor der Veröffentlichung seines Artikels, ein längeres "Briefing" durch Gerald McCann erhalten hatte und die Info zum Babyphone wohl daher käme.

Mehrere Fragen werden hier aufgeworfen:

Welcher journalistischen Ethik entspricht es, Briefings von Verdächtigen in Empfang zu nehmen und sie ungeprüft zu veröffentlichen?

Wie verhält es sich dann mit den anderen Infos im Artikel, wie z.B. der konsumierten Menge an Alkohol, die Verletzung der Achilles-Ferse, dem zeitlichen Ablauf des Abends....?

Warum wurde dieses kleine Detail hinzugefügt?

Wie fühlt sich ein Journalist, der für die Verbreitung von Propaganda missbraucht wurde?

Zumindest zum letzten Punkt kann ich sagen, dass "Englands führender Kriminalreporter" sich keiner Schuld bewusst ist und auch nichts Verdächtiges erkennen kann. Allerdings hat er definitiv keinen Blick in die Akten geworfen, denn von der Begegnung der Familie Smith mit einem Mann, der ein Kind trug zum Zeitpunkt der "Entführung" hatte er keinen Schimmer.

Wieder einmal wird hier die Qualität der heutigen Medienmacher nur allzu deutlich.

Freitag, 27. August 2010

Es herrscht Krieg


Daniel Assange, der Sohn des Wikileaks Protagonisten, schrieb auf seiner Facebook Seite den Satz: "Dieser Mann (sein Vater) hat eine Art mit der er sich viele Frauen zu Feinden macht".

Daraus wurde in der Presse dann:

"Wikileaks Gründer hat eine schlechte Bilanz bei Frauen"
"Mein Wiki Dad ist ganz fürchterlich mit den Damen"
"..er sei ein Aptraum wenn es sich um Frauen handele..."

Darauf via Twitter angesprochen, meinte Daniel zu mir: " Ich hatte nicht erwartet, dass sich die Medien so hinterhältig verhalten würden; werde vorsichtiger in der Zukunft sein müssen."

  1. Daniel Assange
    somnidea @UnterdenTeppich Most certainly. I wasn't expecting the media to behave quite so underhandedly; will have to be more cautious in the future.
-- this quote was brought to you by quoteurl


Wenn selbst der Sohn eines Mannes wie Julian Assange scheinbar keinen Schimmer hat, wie bösartig die Medien sein können, wenn es um Auflagen und Interessen Dritter geht, dann verwundert es nicht, dass immer noch kaum jemand die Manipulationen, Auslassungen, Übertreibungen und schlichtweg Lügen der Mainstream Medien so bewusst wahrnimmt, dass er es auf sein eigenes Leben bezieht.

Dabei werden diese Auswüchse immer offensichtlicher, je heftiger der Krieg zwischen den etablierten Medien und der Blogosphäre tobt.

Im April 2009!!!! wurden die Gerichtsdokumente des Falls Dutroux von Wikileaks veröffentlicht und erst in den letzten beiden Tagen berichten die Medien darüber. Warum wird nun alles was ein negatives Licht auf die Whistleblowerseite werfen könnte hervorgekramt? Da kann ja nicht überall die CIA oder das Pentagon dahinterstecken.

Nein, die Angst der MSM vor den "neuen" Medien wie Blogs und Whistleblower Sites führt zu einer gehäuften Diskreditierung derselben in den letzten Wochen. Alles was nicht in den Zeitungen steht, also nicht gemässigtem Mainstream entspricht und/oder mit Regierungssprechern oder Herausgebern abgestimmt und entschärft wurde, wird per se als Verschwörungstheorie diskreditiert und lächerlich gemacht. Auch deutsche Zeitungen mischen hier kräftig mit. Die ZEIT bezeichnet das berechtigte Bürgerbegehren im Fall des Todes von Dr. Kelly nach einer offiziellen gerichtsmedizinischen Untersuchung, als Auswuchs einer Verschwörungstheorie, obwohl der Abschlussbericht der letzten nicht-gerichtsmedizinischen Untersuchung für 70 Jahre unter Verschluss bleiben soll.

Jeder Blogger, Twitterer oder Facebooker, der nicht der Meinung der MSM ist, wird momentan als kauziger Verschwörungstheoretiker diffamiert, womöglich mit einem Hut aus Stanniol auf dem Kopf um elektromagnetische Wellen abzuwehren, der völligen Lächerlichkeit preisgegeben.

Natürlich kennen wir, die wir uns seit Jahren mit dem Fall McCann und angrenzenden Themen befassen, diese Strategie nur zu gut. OBWOHL die Akten des Falls öffentlich verfügbar sind und den Medien explizit ausgehändigt wurden, hat sich ausser uns bisher keine der MSM wirklich mit dem Inhalt der Akten befasst und sie analysiert. Stattdessen werden die, die es tun, als Hütchenträger diffamiert.

Aber die Zeiten haben sich geändert. Die Veröffentlichung der Akten auf Wikileaks würde ihnen ganz sicher die Aufmerksamkeit zur Zeit bescheren, die wir uns immer gewünscht haben.

Samstag, 14. August 2010

Logik

Hercule Poirot arbeitete mit den "kleinen grauen Zellen", Sherlock Holmes ist berühmt für sein logisches Denken, aber der Fall McCann zeigt leider, dass die Wirklichkeit kein Roman ist und auch unbestechliche Logik leider scheinbar keinen forensischen Beweis ersetzen kann. Am Beispiel der Aussagen der Familie Smith zeigt sich dies in aller Deutlichkeit. Man verzeihe mir ein nochmaliges Aufgreifen dieser m.M. nach zentralen Aussage im Fall, der, wenn es nach der Logik ginge, sicher schon lange aufgeklärt wäre.

Versetzen wir uns zurück zum Ende Mai/Anfang Juni 2007. Die McCanns sahen sich immer stärkeren Verdächtigungen seitens der Polizei ausgesetzt. Robert Murat konnten weder auf seinem Grundstück, noch in seinen Daten irgendwelche belastenden Fakten zur Last gelegt werden, die Entführungstheorie bröckelte, nachdem sich das angeblich gewaltsam geöffnete Fenster als nicht manipuliert herausstellte und Jane Tanners Aussage vom "Entführer" in immer verzweifelter erscheinenden Bestätigungen verschiedener Phantombilder an noch mehr Gewicht verlor, als sie ursprünglich überhaupt besaß.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt erfuhren die McCanns davon, dass eine Gruppe von 9 Personen einen Mann mit einem Kind auf dem Arm in der Nacht der Entführung, zu einem passenden Zeitpunkt Richtung Klippen hat gehen sehen. Der irische Drogheda Independent veröffentlichte nämlich am 6. Juni einen Artikel über die dort ansässige Familie. Dieses scheinbar vom Himmel geschickte Indiz, das an Glaubwürdigkeit sowohl Jane als auch die zerstörten Rolläden weit in den Schatten gestellt hätte, und endlich den ersehnten "Beweis" für eine Entführung geliefert hätte, wurde mit Ignoranz gestraft, nicht nur von den McCanns, sondern auch von der kompletten englischen Presse, die sonst jede der Myriaden an Sichtungen ausschlachtete. Und das, obwohl erst im September Herr und Frau Smith Gerry als möglichen Träger des Kindes identifizierten. Im Juni deutete diese Sichtung ausschliesslich auf einen unbekannten Entführer hin.

