Sonntag, 4. Oktober 2009

Parallelen...



Nach dem völlig einseitigen, von wem auch immer beauftragten, Märchen in der Daily Mail vom heutigen Sonntag, finde ich es an der Zeit einmal die erstaunlichen Parallelen in beiden Fällen, die mir merkwürdigerweise von Anfang an sofort ins Auge sprangen, hervorzuheben:

Lenny Harper und Goncalo Amaral, zwei sehr erfahrene und erfolgreiche Polizeibeamte, denen nichts wichtiger als die Opfer der beiden Verbrechen ist. Ihnen wird eine ganze Weile erlaubt, in die Richtung zu ermitteln, in die alle Indizien deuten. Nach Veröffentlichung ihrer Berichte, hier und hier, wurden sie unehrenhaft entfernt und durch Teppichkehrer Mick Gradwell/David Warcup und Paulo Rebelo ersetzt. In beiden Fällen wurde Beweismaterial entweder vernichtet oder unter Geheimhaltung gestellt. In beiden Fällen wurden die Hunde Eddie und Keela, die erstklassige Arbeit verrichteten und jeweils Knochen und Zähne bzw. DNA als Ergebnis vorweisen konnten, auf übelste Art und Weise diskreditiert. Beide Polizeibeamte wurden bezichtigt ausgiebige Essen womöglich auf Kosten der Steuerzahler durchgeführt zu haben, die Kosten beider Ermittlungen wurden in der Öffentlichkeit breitgetreten um die Empörung zu schüren. Die wenigen Personen, wie z.B. Stuart Syvret im Jersey Fall und Anthony Bennett im Madeleine Fall, die die Vertuschung in beiden Fällen öffentlich machen wollen, werden juristisch belangt und versucht mundtot zu machen. In beiden Fällen unterstützt die britische Journaille die Vertuschungsversuche.

Ein gemeinsamer Nenner SCHEINT zu fehlen: Während das Leiden der Kinder in Jersey von Pädophilen ausgelöst wurde, wissen wir es im Madeleine Fall noch nicht wirklich. Angesichts des gleichen Vorgehens bei der Vertuschung drängen sich aber auch hier Parallelen auf...

P.S.: Hier ein offener Brief von Lenny Harper zu all den unglaublichen Vorwürfen seine Untersuchung betreffend

Kommentare:

  1. Hallo Johanna,

    auch ich hab schon bei Madeleine ähnliche Befürchtungen gehabt, wie bei den Kindern in Jersey... Warum tut man Kindern sowas furchtbares an? Warum muss alles vertuscht werden? Sind in beiden Fällen Politiker beteiligt? Wenn ja, wäre es bitter nötig, dass sie auffliegen würden!!!

    LG Sibylle

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  2. Hallo Johanna,
    danke für Deine gute Arbeit und die kritischen Stimmen.Früh haben viele im Internet und den diversen Meinungsforen den Fall Dutroux in Belgien heran gezogen und verglichen.(Es gibt da eine gute,kritische Seite dazu im Web- da sollte man aber ziemlich gute Nerven haben, wenn man sie liest). Damals war ich persönlich nicht dieser Meinung, weil auch ich eigentlich von einem "normalen" häuslichen Vorfall aus ging.
    Mittlerweile, auch in Kenntnis dessen, was von "höchster" Ebene getan wurde, um die wenigen Spuren zu vernichten, bzw. zu entkräften, drängen sich leider nur allzu viele Vergleichsmöglichkeiten dabei auf.
    Ich denke heute, ohne ein Land global verurteilen zu wollen, das Pädophilie in England leider eine ziemliche Tradition hat- vielleicht ist das in anderen Ländern ähnlich ?- aber es scheint dort wohl wirklich mit in die höchsten Kreise zu gehen.Anders läßt sich die massive Unterstützung, die diese Eltern erfahren, nicht mehr erklären.Denn wer waren sie denn vorher ? No Name Ärzte in irgendeinem Krankenhaus, wer hätte sie schützen wolllen. Die Presse- ob des Sommerloches- hätte sich doch mit Vergnügen auf die Geschichte einer Mutter gestürzt, die ihre Kinder allein und unbeaufsichtigt in einem fremden Zimmer läßt, um mit ihren Freunden einen gemütlichen Abend zu verbringen.Selbst die wenigen kritischen Stimmen sind mittlerweile verstummt, aber die waren eh schon relativ "zahm" vorher.Ja es scheint sogar, das es normal wäre, so etwas zu tun und wird wohl auch so verkauft.
    Irgendwann wird es vielleicht mal einen Fall geben- auch ähnlich Dutroux- der den Stein ins Rollen bringt- hoffe ich, nicht nur für M., sondern auch für alle anderen geschändeten Kinder..

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  3. Es gibt 2 Möglichkeiten, die ich nach wie vor gleichberechtigt nebeneinander sehe:

    1. Es wurden ganz am Anfang alle Register gezogen und alle Verbindungen und Kontakte genutzt um Hilfe gegen die bösen portugiesischen Polizisten, die arme unschuldige Eltern verfolgen, auf die Beine zu stellen. Als es den verantwortlichen Stellen dämmerte, dass die gar nicht so unschuldig sind, war es zu spät zurückzurudern, man hatte zuviel unter der Hand bewegt und unbewusst vertuscht.

    2. Kontakte, die aufgrund von Wissen, krimineller Natur, gezwungen wurden, zu helfen. Dies kann Wissen sein, das Madeleine und ihren möglichen Tod einschliesst, das kann auch Wissen sein, das unabhängig von Madeleine gesammelt wurde; könnte aber generell mit dem Thema, das auch Haute de la Garenne betrifft zu tun haben.

    Ich bin da nicht entschieden, denn auch im ersten Fall wäre ein "Beichten" von hohen Regierungsstellen, die den Eltern zuerst nur helfen wollten, mitlerweile ein Skandal von solch großen Ausmaßen, dass es dazu nie kommen würde.

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