Sonntag, 15. November 2009

Der kleine Unterschied


Warum verbot die portugiesische Justiz das Buch von Goncalo Amaral? Nur Monate vorher wurden die Akten des Falles Madeleine McCann von derselben portugiesischen Justiz an die gesamte Weltpresse per DVD verteilt und sind mitlerweile Bestandteil jedes Forums, das etwas auf sich hält zu diesem Thema. Die Ergebnisse der vorläufigen Untersuchung sind im Internet für jeden erreichbar, der Bericht von Tavares de Almeida der aufs Deutlichste die Verstrickung der Eltern benennt, wurde bewusst unters Volk gestreut. Die Aussagen von Martin Smith sind jedem bekannt, der sich mit dem Fall befasst...

Warum also dieses Urteil, das es Goncalo Amaral verbietet diese Thesen zu verbreiten und sein Buch verbietet? Was steht in dem Buch, "Die Wahrheit über die Lüge", das Gottseidank noch fürs Weihnachtsgeschäft bei Amazon.de erhältlich ist, das nicht im Untersuchungsbericht bereits erwähnt wird? Wo liegt der kleine Unterschied?

22. Kapitel - Seite 228

...Aus Großbritannien trafen noch Mitteilungen anderer Art ein. Der britische Premierminister hatte sich telefonisch mit Stuart Prior, Leiter der Polizei von Leicestershire, in Verbindung gesetzt, und ihn gefragt, ob er die Ablösung des Ermittlungsleiters bestätigen könnte. Den Grund für dieses ungewöhnliche Interesse des britischen Premierministers an einem unbedeutenden portugiesischen Beamten des Öffentlichen Dienstes kennen wir nicht. Auch möchten wir nicht glauben, was sich anlässlich der Unterzeichnung des "Vertrags von Lissabon" hinter den Kulissen abgespielt hat, wo das Hauptanliegen desselben Premierministers die nochmalige ausdrückliche Bestätigung der Ablösung des Ermittlungsleiters gewesen ist, bevor dieser sich dem Akt der Unterzeichnung des Vertrages zuwandte. Ganz sicher nicht mehr als bloße Gerüchte.....
Nachdem vor ein paar Tagen die Untersuchung im Fall Freeport von den Briten unter fadenscheinigsten Gründen eingestellt wurde, hält sich in Portugal hartnäckig das Gerücht, das dies ein Zugeständnis an die Portugiesen war, damit der Fall Madeleine dort trotz massiver Eingaben nicht wiederaufgerollt wird.

Die politischen Verstrickungen treten immer deutlicher hervor und geben uns zumindest die Hoffnung, dass Parteien und Verantwortliche nicht ewig im Amt bleiben. Für einen "unbedeutenden portugiesischen Beamten" mag das zu spät kommen. Daher rufe ich alle Leser auf, alle möglichen Anstrengungen zu unternehmen um noch Unterzeichner für die nebenstehende Petition zu überzeugen. Danke.