Mein Verständnis von Logik sagt mir, dass der Grund, warum diese Sichtung nicht nur von den McCanns, sondern auch von der Presse ignoriert wurde, durch den von der Regierung gestellten Pressesprecher orchestriert, nur der sein KANN, dass es wirklich Gerry McCann war, der dort ein Kind Richtung Klippen trug. In jedem anderen denkbaren Fall wäre diese Sichtung zur Stützung der bröckelnden Entführungstheorie genutzt worden.

Ein klarer Fall vom Hund der nicht bellte...

Samstag, 7. August 2010

Das Ehepaar


Gerry McCanns erster Anruf in der Nacht des Verschwindens seiner Tochter galt seiner Schwester Patricia Cameron. Um 23:30 erhielt sie die Nachricht, dass ihre Nichte entführt worden wäre, wahrscheinlich von einem Pädophilen.

Am nächsten Morgen gegen 9:30 Uhr kam die Sozialarbeiterin Yvonne Martin, die morgens um 7:00 Uhr die Geschichte in den Nachrichten gehört hatte, am Apartment der McCanns an, um ihre Hilfe anzubieten. Sie sprach mit Kate McCann und während dieser Unterhaltung sagte Kate, dass sie es nicht verstehen könne, warum ein Ehepaar Madeleine entführt hätte. David Payne, der diese Unterhaltung mitgehört hatte, entzog Kate daraufhin der Unterhaltung mit Yvonne Martin und versuchte, diese loszuwerden.

Wie mutierte der Pädophile der vorangehenden Nacht zum Ehepaar am Morgen danach?

Denn erst einen Tag später entschied sich Nuno Lourenco de Jesus, der am 1. Mai an einem Strand in Sagres ein "verdächtiges" Ehepaar gesehen hatte, mit seinen Beobachtungen zur Polizei zu gehen. Daraufhin konzentrierte sich ein großer Teil der Ermittlungen auf dieses Ehepaar. Sie wohnten im Nachbarort Burgau im Apartmentblock Solimar, in dem noch am Abend des 5. Mai forensische Untersuchungen durchgeführt wurden.

Interessant in dem Zusammenhang ist, dass bei ihrer Suche nach Aufenthaltsorten des Ehepaares, sich der Besitzer der Beach Bar sehr deutlich an sie erinnerte und sie auch auf einem Überwachungsfoto identifizierte. Die Beach Bar ist im Teilbesitz von Robert Murats Onkel Ralph Eveleigh. Leider ist die Zeugenaussage des Besitzers der Beach Bar nicht mit einem Namen des Zeugen versehen, als einzige Zeugenaussage überhaupt.

In den weiteren Ermittlungen wurde dieses Ehepaar zwar als unverdächtig entlastet, aber die britische Presse nutzte sie mehrfach in Berichten über den Fall. So wurden sie sogar in die Geschichte über das Tierkrematorium eingeflochten, als das Ehepaar, das dort angeblich einen Labrador hätte verbrennen lassen. Dieser Artikel wurde genutzt, um die Arbeitsweise der portugiesischen Polizei zu diskreditieren. In den Akten gibt es nichts zu diesem Ehepaar in Verbindung mit dem Tierkrematorium.

Am 11. Mai erschien in der Daily Mail ein Artikel, der die Sichtung von Nuno Lourenco de Jesus erwähnt. Um diese Sichtung glaubwürdiger oder überhaupt erst relevant erscheinen zu lassen, wurde berichtet, die McCanns wären am 30. April in Sagres gewesen, an dem Strand, an dem das Ehepaar angeblich Kinder fotografierte. Mitlerweile wissen wir, dass die McCanns angegeben haben, kein Auto zur Verfügung gehabt zu haben und auch nie Praia da Luz verlassen hätten. Daher kann dieser Artikel nur einen Versuch darstellen, dieses Ehepaar stärker zu belasten.

Dass der langhaarige Ehemann in dem Artikel zu einem Glatzkopf mutiert, um eine Begründung für Jane Tanners lächerliches "Egg with Hair" zu liefern, unterstreicht nur noch die bewusste Konstruktion dieses Artikels. Von wem nur?

Woher wusste Kate am 4. Mai, dass sich die Ermittlungen der Polizei am 5. Mai auf ein Ehepaar konzentrieren würden?

Sonntag, 1. August 2010

Wikileaks

Aus aktuellem Anlass und um meine volle Unterstützung der Plattform Wikileaks, seiner Prinzipien und seiner Mitarbeiter, stellvertretend dafür Gründer Julian Assange, zu zeigen, hier ein Dokument zum Fall Madeleine McCann, das ausser auf o.g. Plattform, nicht im Web zu finden ist:

Legal threat to gerrymccannsblogs.co.uk and portuguese injunction in Madeleine McCann case






Interessant hierbei ist, dass eine hochkarätige Anwaltskanzlei einem Serviceprovider mit Verleumdungsklage bzgl. des Hostings von Pamalams Seite droht, obwohl das beigefügte Urteil des portugiesischen Gerichts ausdrücklich die Verbreitung von Teilen des Buches und des Videos von Goncalo Amaral den BEKLAGTEN verbietet, und keinem anderen Menschen auf dieser weiten Welt. Das könnte es auch garnicht, denn noch gilt nationales Recht nur für das jeweilige Land. Carter-Ruck müsste im Land des Hosters (und in jedem weiteren Land in dem jemand Teile des Buches und des Videos veröffentlicht) einen Prozess anstrengen um das Material evtl. sperren zu lassen.

In der beigefügten Zusammenfassung des portugiesischen Gerichts zum Urteil der einstweiligen Verfügung steht ganz klar, dass die McCanns das Verbot über den Fall zu sprechen und die Entführung anzuzweifeln ursprünglich für JEDEN geltend machen wollten.

An Hand dieses Beispiels zeigt sich, dass vereinzelte Einschüchterungsversuche zwar vielleicht bei Amazon Erfolg haben, aber sicher nicht bei amerikanischen Providern oder couragierten Einzelpersonen. Mehr als für einen Drohbrief ohne Rechtsgrundlage hat der "Fund" wohl auch kein Geld, denn Pamalam wurde nach der Absage des Providers an Carter-Ruck scheinbar nicht mehr belästigt.

Übrigens: Wer mit seinem persönlichen Blog versucht die öffentliche Meinung zu steuern, darf sich nicht wundern, wenn dieses auch gegen ihn verwendet wird, selbst wenn man versucht alle Beweise zu vernichten. Das Internet vergisst nicht.

Freitag, 30. Juli 2010

Daniela Prousa

Daniela Prousa äussert sich auf ihrem Blog, auf dem leider nicht kommentiert werden kann, über die Berichterstattung zu ihrem Buch, das ich hier zu beschreiben versuchte.



Kommentare von mir auf einige Aspekte aus den öffentlichen Reaktionen

17:20, 29/07/2010 .. Link

Mit überwiegender Freude las ich in so manchem Blog und Forum über die Perspektive, die andere auf mein Buch haben, an dem ich ein gutes Jahr lang viele Stunden am Tag schrieb, häufig auch in den Nächten. Soviel Energie dafür aufgebracht, ist es mir tatsächlich "ans gewachsen" und so möchte ich die Gelegenheit nutzen, noch einiges dazu darzulegen, vor allem im letzten Absatz hier unten, aber auch zuvor, wenn ich gleich dabei bin, noch einige Gedanken zu anderen Aspekten.

First of all, ich bin keine Psychiaterin, also keine sich mit psychischen Erkrankungen befassende Fachärztin, sondern Diplom-Psychologin. Ich interessiere mich für das Erleben und Verhalten von Menschen, für dessen psycho-"logische" Zusammenhänge mit der eigenen Vergangenheit, den Spiegelungen und Interaktionen in der Gegenwart und den Zielvorstellungen in der Zukunft. Ich weiß,dass diese Differenzierung für Außenstehende manchmal etwas schwierig ist .

Den Leser erwarten 631 Seiten, wohl oder übel , nicht 603 oder 580 oder...

Das Buch "Analyse des Vermisstenfalles Madeleine McCann" stellt primär eine Analyse der öffentlich direkt verfügbaren, von den McCanns nach dem in Frage stehenden Ereignis produzierten Daten (Homepage, Blogschreibung, Interviews, öffentliche Appelle, Vertrieb von Propagandamaterial im Rahmen ihrer Kampagne etc.) dar. Die Grund- und Hintergrundinformationen zum Fall werden selbstverständlich, dem vorangehend, dargelegt, damit der Leser vor dem Eintreten in die Analysen ausreichend Kenntnis besitzt. Diese Daten selbst werden aber weitestgehend nicht analysiert, z. B. werden keine Widersprüche zwischen verschiedenen Zeugenaussagen herausgearbeitet oder, was ohne Verfügbarkeit aller Dokumente der Ermittlungsakten ja auch nicht möglich ist, werden nicht sämtliche Hinweise auf Sichtungen und andere Indizien auf deren Aussagekraft hin untersucht. Dies kann an anderer Stelle erfolgen, unter Vorlage aller wichtigen Unterlagen, und entspricht nicht der Fragestellung dieser Arbeit.

Da diese Hintergrunddaten im Prinzip nicht und an seltenen Stellen nur in zu vernachlässigender Weise in die eigentliche Analyse einbezogen werden, sind hier einige wenige und periphere Unsicherheiten oder Abweichungen, wie z. B. bzgl. der genauen Ankunftszeit der Polizisten am Tatort, die trotz gewissenhafter Recherche unter Rückgriff auf qualitativ gute Quellen nicht völlig ausgeschlossen werden konnten, nicht ausschlaggebend.

Angesichts der umfangreichen und aufgrund von Fotos und Videos (z. B. Dokumentation der Suchmaßnahmen der Spürhunde) recht verlässlichen Datenlage wird der für eine kriminalistische Untersuchung stets zentrale Aspekt, nämlich eine Analyse des Tatortes, hingegen durchaus eingebunden. Deren Ergebnisse werden dann mit den im Werk hauptsächlichen Untersuchungen, also denen der Handlungsprodukte der Eltern nach dem Verschwinden von Madeleine, für die Schlussfolgerung in den letzten Kapiteln des Buches zusammengeführt. Amarals Buch findet nur in sofern Erwähnung, als dass dessen kritisches Potenzial aufgezeigt wird, das, neben weiteren kritischen Stimmen anderer Experten, eine genaue psychologische Analyse des Elternverhaltens als bedeutsam und lohnenswert erscheinen lässt. Die in dem Buch dargelegte Schlussfolgerung zum Fall, die letztlich aufgrund der psychologischen Ergebnisse am plausibelsten erscheinende Tathergangsrekonstruktion, stützt sich in keinem Punkt auf die Aussagen von Amaral.

Wie eben schon angeklungen, haben die Analyseergebnisse und gezogenen Schlussfolgerungen, wie im Buch auch dargelegt, den Stellenwert von Indizien und hohen Plausibilitäten - ihnen kommt nicht die Kraft gut gesicherter Erkenntnisse zu, wie sie DNA-Analysen, Glaubhaftigkeitsdiagnostiken oder gar detaillierten Geständnissen von Tätern zuzuschreiben sind.

Anwendungen der Analysemethoden der Hermeneutik müssen bestimmte Gütekriterien erfüllen, um wissenschaftlich fundiert zu sein. Neben Vorerfahrungen durch entsprechende Analysen und größtmöglicher Transparenz jedes Analyseschrittes sind dies, wie ich in "Analyse des Vermisstenfalles Madeleine McCann" zeige, Textsicherheit durch die Hinzuziehung von Muttersprachlern bei aufkommenden Unsicherheiten, Inanspruchnahme verschiedener Supervisoren und Mitinterpreten zur Erweiterung der Perspektiven und zur Prüfung der intersubjektiven Übereinstimmung, psychoanalytische Selbsterfahrung, Zerlegung der übergeordneten Fragestellung in psychologisch gut untersuchbare Konstrukte, Aufzeigen der Interpretationskriterien vor Analysebeginn sowie, konkret formuliert für dem vorliegenden Fall, die zumindest grobe Postulation der für die verschiedenen möglichen Verschwindensszenarien in den Handlungsprodukten der Eltern erwartbaren latenten/unbewussten Gehalte, ebenfalls vor Analysebeginn. Die Ergebnisgüte wird hierdurch gesichert und schränkt die Gefahr subjektivistischer Verzerrungen in den Interpretationen, die mehr über den Analysierenden als über das Analysierte aussagen würden , deutlich ein. Der Untersucher kann, so gesichert, sein eigenes Subjekt für den Analyseprozess einsetzen, wie es die Methode der Tiefenhermeneutik i. S. einer "Meditation" über die durch das Material in ihm aufsteigenden inneren Erlebnissphären verlangt. Er kann so versteckte Aspekte erkennen, die unter rein rationaler Betrachtung unerkannt geblieben wären.

Die Nutzung des in dieser Hinsicht "Subjektiven" macht bei der Tiefenhermeneutik den Erkenntnisgewinn aus, ist nicht nur beabsichtigt, sondern für das Erkennen von Verdrängtem und Verleugnetem essentiell. Unbewusste, d. h. nicht bewusst reflektierte, aber auch nicht direkt verdrängte Aspekte, wie z. B. Beziehungsstrukturen innerhalb einer Familie, können hingegen auch sehr gut mittels der rational arbeitenden objektiven Hermeneutik entschlüsselt werden. Oevermann selbst beansprucht durchaus, auch das dynamisch Unbewusste, also explizit verdrängte/abgewehrte Strukturen mittels Objektiver Hermeneutik rekonstruieren zu können. Reinke (vgl. ihre im Blog abgedruckte Rezension) widerspricht ihm hier. Das zeigt die Diskussionsfähigkeit und -würdigkeit dieses Aspektes. Wie ich in meinem Buch dargelegt habe, nehme ich diesbzgl. den Standpunkt ein, dass beide Methoden bzgl. des dynamisch Unbewussten zwei Wege eröffnen, die beide, durch verschiedene Sphären hindurch "nach Rom führen", die Tiefenhermeneutik mehr erlebnisorientiert, die Objektive Hermeneutik rational alle möglichen Bedeutungsrichtungen aufzeigend und dann die sich herauskristallisierende, wiederkehrende Struktur benennend. Die Tiefenhermeneutik wird bzgl. der Erhellung des dynamisch Unbewussten aber wohl häufig noch ergiebiger sein,da sie ganze dynamische Bedinungsgefüge herauszuarbeiten vermag und verdrängte Erlebnisaspekte am ehesten durch eben wieder diesen Kanal, das Emotionale, umfänglich wieder erfahrbar werden, statt durch rationale Betrachtung, die aber durchaus einzelne Muster erkenntlich machen kann und deren latente Charakterisierung.

Wie ich auf verschiedenen Internetseiten lesen konnte, wird häufiger die "nackte" Kernaussage meiner Tathergangsrekonstruktion wiedergegeben . Hier möchte ich sehr gerne und mit Nachdruck auf das im Buch erarbeitete Verständnis für das evtl. Möglichwerden solcher Handlungen, für die dann vorliegenden Beweggründe der Akteure, deren z. T. leidvolle innere Not hinweisen, die zentrale Aspekte eines von mir dargelegten Tatherganges erst zustande kommen lassen. Trifft dieser so oder in ähnlicher Form zu, so wird die offizielle Aufklärung des Vermisstenfalles Madeleine McCann am wahrscheinlichsten unter einer breiten öffentlichen Verständnisentwicklung ans Licht kommen dürfen.



Mein Kommentar dazu:

Erst einmal vielen Dank für die Erwähnung meines und anderer Blogs und Foren auf Ihrer Seite. Jedes Ins-Gedächtnis-rufen ist hilfreich.

Ohne die wissenschaftlichen Hintergrundinformationen zu besitzen, ist es für einen Laien in der Tat schwierig, die Analyse, mit der sie zur "nackten Kernaussage" gekommen sind, richtig und verständlich zusammenzufassen. Ich hätte dies gern an Hand von Beispielen aus Ihrem Buch getan, wollte aber nicht ohne Erlaubnis zitieren und übersetzen. Das Interesse daran war groß, vielleicht könnten Sie mir Ihre Erlaubnis für Zitat und Übersetzung einiger Passagen erteilen.

Was meine Einschätzung angeht, dass Sie sich in letzter Konsequenz auf die Schlussfolgerungen von Herrn Amaral stützen, was den Unfallhergang und den Zeitrahmen angeht, möchte ich diese noch näher erläutern:

Für Ihre Arbeit war die Seite www.mccannfiles.com die richtig gewählte Basis, da hier alle Äußerungen der Eltern über die Presse lückenlos archiviert sind. Großer Dank geht hier wieder einmal an Nigel, der unter hohem persönlichen und finanziellen Einsatz dies nach wie vor gewährleistet.

Für die Bewertung der kriminalistischen Fakten wären jedoch die tatsächlichen Polizeiakten meiner Meinung nach sinnvoller gewesen, die in ungekürzter, vollständiger Form, wie von der Policia Judiciaria freigegeben, hier vorliegen.

Speziell die Begegnung der Familie Smith, die sich mitlerweile als zentrales Indiz in diesem Fall herauskristallisiert hat, hätte ein Fragezeichen auf den von Ihnen antizipierten Ablauf der Geschehnisse nach einem möglichen Auffinden einer Leiche geworfen. Denn wenn der Vater bereits um 21:50 Uhr mit einem "schlafenden" Mädchen auf dem Arm Richtung Strand gehend, gesehen wurde, kann sich die Leiche nicht über Stunden oder sogar Tage in einem Versteck im Ocean's Club befunden haben. Dass die Aussage im zentralen Abschlussbericht, Gerry McCann sei von Zeugen zu diesem Zeitpunkt im Restaurant gesehen worden, unhaltbar ist, zeigt sich schon nach kurzem Studium der Akten. Alle Zeugen, die dies bestätigen, gehören dem Kreis der Freunde an und sind nicht als neutral einzustufen.

Auch die mitlerweile von vielen unermüdlichen Forenmitgliedern herausgearbeiteten Diskrepanzen, die einige der Freunde der McCanns in ihren verschiedenen Verhören erzeugten, wie z.B. die hier beschriebenen Aussagen von Herrn Oldfield, legen den Verdacht nahe, dass der Abend des 3. Mai eine Inszenierung war, um einerseits von einem Vernachlässigungsdelikt an den Kindern durch extrem häufige Überprüfung abzulenken, andererseits erst einen Zeitraum für eine Entführung zu schaffen. Dies würde zumindest den Zeitpunkt des Todes um mindestens einige Stunden nach vorne verlagern.

Aus diesen Gründen bin ich bei meiner Buchbeschreibung zu dem Schluss gekommen, dass Ihre hervorragende Analyse zwar sehr wohl zu einer schlüssigen Aussage bzgl. der Position der Eltern nicht als Angehörige eines Opfers sondern als mögliche Tatbeteiligte kommt, trotzdem Tatzeitpunkt und genauen Ablauf offen lassen muss und sich daher an die Überzeugung des Chefinspektors anlehnt.

Das Interesse an Ihrem Buch war von Seiten der Menschen, die sich immer noch um eine echte Aufklärung des Falles bemühen, jedenfalls sehr groß und ich würde es gerne auch dem überwiegend englisch-sprachigen Interessentenkreis näher bringen. Sollte es englische Rezessionen geben oder eine Übersetzung geplant sein, wäre ich für Hinweise sehr dankbar. Ansonsten wäre es schön, wie oben erwähnt, wenn ich einzelne Auszüge aus der hermeneutischen Analyse übersetzen und veröffentlichen dürfte.

Montag, 26. Juli 2010

Julias Loveparade Blog


Eine tapfere Überlebende

http://juliasloveparade.blog.de/





Mein aufrichtiges Beileid den Angehörigen und Freunden der 20 Verstorbenen.



Auf dass die Ursachen aufgeklärt, die Schuldigen bestraft, und nichts unter den Teppich gekehrt wird.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Freud & Co.



Analyse des Vermisstenfalles Madeleine McCann

Daniela Prousa



Kurzbeschreibung (von Amazon)

Am 3. Mai 2007 verschwindet im portugiesischen Praia da Luz die knapp 4-jährige Madeleine McCann auf mysteriöse Weise aus einem Ferienapartment. Bis heute fehlt von ihr jede Spur.

Insbesondere das außergewöhnlich starke öffentliche Agieren ihrer Eltern verschaffte dem bislang unaufgeklärten Kriminalfall eine spektakuläre Bekanntheit. Es warf jedoch, in Verbindung mit einer mit der von den McCanns propagierten Entführungsversion unvereinbar erscheinenden Spurendetektion durch exzellent geschulte Blut- bzw. Leichenspürhunde, auch kritische Fragen bezüglich einer mögliche Verwicklung der Eltern selbst in Madeleines Verschwinden auf. Da Madeleines Mutter und Vater aber jedwede Beteiligung verneinen, die DNA-Analysen der von den Hunden angezeigten Spuren letztlich ergebnislos verliefen und das Mädchen bis heute nicht wieder aufgetaucht ist, besteht das kriminalistische Aufklärungsinteresse seines erlittenen Schicksales und damit der vorgefallenen Straftat weiter fort.

Die vorliegende Arbeit stellt die offiziell erste umfangreiche psychologische Untersuchung dieser Vermisstenangelegenheit dar. Insbesondere das von den Eltern nach dem in Frage stehenden Ereignis so umfangreich produzierte Blog-, Appell- und Interviewmaterial, das im Falle ihrer Verwicklung mit zum aufschlussreichen, durch Tarnung und Abwehr einerseits, aber auch durch ein potenzielles Durchscheinen der verheimlichten bzw. verdrängten Erlebnisinhalte andererseits geprägten Nachtatverhalten gerechnet werden kann, erscheint offiziell noch nicht als erschöpfend analysiert. Entsprechend widmet sich die vorliegende Arbeit schwerpunktmäßig dieser Untersuchung.

Es wird dabei davon ausgegangen, dass für ein derartiges Erkenntnisinteresse insbesondere die unausgesprochenen, d. h. die impliziten und unbewussten Gehalte des zu analysierenden Materials von Bedeutung sind. Auf eben diesen soll darum hier das Hauptaugenmerk liegen.

Auf über 600 Seiten wird der Leser an den Tatort geführt, taucht ein in die sich im Analysematerial entfaltenden psychologischen Erlebniswelten und kann jeden Interpretationsschritt durch dessen sorgfältige Dokumentation im Anhang selbst kritisch nachvollziehen.


Kurzbeschreibung (von mir)

Gestern kam das Buch mit der Post, bestellt beim lokalen Buchhandel, da Amazon hier scheinbar die gleichen "logistischen" Probleme mit der Beschaffung des Buches hat, wie bei Goncalo Amarals "Die Wahrheit über die Lüge"...

Beeidruckende 631 Seiten in kleiner Schrift, eine wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Psychologie und Psychoanalyse unter Verwendung der Technik der Hermeneutik, der Interpretation und Deutung vieler schriftlicher und visueller Äusserungen der Eltern von Madeleine, im Blog, auf ihrer Internetseite, in Interviews und Fernsehauftritten.

Die Autorin hat sich auch mit Dr. Christian Lüdke über den Fall ausgetauscht, der bereits früh die Eltern der Beteiligung verdächtigte. Das Buch von Amaral erhält vor allem in seiner letztendlichen Schlussfolgerung Erwähnung obwohl seine Rolle im Fall Cipriano zur Vorsicht mahnt.

Eine Faktenerhebung der Geschehnisse erfolgt ausschliesslich auf Basis der Daten die www.mccannfiles.com bereit hält, eine kriminalistische Hinterfragung und Untersuchung erfolgt nicht, ist allerdings auch sicher nicht Sinn dieser Arbeit.

Daher fehlen vor allem die widersprüchlichen oder schlicht falschen Aussagen der Freunde der McCanns, wie sie hier z.B. im letzten Blogpost verdeutlicht werden. Auch werden z.B. falsche Presseangaben übernommen, so sind z.B. die Zeiten an denen die Polizei zuerst alarmiert worden sein soll und deren tatsächliches Erscheinen nicht korrekt. Aber dies sollte auch kein Krimi werden, sondern eine psychologische Analyse der beiden Eltern.

Dadurch, dass weder die Smith Sichtung, die Bezichtigung des Robert Murat noch die Aussagen der Gaspars beleuchtet werden, ist es nicht verwunderlich, dass die abschliessende Tathergangstheorie auf den Erkenntnissen von Goncalo Amaral basieren und keine eigene Schlussfolgerung sein kann. Die Überzeugung, dass die Eltern am Verschwinden von Maddie beteiligt sind, ist allerdings aus der akribisch geführten Recherche und Deutung ihrer Aussagen und ihrer öffentlichen Auftritte begründet und sehr schlüssig.

Verschiedene mögliche Tathergangsszenarien werden aufgrund der entschlüsselten Persönlichkeitsstrukturen der beiden Eltern aufgeführt und führen nach Abwägung zu dem Schluss, dass es sich am wahrscheinlichsten um einen Unfall im Apartment am 3. Mai gehandelt hat, gefolgt vom Finden und provisorischen Verstecken der Leiche durch die Mutter. Der Vater kommt erst später als Helfer und Organisator ins Spiel, was seiner Persönlichkeit sehr entgegenkommt.

Wie gesagt, viele kriminalistische Fakten fehlen, wobei die These natürlich in erster Linie auf den Ergebnissen der Durchsuchung des Apartments und des Autos mit Hilfe der Hunde fußt.

Eine sehr schlüssige Persönlichkeitsanalyse der Hauptfiguren, großes Lob dafür. Leider angreifbar durch z.T. falsch wiedergegebene Fakten und vor allem große Lücken in der kriminalistischen Untersuchung.


Dienstag, 13. Juli 2010

Schwarz auf Weiß

Endlich haben wir es einmal schwarz auf weiß. Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Madeleine entführt wurde. Dies teilte das Foreign & Commonwealth Office einer Dame mit, die im Rahmen des Freedom of Information Acts einige Fragen zu entführten Kindern stellte. Das (ungekürzte) Original ist hier auf einer Regierungsseite zu finden:



Ob Jane Tanner das schon gelesen hat?

Dafür gab es gestern auf der SkyNews Diskussionsseite eine sehr gute Zusammenfassung unter dem Titel: 100 Gründe warum Madeleine McCann nicht entführt wurde. Leider überlebte die Diskussion keine 10 Stunden. Sobald die SkyRedakteure heute morgen aufgestanden waren, wurde das Thema ersatzlos gestrichen. Ich habs kopiert, und gebe es hier im Original von "Truestepper" wieder (Sogar die Hosenknöpfe meines vorherigen Postings sind eingeflossen):

PHYSICAL / APARTMENT / ENTRY

1. All five markers in a sample found under the tiles, behind the sofa (exactly where Eddie, the EVRD [Cadaver] dog and Keela, the CSI [Human Blood] dog, both indicated), are 100% compatible with Madeleine's DNA profile

2. Fifteen of the markers, in a sample found under the luggage liner of the McCann?s Scenic (hired 24 days later), are 100% compatible with Madeleine's DNA profile

3. Shutters were not jemmied or forced, as claimed by the parents

4. No signs of forced entry anywhere in the apartment

5. No physical evidence of anyone having entered or left via the window, including?

6. ?No Lichen disturbance

7. ?No Fibres

8. ?No Finger prints of abductor

9. ?No footprints on bed

10. Only finger prints on the window are those of Kate



DOGS

11. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to the McCann?s wardrobe in 5A

12. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted at the back of the sofa in 5A

13. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to the veranda outside the parent?s bedroom

14. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to the flower bed at the back of 5A

15. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to a white sleeveless top belonging to Kate

16. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to checked trousers belonging to Kate

17. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to a child?s red T shirt

18. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to a toy belonging to Madeleine

19. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to the key of the McCann?s rental Scenic car

20. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to the passenger?s door of the McCann?s Renault Scenic

21. Keela, the CSI (Human Blood) dog, positively alerted at the back of the sofa in 5A (exact same spot as alerted to by the EVRD dog)

22. Keela, the CSI (Human Blood) dog, positively alerted to the key of the McCann?s hire car

23. Keela, the CSI (Human Blood) dog, positively alerted to the interior of the hire vehicle?s boot



TANNER SIGHTING

The only perceived evidence of ?abduction?, being the sighting by Jane Tanner at around 21.15 is riddled with inconsistencies and conflicting testimonies, being the fact that?

24. ?None of the scent tracking Search & Rescue dogs followed that trail, and in fact followed another trail completely

25. ?Jeremy Wilkins (independent witness) failed to spot the ?abductor?, despite being only yards away, while chatting to Gerry

26. ?Jeremy Wilkins (independent witness) failed to see Jane Tanner walking by, despite being on the same narrow sidewalk at the same time

27. ?Gerry himself failed to spot the ?abductor?, despite being only yards away, while chatting to Jeremy

28. ?Gerry contradicted Jeremy by stating that their chat was on the opposite side of the road from that as described, and drawn on a map, by Mr Wilkins

29. ?Gerry also contradicted Tanner, by stating that his chat with Jeremy was on the opposite side of the road from that mentioned by Jane

30. ?Jane failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking to her apartment at 21.15

31. ?Jane failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking from her apartment at 21.20

32. ?Jane never bumped into Jeremy Wilkins (who had walked back to his apartment after the chat with Gerry) while walking back from her apartment at 21.20

33. ?Russell O?Brien failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking to his apartment at 21.30

34. ?Matthew Oldfield failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking to his apartment, which was right next door, at 21.30

35. ?Matthew failed to spot the open window and shutters and blowing curtains while checking on Madeleine and the twins

36. ?Matthew failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking from his apartment back to the Tapas at around 21.35

37. ?Jane failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking to her apartment at 21.45

38. ?Russell failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking back from his apartment at 21.50

39. ?Tanner?s description has changed several times

40. ?It makes no sense, especially if (as the McCann?s claim) that this was a well planned abduction, that the abductor walks across the very road used by the parents to check on their children

41... The abductor failed to hear either Tanner, Gerry or Wilkins, and continued on the path that would put him in the full vision of all three

42... If the abductor had lifted Madeleine out of the bed, then he would be carrying with her head to his right hand side, not on the left as in Tanner?s claimed sighting



SMITH SIGHTING

43. The Smith family (independent witnesses) sighting has, with the exception of one brief mention two years later, been completely ignored by the McCann?s and their private detectives from day one (no e-fit / press conference / media onslaught) despite the fact that?

44. ?There was huge publicity given to the Tanner sighting, including the pressure put on the Portuguese authorities to get the details out there

45. ?The Smith family descriptions have never changed

46. ?The sighting was only minutes before the 'alarm' was raised

47. ?The sighting was only 250 metres from the apartment

48. ?This sighting would have explained many of the inconsistencies of the Tanner sighting as mentioned above

49. ?There were several members of the family who witnessed this man carrying a child

50. The general area and timing of the sighting made by the family can be corroborated by a restaurant receipt for that evening

51. The general description of the man could fit Gerry McCann

52. The description of the child matches Madeleine

53. The type of trousers match those possessed by Gerry

54. Trousers match in terms of colour

55. Trousers even match in terms of the visible buttons as mentioned by one of the family

56. Martin and his wife later identified the carrier, through the distinctive carrying style, as being Gerry McCann


Given much of the above, the remarkable coincidence that?

57. The pressure put on the PJ to highlight the Tanner sighting came at exactly the same time as the Smith family were being brought back to Portugal to go over the sighting in more detail

58. The sighting was in a different part of town from the Tanner sighting

59. It was also heading in a completely different direction

60. The carrying style was completely different to that of the Tanner sighting

61. And yet? the McCann?s deliberately altered the Smith sighting carrying style so as to match that of the Tanner sighting, during the only ever significant mention of the sighting, in a McCann made reconstruction aired only a few days after Amaral?s (in which he included the Smith sighting)

62. They also tried to morph the carrier into the same man as seen by Tanner, despite significant differences in descriptions



BEHAVIOURAL

There are many instances of strange behaviour from the McCann?s, not being consistent with parents of a child abducted by paedophiles, including (but not limited to)?

63. Kate complaining about the speed of a police vehicle while being take to look into a new lead at PJ HQ (sighting caught on CCTV)

64. Gerry laughing and joking and sucking lollipops while one of the most significant abduction leads came to a climax

65. Very little mention of the huge award available over the last three years

66. Despite raising millions through their fund, and spending thousands on media monitoring, they continue to charge for travel kits and for printing off posters designed to help find their daughter

67. Lack of physical searching during the first few days

68. Lack of physically handing out leaflets / putting up posters themselves

69. Hiring cowboy private detectives with no expertise or experience in finding children

70. Gerry smirking when asked by a Sky News presenter how he feels when someone comes forward who is certain that they have seen Madeleine

71. When up to 14 possible sightings of Madeleine emerged in Malta, resulting in a huge police operation including Interpol, the McCann?s hot footed it to Germany for more TV plugs

72. When the most promising sighting of all was made in Belgium, a 110% certain sighting by a child therapist, considered so credible by authorities that they despatched a forensics team, the McCanns went looking in Huelva, Spain

73. Gerry?s initial claim, as overheard by another holidaymaker, within minutes of the alarm being raised, that Madeleine had been taken by paedophiles. How did he know that?

74. Gerry caught on Camera laughing his head off only a few days after his daughter had been ?abducted by paedophiles? as claimed by the parents

75. Despite refuting the claims of the dogs / Scenic findings, the McCann?s continued to submit ridiculous reasoning for them, including Sea bass, sweat, dirty nappies, rubbish en-route to dump, rotten meat, and attending to 6 bodies before the holiday, amongst others

76. Kate refusing to answer 48 police questions

77. The McCann?s and their holiday friends all refusing to attend a police reconstruction

78. Despite the Madeleine?s disappearance looking like an inside job from the outset, the McCann?s and their friends were happy enough returning their children to the MW creche just hours later, despite not knowing if any of the staff were involved

79. When Kate raised the alarm, she ran back to the table, leaving the twins in the apartment while not knowing whether the abductor(s) were still onsite

80. Kate shouting ?They?ve taken her!?, not distinguishing between Madeleine and her sister Amelie



STRANGE QUOTES
... from the McCann?s and their friends, including?

81. David Payne: ?"...then Kate came back just after ten o? clock, you know absolutely distraught err you know just, you know her face I?ll never forget. It was A FACE OF SOMEONE?S CHILD who had been taken?"

82. Gerry : ?"We want a big event to raise awareness that she is still missing (...) It wouldn?t be a one-year anniversary, it will be sooner than that" said just a moth after she vanished

83. Kate : "I bet she's giving whoever she's with her tuppance worth."

84. Gerry : "I have no doubt we will be able to sustain a high profile for Madeleine?s disappearance in the long term." Again from June 2007 - how did he know she wouldn?t be found before then?

85. Russell O?Brien : "I have nothing further to tell you. I am not going to dishonour the compromise I assumed with Kate and Gerry. They want to control all information that is disclosed"

86. Gerry : "It will be some sort of focus around an anniversary, to tell people that Madeleine's still missing. I think it would be later this year, once media attention has dropped, to bring it back up, hopefully, for a short period."

87. David Payne : "We have a pact. This is our matter only. It is nobody else?s business"

88. Rachel Oldfield : "they would know what to do to resuscitate a child"

89. Gerry : ?wasn?t as bad as the night we found her?



STATEMENT INCONSISTENCIES

90. When describing Madeleine sleeping that night, Kate said she was ?under the covers? where as Gerry mentioned that his daughter ?slept without the covers, as was normal?

91. Matthew Oldfield initially claimed that Kate and the children were at the tennis courts when he arrived there at 18.30 where as the rest of the Tapas 9 claim otherwise

92. David Payne?s 18.30 / 18.40 check on Kate (last person out with the parents to see Madeleine) : According to Kate the sliding door was closed, and that David didn?t actually enter the apartment, remaining at the door. But according to David, the door was open and he ?definitely? entered the apartment.

93. Matt Oldfield chivvying up the Payne?s at 21.00 : Matt claims he passed them near the top of the road, but David claims to have passed him by the swimming pool, Fiona claims to have passed him outside 5A, and Dianne Webster initially claimed that Matthew wasn?t even there.

94. Prior to the PJ arriving at 12:40/12:50 Russell O'Brien has written the timeline for them all, including, ?Jane tanner sees stranger walking carrying child.? He does this while Gerry McCann sits at the same table. However, according to Jane Tanner it?s three o' clock in the morning when she informs Gerry McCann for the first time



OTHER

95. Various other possible withheld evidence as hinted at, including intercepted phone calls / text messages

96. Independent witness statement (from McCann neighbour) regarding the luggage door of the McCann?s hire vehicle being open morning, noon and night

97. Gerry?s missing hold-all / tennis / kit bag which he was seen with the day Madeleine disappeared cannot be located by detectives

98. Gaspar (UK GPs) statements detailing concerns about the father and one of his friends on holiday with them

99. Yvonne Martin (Social Worker) statement regarding concerns about the same friend

100. This same friend calls the Metropolitan Police Crime Specialist Director (a number which is also used as the out of hours contact for the Met?s Child Abuse Investigation Team) 24 hours after the alarm


Thanks to chrissie from The Maddie Case Files for finding the FOI request

Freitag, 2. Juli 2010

Knöpfe

Aus der Reihe, "Schnipsel aus den Akten"....
Aoife Smith - Tochter von Martin Smith, der sich zu 60-80% sicher ist, Gerry am 3. Mai gegen 21:50 mit einem Kind auf dem Arm Richtung Klippen gehend, gesehen zu haben, macht u.a. folgende Angabe bzgl. des Mannes den sie alle gesehen hatten:

' His trousers were beige in colour, made of cotton, possibly with buttons, and without any other decoration.'

'Seine Hosen waren von beiger Farbe, aus Baumwolle, möglicherweise mit Knöpfen, und ohne weitere Verzierungen'

mhmmm:

Samstag, 29. Mai 2010

Praia da Luz - Mai 2010

Ich bin gerade zurück von einem spontanen Kurztrip in die Sonne. Und sie war da. Die Sonne. Im Gegensatz zu hier hatte ich traumhaftes Wetter mit 25° und leichtem Wind.

Zwei Vormittage war es bedeckt und so konnte ich mich ungeschoren von Hitze und Sonnenbrand auf zwei Wanderungen begeben, die ich beim letzten Mal ausgelassen hatte.

Die erste führte mich in einer anstrengenden Kraxelei zum Denkmal auf dem Berg, der PdL im Osten überragt. Dorthin wo die McCanns immer zum Joggen gingen. Schnell war mir klar, das war nicht das richtige Terrain zum Joggen. Da musste man beim Abstieg fast um sein Leben fürchten.

Die zweite Wanderung führte mich Richtung Westen auf den Küstenweg der zum Nachbarort Burgau führt. Hier begegneten mir viele Jogger, die den flachen und leicht begehbaren Weg für ihr Hobby nutzten.

Merkwürdig

Wer joggt um des joggens willen, würde niemals auf die Idee kommen auf den Berg zu klettern und die Journalisten mit sich zu ziehen für tolle Photos im Hang. Der würde ganz sicher den anderen Weg nehmen, zumal der ja auch gleich unterhalb der angemieteten Villa beginnt.

Also warum das Ganze? Wenn wir uns an die Berichterstattung von damals erinnern fällt auf, dass für die Journalisten und die Medien generell, Praia da Luz an der Kirche aufhörte. Alles konzentrierte sich auf den sandigen Strand und die Gegend östlich der Stadt. Da wurde ein Scharlatan aus Süd-Afrika extra von den McCanns kontaktiert und wahrscheinlich auch kontraktiert um mit Hilfe einer Haarsträhne, die Kate extra aus England kommen liess (!?) und einer magischen Machine, der zeitweise Aufenthaltsort von Maddie auf dem mittleren Plateau zum Berg lokalisiert, kurz bevor die Spürhunde aus England eintrafen. Für die Ungläubigen wurde noch von einer angeblich gefundenen Kinderdecke gesprochen. Dabei war Maddie ja nie mit Decke "entführt" worden. Ebenfalls kurz zuvor rief Kate mitten in der Nacht Ricardo Paiva an und erzählte ihm von einem Traum in dem Maddie dort oben verscharrt wäre. Zufall?

Man wusste, dass die Hunde kommen, man wusste allerdings nicht, wo sie suchen würden. Da sollte man vielleicht der Polizei Hilfestellung geben. Allerdings in der entgegengesetzten Richtung?

Die Begegnung mit der Familie Smith geschah im Westteil des Ortes, der wenig touristisch ist und in dem noch die älteren Gebäude stehen. Wäre die Leiche dort irgendwo kurzzeitig versteckt worden, vielleicht bis in die frühen Morgenstunden, hätte man es trotzdem nicht wagen können, den Ort danach zu durchqueren um auf die östliche Seite der Stadt zu kommen und evtl. den Berg hinauf. Wieviel näher liegt da die Möglichkeit eine Leiche vom Versteckplatz im bereits westlichen Teil des Ortes zu einem besseren Versteck noch weiter westlich zu bringen? Entlang des Weges und auch oberhalb gibt es viele Orte wo dies möglich gewesen wäre. U.a. sind mir sehr viele Gullydeckel aufgefallen, die dort Zugang zu Abflussrohren verdecken. Ja ich weiss ich scheine ein Faible für Abflussrohre aller Art zu haben, aber bei der Beschaffenheit des Bodens und des zu versteckenden Körpers erscheint mir das die einzige Möglichkeit zu sein.

Südlich der Villa der McCanns, hinter einer Pumpstation verdeckt z.B. fand ich mal wieder solch einen Zugang...



Hier gibts noch mehr meiner Photos


edit:
Klarstellung: Mir ging es in diesem Post darum zu zeigen, dass sie höchstwahrscheinlich im Westteil irgendwo versteckt war und nicht im Ostteil auf den alle Aufmerksamkeit gerichtet wurde. Nicht mehr und nicht weniger. Ob das ein Abwasserkanal war, ein gebuddeltes Loch, ein Haus in der Gegend oder ein Gebüsch wird wohl nicht mehr festzustellen sein. DASS sie aber irgendwo mindestens 3 Wochen lang versteckt wurde steht für mich aufgrund des Alarms von Eddie und Keela im Mietwagen fest.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Indizienkette

Ein Indizienbeweis in einem Gerichtsverfahren liegt vor, wenn von dem Vorliegen einer oder mehrerer Tatsachen (Indiztatsachen) auf die eigentlich zu beweisende Haupttatsache logisch geschlossen werden kann. Die Indiztatsachen müssen im Prozess voll bewiesen sein, also zur Überzeugung des Gerichts feststehen. Zum Beweis dienen alle herkömmlichen Beweismittel


Tatsachen der Hauptbeweiskette:

Staatlich geprüfter Leichenspürhund meldet Leichengeruch hinter dem Sofa im Apartment und im Mietwagen der McCanns. Ausserdem im Schlafzimmer der Eheleute im Wandschrank und eine leichte Indikation im Blumenbeet im Garten des Apartments.

Staatlich geprüfter CSI Hund der ausschliesslich Blut anzeigt weist auf Blutspuren hinter dem Sofa im Apartment und im Mietwagen der McCanns hin.

Hinter dem Sofa unter den Fliesen und im Kofferraum des Mietwagens werden "Körperflüssigkeiten" entdeckt, die teilweise menschliche DNA enthalten. Obwohl aus der ersten Probe nur wenige (?) Informationen gefiltert werden konnten entsprechen ALLE gefundenen Allele denen von Madeleine McCann.

Im Apartment 5A ist lt. Polizeirecherchen nie eine Person gestorben. Die Tatsache, dass Gerry McCann aussagt, Madeleine kurz nach 21:04! Uhr lebend gesehen zu haben, und Jane Tanner den Entführer mit dem Kind um 21:15 Uhr gesehen haben will, macht die Entwicklung von Leichengeruch und die Kontamination damit an 2 Stellen im Apartment und im Garten wissenschaftlich unmöglich, zumal Gerry McCann ja lt. Jeremy Wilkins, den er genau zu diesem Zeitpunkt traf, die ganze Zeit am Gartentor gestanden hat und zumindest die Kontamination im Blumenbeet unmöglich macht.

Entweder ist die 3fache Bestätigung einer toten Person im Apartment durch die o.g. Indizienkette falsch oder die Darstellung der Geschehnisse lt. Aussagen der beiden Hauptzeugen McCann und Tanner ist falsch. Beide sind nicht vereinbar miteinander. Dummerweise widersprechen sich aber auch die Aussagen der beiden Hauptzeugen in einigen Punkten:



Tatsachen der Nebenbeweiskette:


Diskrepanzen in den Aussagen der Personen, die zum Zeitpunkt der Entführung dem Tatort am nächsten waren:

Jane Tanner sagt aus, Gerry McCann und Jeremy Wilkins auf dem halben Weg zwischen dem Gartenausgang des McCannschen Apartments und der Rezeption gesehen und passiert zu haben. Direkt darauf sah sie den Entführer. -- An anderer Stelle spricht sie davon, dass die beiden am Tor gestanden hätten.

Jeremy Wilkins sagt aus dass er Gerry McCann am Gartenausgang des McCannschen Apartments getroffen habe aber weder Jane Tanner noch den Entführer sah.

Gerry McCann sagt aus, dass er Jeremy Wilkins gegenüber des Eingangs zur Rezeption getroffen habe, aber weder Jane Tanner noch den Entführer gesehen habe.

Auf einer menschenleeren, beleuchteten Straße ist es unmöglich, dass zwei! Personen eine dritte Person nicht bemerkt haben, die direkt an ihnen vorbeigeht. Vor allem wenn diese Person einem der Gruppe gut bekannt ist. Jeremy Wilkins ist der unabhängige Zeuge, seine Aussage kann man am ehesten als glaubhaft einstufen bei drei unterschiedlichen Aussagen. Das heisst, dass der Ort des Treffens das Gartentor war und Jane Tanner nicht an den beiden vorbeiging. Ging aber Jane Tanner nicht an den beiden vorbei, erklärt sich die Falschaussage von Gerry damit, dass er ihr den Weg frei zum Treffen mit dem Entführer "freimachen" wollte, indem er sein Treffen mit Jeremy Wilkins an einen anderen Ort legte. Als Schlussfolgerung aus diesen 3 unterschiedlichen Aussagen lässt sich nur entnehmen, dass Jane den "Entführer" entweder überhaupt nicht oder zu einem anderen Zeitpunkt gesehen hat. Hätte sie ihn aber zu einem anderen Zeitpunkt gesehen, stellt sich die Frage warum hier gelogen werden musste. Die einzig mögliche Erklärung ist die Schaffung eines Alibis für Gerry McCann für genau den Zeitpunkt der Entführung.

Warum brauchte Gerry McCann aber ein Alibi für den Zeitpunkt der Entführung? Bei einer Entführung ist es normalerweise nicht nötig, dass ein Elternteil ein Alibi benötigt. Der einzige Grund für solch ein starkes Alibi kann nur der sein, dass eine glaubhafte Aussage droht, die Gerry an einem anderen Ort gesehen hat.
Die einzige Aussage, die Gerry an einem anderen Ort mit einer 80%igen Sicherheit sah, kam von der irischen Familie Smith, die einen Mann, auf den Gerry's Beschreibung passte und den Herr Smith später als Gerry mit besagten 80%igen Sicherheit identifizierte, mit einem "schlafenden" Kind auf dem Arm gegen 21:50 durch die Hintergassen von Praia da Luz Richtung Wasser gehen sah.

Von dieser Begebenheit konnte Gerry McCann aber am Abend des 3. Mai nur gewusst haben, wenn er auch wirklich derjenige war, der das schlafende Kind dort getragen hatte. Die Möglichkeit, erkannt worden zu sein, war dann so groß, dass das Alibi für 21:15 geschaffen werden musste, mit einem unabhängigen Zeugen an seiner Seite.

Diese Begegnung mit der Familie Smith muss so gefährlich gewesen sein, dass der vorherige Zeitplan, der keine Fragen offen ließ und in sich konsistent war, gegen einen neuen ausgetauscht werden musste, der viele der Diskrepanzen erst erzeugte, die hier bereits aufgeführt wurden.

Während der verabredete Zeitplan vorsah, dass die Entführung zwischen 21:30 und 22:00 Uhr stattfinden sollte, wie sich an der ersten Aussage Gerry McCanns zeigt, dass Matthew Oldfield Madeleine noch um halb zehn lebend gesehen hätte, musste nun die Entführung vorverlegt werden und Matthew musste nun aussagen, dass er Madeleine garnicht wirklich gesehen habe.

Soweit die recht einfach gehaltene Indizienkette, die meiner Meinung nach konsistent und logisch ist.

Weitere unterstützende Indizien wie entlarvende Körpersprache bei Interviews, die immer neuen Phantombilder, die nichts miteinander zu tun haben, entlarvene Versprecher bei Interviews, die kompletten forensischen Ergebnisse, die zumindest Indizienkraft haben, das Beharren auf einer Entführung vom ersten Moment an, das nicht durchgeführte Suchen des Kindes durch die Eltern nach der Entdeckung des Verschwindens,
das Märchen vom zerstörten Rolladen, die permanenten Versuche die portugiesische Untersuchung zu diskretitieren, mit Hilfe u.a. der Lüge, die Polizei hätte 50 Minuten gebraucht um vor Ort zu sein, und last but not least, der Versuch einen Unschuldigen zum Täter zu stempeln, können alle unterstützend den Gesamteindruck nur verstärken.

Auf die eigentliche Haupttatsache kann meiner Meinung nach mit Hilfe dieser Indizienkette logisch geschlossen werden. Dass Madeleine im Apartment starb, die Entführung inszeniert wurde und die Leiche versteckt wurde. Genau so lautete die Beschuldigung der portugiesischen Polizei als man das Ehepaar zu Arguidos machte. Hätte es nicht die massive Unterstützung der McCanns gegeben, von Seiten der britischen Regierung, der Medien und der engagierten Staranwälte, die mit dem Geld aus den Spenden finanziert wurden und psychologischen Druck auf die Untersuchungsbehörde ausübten, hätte diese Kette für eine Verurteilung auch ohne Leiche meiner Meinung nach ausgereicht.







Samstag, 8. Mai 2010

Die Nacht in der wir sie fanden....




Dem letzten Blogpost ist schon die Brisanz anzumerken, ich finde dieser Fund ist es wert noch einmal verdeutlicht zu werden.

Im Interview mit den Spaniern sagt Gerry McCann:

The media leaks and lies put out there to try to give an image that we were guilty was particularly hard, but not as bad as the night we found her.
Im spanischen voice-over wird dies wohl bewusst mit "pero no tan dificil como la noche de la desaparencia" "aber nicht so schwierig wie die Nacht ihres Verschwindens" übersetzt.

Nun hat dies allerdings eine extrem andere Bedeutung. Die Nacht in der wir sie fanden, ist die Nacht ihres Todes, ihres Unfalls wenn man guten Glaubens ist.

Ein freudscher Versprecher oder ein bewusst gesetzter Akzent auf einen möglichen Unfall?

Die Nerven und die Fassade bröckelt gewaltig jedenfalls.